Schüler des Franziskusgymnasiums teilen ihre Vorstellungen vom zukünftigen Europa mit

Ganz oft wurden im Seminarfach „Europa“ des Franziskusgymnasiums Visionen für die Zukunft der EU diskutiert. Hieraus entstand die Idee, diese Ideen zusammenzufassen und an Politiker in Europa zu versenden.

In langwierigen und teilweise sehr kontroversen Diskussionen formten die Schüler des 12. Jahrgangs ihre Ziele für das gemeinsame Europa, manchmal wurde – wie in der Politik –  um jede kleine Formulierung gerungen.   Ob es das Wahlalter mit 16 für die Wahlen zum Europäischen Parlament sind oder die „Vereinigten Staaten von Europa“, die zunehmende Bürokratie bei Anträgen, die Situation von Flüchtlingen in der EU und nicht zuletzt eine gemeinsame Bildungspolitik, die auf europäischen Standards beruht, die Schüler äußerten zu vielen Themen ihre Meinung und ihre Wünsche für die Zukunft. Die fertigen Ideen wurden dann, bedingt  durch die unterschiedlichen Sprachenkenntnisse an die Bundeskanzlerin, den niederländischen Ministerpräsidenten Rutte, den französischen Präsidenten Macron, den portugiesischen Parlamentspräsidenten und nicht zuletzt an den Präsidenten der europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker geschickt.

Es gab tatsächlich drei Antworten auf die Schreiben der Schüler. Nur aus den Niederlanden und aus Frankreich kam keine Antwort. Begeistert der portugiesische Parlamentspräsident: „es lebe Europa“ der noch eine handschriftliche Zeile hinzufügte, „und es leben die Schüler des Franziskusgymnasiums in Lingen“. Etwas nüchterner mit der Hoffnung der Beteiligung an künftigen Europatagen, die Antwort des Bundeskanzleramtes und sehr ausführlich und genau auf die Interessen der Schüler eingehend, der Brief aus Brüssel. „Ihren Vorschlägen und Wünschen ist anzumerken, dass Sie sich intensiv mit der Europäischen Union auseinandergesetzt haben und Ihnen die Zukunft Europas sehr am Herzen liegt. Die Themenvielfalt, die sich in Ihren Wünschen widerspiegelt, ist beeindruckend. Mit großem Interesse hat der Präsident Ihre konkreten Vorschläge im Bereich Bildung zur Kenntnis genommen.“ Für die Teilnehmer am Seminarfach ein krönender Abschluss nach dem Gewinn des Wettbewerbs „EchtJetztEuropa“ und den Tagen in Brüssel. Es zeigt den Schülern, dass man in Europa ihre Meinungen und Interessen ernst nimmt und dass man durchaus etwas bewegen kann. Für Helge Koers, ihren Lehrer, zeigt dies erneut, dass man Schüler durchaus für Politik, für eine Idee gemeinsamen Europas begeistern kann.

Die Antwortschreiben als PDF-Download: