Exkursion der siebten Klassen zur Synagoge in Münster

Wie in jedem Jahr sind die siebten Klassen zu der Synagoge nach Münster gefahren, weil sie das „Judentum“ im Religionsunterricht durchgenommen haben. Margarita Voloj, ein Mitglied der jüdischen Gemeinde Münster, hat uns durch die Synagoge geführt, viel erzählt und uns alles erklärt.

Als Erstes sind wir in den Gebetssaal gegangen, wo sich die Jungen eine Kippa aufsetzen mussten. Im Gebetssaal erklärte sie uns einige elementare Grundkenntnisse der jüdischen Religion, wie z.B. das koschere Essen. Juden haben genaue Speisevorschriften, z.B. sollen keine Fleisch- und Milchprodukte gleichzeitig gegessen werden. Einige Juden haben deswegen sogar zwei Kühlschänke oder zwei Spülmaschinen.

Damit ein Gottesdienst stattfinden kann, braucht man mindestens 10 jüdische Männer, die über 13 Jahre alt sind. Es wird dann aus der Thora gelesen. Sie ist auf Hebräisch und auf Tierleder geschrieben. Da man die Thorarollen nicht mit bloßen Fingern anfassen darf, wird ein Zeigestock benutzt, der den Lesern hilft, beim Vortragen in der Zeile zu bleiben.

Jeder Jude hat an seiner Haustür eine Mesusa hängen, in der ein kleiner Zettel mit dem „Sch’ma Israel“ vorhanden ist. Das „Sch’ma Israel“ ist quasi das jüdische Glaubensbekenntnis. Es wir jeden Tag einmal gebetet.

Die Exkursion hat uns allen sehr viel Spaß gemacht und wir möchten uns bei Margarita Voloj sehr herzlich für die Führung bedanken.