Besuch der jüdischen Schule

Am Dienstag, den 13.03., haben wir, das Seminarfach ne(t)working@kirche?! die jüdische Schule in Lingen besucht.

Wichtige Dinge über ein jüdisches Leben und das Judentum wurden uns dabei von Frau Goldmann von der jüdischen Gemeinde in Osnabrück sowie von Johannes Wiemker vom Forum Juden-Christen in Lingen erklärt.

Begonnen hat unser Gespräch ganz mit der Erklärung des Tagesbeginns eines frommen Juden. Es erfolgt die Händewaschung, aber auch das Morgengebet ist in bestimmter Aufmachung abzuhalten:

Natürlich mit der traditionellen Kippa sowie dem Tallit, dem Gebetsschal. Zusätzlich wird der Gebetsriemen, der Tefillin, angelegt, der um Kopf, Arm und Hals gewickelt wird. Am Kopf befindet sich eine Gebetskapsel, in der sich kleine Pergamentrollen der Thora befinden. Sie symbolisieren die Verbindung der Thora mit dem Kopf- dem Denken und Handeln.

Diese Ankleidung wurde uns auch hautnah gezeigt, nämlich indem ein Schüler selbst zum „Juden“ wurde.

Weiter erklärte Frau Goldmann uns viele Gegenstände aus dem Judentum wie zum Beispiel der siebenarmige Leuchter, der vielen bestimmt bekannt ist.

Daneben wurden uns auch die höchsten Feiertage des Judentums nähergebracht. Neben dem wöchentlich stattfindenden Sabbat, ist beispielsweise auch das Neujahrfest Rosch Haschana ein hoher Feiertag. Es wird ein Widderhorn geblasen- übrigens gar nicht so einfach, wie wir auch ausprobieren konnten.

Beim Pessach- Fest wird an die Befreiung der Juden aus Ägypten erinnert. Kulinarisch wird dazu unter anderem ein ungesäuertes Brot, also ein Brot ohne Hefe, zubereitet- auch dieses konnten wir probieren.

In der anschließenden Besprechung unter uns, zeigte sich ein positives Bild ab: Wir haben vieles erfahren, auch etwas, das nicht durch „Willi wills wissen“ vermittelt werden kann 😉!

Deswegen sagen wir DANKE für die gute Erfahrung und die persönlichen Schilderungen von Frau Goldmann und Herrn Wiemker!