Von Berufseinsteigern bis Ruheständlern

900 Gäste beim Ehemaligentreffen am Franziskusgymnasium – Infos zu Berufen

Ehemaligentreffen 2017 - 01
Über die Berufsbereiche in der Kirche haben Elena Telkmann (links) und Susanne Haarmann aus Wietmarschen im Franziskusgymnasium berichtet.

Ehemaligentreffen 2017 - 02
Über die große Resonanz auf das Ehemaligentreffen freuten sich Schulleiter Heinz-Michael Klumparendt und seine Vorgänger Sr. Annuntiata sowie Johannes Pruisken.
Fotos: André Partmann

 

Lingen. Juristen müssen lediglich auswendig lernen, Lehrer haben nur Ferien, und Steuerberater wird man nur als Überflieger in Mathematik. Was Berufe angeht, herrscht oft Schubladendenken, wurde beim Berufsinformationsabend am Franziskusgymnasium deutlich. Es war der Auftakt des Ehemaligentreffens der Schule.

Viele Referenten gaben Studiendirektor und Organisator Martin Kolbe im Vorfeld die Zusage, den knapp 230 Schülern aus ihrem beruflichen Alltag berichten zu wollen – und so wurde von den mehr als 70 Referenten ein breites Spektrum an Berufen abgedeckt.

„Der Berufsinformationsabend an unserer Schule hat eine langjährige Tradition, zuletzt wurde er 2014 für die Oberstufenschüler organisiert“, sagte Schulleiter Heinz-Michael Klumparendt, als er Schüler und Referenten im Forum der Schule begrüßte. Die ehemaligen Abiturienten der Schule stünden mittlerweile mit beiden Beinen fest im Berufsleben. Den Schülern gab er zudem mit auf den Weg: „Nutzt die Möglichkeit, um Fragen zu stellen, euch zu informieren und inspirieren zu lassen.“ Und das taten sie auch: Während der einstündigen Gespräche fragten die Schüler nach Voraussetzungen und Qualifikationen für den Beruf, Zukunftschancen und Weiterbildungsmöglichkeiten. Rund eine Stunde nahmen sie sich dafür Zeit, ehe die Schüler den Raum wechselten, um sich in einem zweiten Durchgang über einen weiteren Beruf zu informieren. Laut Martin Kolbe diene der Berufsinformationsabend als Wegweiser für die Schüler, um sich zu orientieren. Mache würden sich durch die Erzählungen der Ehemaligen in ihrer schon getroffenen Berufswahl bestätigt sehen.

Die Veranstaltung markierte am Freitag den Auftakt des Ehemaligentreffens, das am Samstag ebenfalls in der Schule stattfand. Mehr als 900 Ehemalige hatten sich zu einem großen Wiedersehen in ihrer alten Schule getroffen. Unter ihnen: Teilnehmer, die ihr Abitur 1961 abgelegt hatten, wie Maria Niederee, Doris Jost und Renate Deeken. Die drei Damen hatten ihr Abitur abgelegt, als die Schule noch in Thuine beheimatet und lediglich für Mädchen zugänglich war, erzählten sie am Samstag, während die jüngeren Abiturjahrgänge in der Halle beim Volleyballturnier aktiv waren. Mehr als 20 Jahrgänge stellten beim Ehemaligentreffen eine Mannschaft.

Zu Gast war am Samstag auch Johannes Pruisken, langjähriger Schulleiter. Das Erste, das Pruisken, der mittlerweile in Ruhestand ist, beim Schlendern über den Schulhof dabei ins Auge stach: T-Shirts des Abiturjahrgangs 2013. „Mit diesen Schülern bin ich damals gemeinsam von der Schule abgetreten.“ Anekdoten wie diese gab es zuhauf zu hören. „Mit einer solch überwältigenden Resonanz haben wir selbst nicht gerecht“, gibt Frank Hollenkamp zu, der das Treffen mit den Lehrern Beate Graw, Eberhard Weber und Manfred Bültel organisiert hatte. Die Zahl der Anwesenden vom letzten Ehemaligentreffen im Jahr 2012 wurde übertroffen.

 

Fotos: André Partmann

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