Sommerlich buntes Programm

Chöre und Orchester des Franziskusgymnasiums präsentieren einen „sunny day“

Lingen. Vielleicht haben sie einfach Glück gehabt oder aber es ist doch die Magie der Musik, die hier gewirkt hat. Das Sommerkonzert des Franziskusgymnasiums trug den Titel „Sunny Day“, und es war ein sonniger Tag.

Blumen für die Musiklehrer (von links):
Stefan Pohlmann, Emanuele Wellenbrock-Roters und Ralf Jost-Westendorf.
Malte Stach am Schlagzeug.
„I dreamed a dream“. Der Mittelstufenchor singt beim Sommerkonzert des Franziskusgymnasiums im Kulturforum St. Michael aus „Les Misérables“. Fotos: Peter Löning

 

Ein schöneres Wetter hätten sich die gefühlt hundert Schüler mitsamt ihren Eltern, Lehrern und Freunden nicht wünschen können in diesem Scheinfrühling. Es herrschte freudige Stimmung in der gut gefüllten St.- Michael-Kirche, und Schulleiter Johannes Pruisken rang ob dieser Freude um die passenden Worte für eine Ansprache zur Begrüßung.

In der Folge präsentierten die Chöre und Orchester der Schule ein sommerlich buntes Programm mit erkennbarer Liebe zu hippen Musicalsongs. Mit Nummern aus „Coco Superstar“, „Les Misérables“, „Joseph“, „Mamma Mia“, „Rocky“ und „High School Musical 2“ schlugen die Chöre eine breite Schneise durch die Musicallandschaft.

Mal von Band und mal nur vom E-Piano begleitet, gab es Beschwingtes und auch Stimmungsvolles sowie schicke Popsongs von Lady Gaga und – besonders zu erwähnen – von Oasis. In „Wonderwall“ hatten die an einer Hand abzählbaren Jungs schon eine tragende Rolle. Eine stolze Leistung gegen die weibliche Überzahl im Oberstufenchor. Hier wird dringend eine Quote benötigt. Immerhin: In Unter- und Mittelstufenchor sucht man die Jungen vergeblich.

Orchester und Vororchester (wesentlich homogener gemischt) gaben daneben ebenso poppige Stücke zum Besten. Eben auch den Motto verleihenden „Sunny Day“ von Dizzy Stratford, der den Konzertnachmittag eröffnen durfte. So wie in den von Mädchen dominierten Chören ist es im Orchester mit der eigentümlichen Besetzung, die weit weg vom Sinfonieorchester mit sehr starkem Bläsersatz, E-Bass und verbindlichem Schlagzeug, daneben aber vergleichsweise wenigen Streichern sich wohl an den tatsächlichen Gegebenheiten zu orientieren hat. Und dennoch produzierten die Instrumentalisten einen ansehnlichen Sound. Hier erkennt man auch die positiv engen Bande zur Musikschule. Zwischen den Chornummern boten die Orchester peppige Intermezzi, durchaus bisweilen ein wenig choreografiert, was ein imposantes Bild abgab.

Gemeinsames Erlebnis

Es bleibt nicht aus, dass bei dem Zusammenspiel so vieler Gruppen mit so vielen Mitgliedern in einem solchen Konzert hier und da auch Pannen passieren, aber am Ende ist das sekundär, und das gemeinsame, verbindende Musikerlebnis ist das Bleibende, das auch die Schulgemeinschaft stärkt. So versammelten sich alle Beteiligten zu einem großen Finale mit Herbert Kretzmers „Do you hear the People sing?“, das im Wechselspiel zwischen Orchester und Chören mit all seiner hymnischen Gestalt doch die Hörer zu rühren imstande war. Ein schöner, ein großer Abschluss.

Einiger Dank ging an die verantwortlich beteiligten Musiklehrer Ralf Jost-Westendorf, Stefan Pohlmann und Emanuele Wellenbrock-Roters. Die drei haben sicherlich eine Menge Schweiß investiert, um dieses Konzert auf die Beine zu stellen.

Am Ende ein Aufruf: Jungs, geht in die Chöre und singt!

 

Fotoeindrücke vom Konzert (Fotos: Werner Hölscher):

 

Weitere Bilder in der NOZ-Bildergalerie:

http://www.noz.de/bildergalerien/72587808/sommerkonzert-sunny-day-des-franziskusgymnasiums