Schach: Kewe holt Bronze

Mannschafts-Weltmeisterschaft für Menschen mit Behinderung

Dresden Der 48-jährige Lingener Schachspieler Stefan Kewe ist bei der erstmalig ausgetragenen Mannschafts-Weltmeisterschaft für Menschen mit Behinderung mit dem Team Niedersachsen Dritter geworden.

Weltmeister wurde Russland vor Polen. Neben der Bronzemedaille für sein Team wurde Kewe zudem an Brett 4 Dritter in der Brettwertung. Insgesamt spielten neun Mannschaften aus den Nationen Deutschland, Russland, Polen und Ungarn mit. Zu Kewes Team zählten Marco Drewes (Peine), Sven Hagemann (Braunschweig), Uwe Ritter (Bad Zwischenahn) sowie Jarno Scheffner (Nordhorn).

Nach dem Sieg in der ersten Runde gegen die deutsche Jugend-Mannschaft (3,5:0,5) folgte mit dem 2:2-Unentschieden gegen Weltmeister Russland eine große Überraschung. Anschließend musste Team Niedersachsen allerdings eine Niederlage gegen Polen hinnehmen. Es sollte im Turnierverlauf jedoch die einzige bleiben. Es folgten weitere Siege gegen die deutsche Gehörlosenmannschaft (3,5:0,5), die russische Frauennationalmannschaft (3:1) sowie gegen die russische Jugendmannschaft (3:1).

Die nächste Mannschafts-WM findet 2020 erneut in Dresden statt. Auch dann ist die Teilnahme einer niedersächsischen Mannschaft geplant. Das nächste Großereignis für den 48-Jährigen ist die Einzel-WM für Menschen mit Behinderung in Moskau im Oktober 2019. pm

Stefan Kewe überzeugte mit klugen Schachzügen bei der Mannschafts-WM. Foto: Karsten Wieland

Stefan Kewe ist seit Jahren für die verschiedenen Schach-Schulmannschaften des Franziskusgymnasiums verantwortlich und bei den Turnieren sehr erfolgreich. Die Schulgemeinschaft gratuliert herzlich und wünscht für das „nächste Großereignis“ im Oktober viel Erfolg!