Abi-Messe bietet Antworten zur Berufswahl

Am 9. und 10. März in der Sporthalle des Franziskusgymnasiums in Lingen

„Abi Zukunft Emsland“: So lautet der Titel der Messe, die vom 9. bis 11. März in der Sporthalle des Franziskusgymnasiums in Lingen stattfindet. Mehr als 50 Aussteller nehmen daran teil.

Lingen. Philipp Reitemeyer ist noch völlig offen: Medizin, Naturwissenschaften oder vielleicht Jura? Der 15-Jährige, der die zehnte Klasse des Franziskusgymnasiums besucht, befindet sich in seiner beruflichen Orientierungsphase weiter auf dem Weg. Klar, er hat noch Zeit. Aber die will er auch nicht verbummeln. Während eines Praktikums hat Reitemeyer in einer Anwaltskanzlei gearbeitet und während der Zukunftstage beim Technologiekonzern Rosen vorbeigeschaut. Das Institut für Sensortechnik in Berlin hat der vielseitig interessierte 15-Jährige ebenfalls schon von innen gesehen. „Es gibt viele Berufe, die hat man gar nicht auf dem Schirm“, sagt er. Die „Abi Zukunft“-Messe kommt dem jungen Mann, der in drei Jahren sein Abitur macht, deshalb wie gerufen.

Die große Vielfalt an Möglichkeiten für angehende Abiturienten – ob berufliche Ausbildung, Studium, ein freiwilliges soziales Jahr oder ein Auslandsaufenthalt – kann mitunter auch verwirrend sein. Genau hier setze die Idee der Messe an, erläutert Martin Kolbe, Koordinator für Studien- und Berufsorientierung am Franziskusgymnasium. Gerade diese direkten Gespräche „von Gesicht zu Gesicht“ würden dem Einzelnen weiterhelfen, zumal es häufig auch junge Menschen an den Messeständen der Unternehmen und Institutionen seien, die über Berufsbilder informieren würden. Das erleichtere die Kommunikation mit den Schülern, sagt José Rodrigues Freitas, Geschäftsführer von „JF Messekonzept“ aus Osnabrück als Organisator der zweitägigen Veranstaltung in Lingen. Die Messe wolle Orientierung und Hilfen anbieten und Impulse geben, in welche berufliche Richtung es gehen könne. Die Messe könne aber natürlich auch einen vorhandenen Berufswunsch weiter verfestigen. „Zur Teilnahme sind ausdrücklich auch die Eltern eingeladen“, betont Freitas.

Während Philipp Reitemeyer seinem ersten „Abi Zukunft“-Rundgang entgegensieht, kennt Nico Baars dieses Format bereits. Der 18-Jährige macht in wenigen Wochen Abitur am Franziskusgymnasium und hatte schon in den Vorjahren Gelegenheit, die Messe zu besuchen. „Ich bin mir relativ sicher: Ich möchte Jura studieren“, erklärt Baars.

Zwei Stärken macht der junge Mann aus, wenn er die Möglichkeiten der „Abi Zukunft“-Messe beschreibt: „Ich kann mir konkrete Informationen holen, zum Beispiel: Was macht ein Wirtschaftsinformatiker eigentlich?“ Wer die Veranstaltung im Laufe der Schuljahrgänge ein zweites oder sogar auch ein drittes Mal besucht habe, könne außerdem ganz anders nachfragen. „Das kann das Internet nicht“, betont der 18-Jährige.

In seinem Abijahrgang gibt es nach seinen Worten eine Reihe von jungen Leuten, die bereits ihre Ausbildungsverträge in der Tasche haben oder ein duales Studium beginnen, verbunden mit einer Berufsausbildung im Unternehmen. Kontakte zu diesen seien auch auf der „Abi Zukunft“-Messe entstanden, berichtet Baars. Andere sind noch unentschlossen. Wichtig sei deshalb auch, einmal „über den Tellerrand zu schauen“, rät Lehrer Martin Kolbe. Verschiedene Blickwinkel einzunehmen lohne sich bei der Berufsfindung.

Eine Chance sei die „Abi Zukunft“-Messe ebenfalls für die Unternehmen, Institutionen und Organisationen selbst, sagt Veranstalter Freitas. „Man kann als Aussteller mit seiner Persönlichkeit punkten, wenn man vor die Teppichkante tritt und die jungen Leute anspricht“.

Was tun nach dem Abi? Viele Informationen hält die „Abi Zukunft“-Messe in der Sporthalle des Franziskusgymnasiums bereit. Sie findet am Freitag und Samstag, 9. und 10. März, statt. Von links: José Rodrigues Freitas, Geschäftsführer von „JF Messekonzept“ aus Osnabrück, Martin Kolbe, Koordinator für Studien- und Berufsorientierung am Franziskusgymnasium sowie die beiden Schüler Philipp Reitemeyer und Nico Baars.Foto: Thomas Pertz

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