Von „Angels“ bis „Killing me softly“

Musikalische Höhepunkte bei Frühlingskonzert des Franziskusgymnasiums

Lingen. Unter dem Slogan „Lampenfieber“ hat im Kulturforum Sankt Michael das diesjährige Frühlingskonzert des Franziskusgymnasiums stattgefunden. Das Ambiente, die musikalischen Darbietungen der beteiligten Schülergruppen und ein Publikum, das während des anderthalbstündigen Auftritts alles andere als mit Applaus geizte, haben dem Nachmittag eine ganz besondere Note verliehen. Ein Ergebnis harter Arbeit: Dem Frühlingskonzert gingen etliche Probe- und Vorbereitungsstunden voraus.

Das Kulturforum Sankt Michael und das Franziskusgymnasium – eine Mischung, die einfach zu passen scheint wie Salz und Pfeffer oder Bonnie und Clyde. Die ehemalige Kirche im Lingener Stadtteil Reuschberge diente in den vergangenen Jahren immer wieder als Veranstaltungsort zahlreicher schulinterner Veranstaltungen. Jedes Konzert, jede Zeugnisübergabe und jede Theateraufführung schrieb dabei seine eigene, ganz spezielle, Geschichte. Und seit einigen Tagen reiht sich in die Riege nun auch das Frühlingskonzert des Franziskusgymnasiums mit seiner persönlichen Geschichte ein.

Lampenfieber als Slogan

„Lampenfieber“ lautet der Slogan, den die verantwortlichen Lehrer Emanuele Wellenbrock-Roters, Ralf Jost-Westendorf, Stefan Pohlmann und Manuel Hagen gemeinsam mit den Schülern für das Frühlingskonzert ausgerufen haben. Ein gutes Omen für ein Konzert, bei dem allen Beteiligten doch eigentlich nichts lieber sein dürfte, als Fehler vermeiden? „Wir haben viel, sehr viel geübt, aber eine Garantie, dass auch wirklich alles gelingt, ist das natürlich nicht“, erklärte Emanuele Wellenbrock-Roters, verantwortlich für den Unterstufenchor, im Vorfeld. Was kann da schon schiefgehen?

Zu diesem Zeitpunkt warten etwa 200 Gäste ungeduldig auf den Konzertbeginn. Währenddessen erhöht sich auch hinter der Bühne ein wenig die Lautstärke – leichtes Gemurmel ist wahrzunehmen, hektisches Blicken nach rechts und links. Also doch: Lampenfieber? „Nein, lediglich die letzten Einweisungen für die Schüler“, klärt Orchester-Leiter Stefan Pohlmann entspannt auf. Schnell werden die finalen Plätze eingenommen, ein letztes Mal durchatmen – und los geht’s.

Stolze Blicke im Publikum

Erwartungsfrohe Blicke im Publikum, als die Protagonisten einmarschieren. Auf der Bühne erklingen Trompete, Saxophon und Gitarre – zum ersten Mal ist das Orchester im Einsatz. Zusammen mit Unterstufen- und Oberstufenchor wird „Aus dem Schatten treten“ aus dem Musical „Lampenfieber“ gesungen. Ein Songtitel, der auf gewisse Art und Weise sehr treffend den weiteren Verlauf des Konzerts beschreiben sollte. Denn spätestens jetzt heißt es, den Auftritt genießen: Lampenfieber adé – Selbstbewusstsein olé.

Es folgt ein weiterer Klassiker: „Tomorrow“ aus dem Musical „Annie“ nach dem Text von Martin Charnin und der Musik von Charles Satrouse. Anschließend nimmt das Orchester die Zuhörer in der „Easy Pop Suite“ mit auf eine Reise durch die musikalische Welt:  „Asia Rock“, „Reggae Ballad“ und „Disco Frisco“. Durchatmen. Kurze Pause.

Die Mischung macht’s

Der Oberstufenchor unter der Leitung von Manuel Hagen sorgt nach dem fliegenden Wechsel für Feuerzeug-Atmosphäre. „I’m loving angels instead“ ertönt es aus den kräftigen Stimmen der Sängerinnen – der Spagat vom Classic hin zum modernen Pop klappt reibungslos. Der Zuhörer erlebt ein umfangreiches Repertoire, sodass jeder Geschmack am Ende bedient wird.

Für einen echten Höhepunkt sorgten die Nachwuchsstreicher, die erstmals auch an einem Konzert teilnahmen. Im Rahmen des „Musik“-Profils am Franziskusgymnasium lernen die jungen Musiker ein Streichinstrument. Doch von mangelnder Erfahrung konnte auch hier keine Rede sein. Im Gegenteil, stolze Blicke bei den anwesenden Eltern, Geschwister und Familienmitgliedern.

90 Minuten Auftritt

Im zweiten Teil nach der Pause geht es nicht weniger intensiv zu: Auf der Bühne wird weiter munter gewechselt, alle Schülerinnen und Schüler bekommen ihren verdienten Auftritt. Und nach insgesamt 90 Minuten, muss auch der ehemalige Schulleiter am Franziskusgymnasium, Johannes Pruisken, gemeinsam mit dem aktuellen Schulleiter Heinz-Michael Klumparendt feststellen, dass sich das Konzert langsam dem Ende zuneigt.

Und so findet die kleine Geschichte vom Frühlingskonzert im Kulturforum Sankt Michael ihren würdigen Schluss – Eines scheint aber schon jetzt sicher: Es wird nicht die letzte gewesen sein.

 

Fotos: André Partmann und Norbert Boyer

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