Jahrgansstufe 11 besucht Unfallpräventionsprojekt

„Abgefahren – wie krass ist das denn?“ – unter diesem Motto wurden unter anderem die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 des Franziskusgymnasiums zu einem Präventionsprojekt der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim ins Theater an der Wilhelmshöhe eingeladen. Bei der Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und örtlichen Rettungsdiensten durchgeführt wurde, schilderten Personen, die in einen schweren Verkehrsunfall involviert waren, sowie Ersthelfer und Rettungskräfte ihre Erlebnisse an der Unfallstelle.

Ziel der Veranstaltung, die sich bewusst an Fahranfänger und junge Menschen, die sich auf den Führerschein vorbereiten, richtet, ist es, für eine defensive und sichere Fahrweise zu sensibilisieren.

Anhand zweier tödlicher Verkehrsunfälle, die sich vor wenigen Jahren in Lingen ereignet hatten, wurde den Schülern vor Augen geführt, dass im Straßenverkehr Sekunden über Leben und Tod entscheiden können. Besonders berührend, waren der Bericht einer jungen Frau, die als 17-Jährige bei einem tödlichen Verkehrsunfall im Lingener Industriegebiet selbst am Steuer gesessen hatte sowie die Erlebnisse einer Notfallseelsorgerin, die einem Familienvater die Nachricht von dem Verkehrstod seiner Frau und einem seiner Söhne mitteilen musste. Ein weiterer Sohn sitzt seitdem im Rollstuhl.

Eingebettet waren die Vorträge in eine Vor- und Nachbereitung in der Schule, in dessen Rahmen sowohl über das Thema Fahrsicherheit als auch über die Gefühlslage der Schüler nach der Veranstaltung gesprochen wurde. Darüber hinaus standen während der Vorträge Ansprechpartner vor dem Theatersaal für die Zuschauer zur Verfügung.

Das Fazit der Schülerinnen und Schüler fiel einhellig aus: Es waren berührende und teilweise auch belastende Vorträge, die sinnvoll und nachhaltig über die Risiken im Straßenverkehr informierten. Der Besuch an der Wilhelmshöhe hat sich allemal gelohnt.