Schüler experimentieren und Jugend forscht

Jedes Jahr wieder auf’s Neue, in diesem Jahr zum 50. Mal. Der Wettbewerb „Jugend forscht“ feiert Jubiläum. Und das Franziskusgymnasium ist dabei.

 jufo-logoLT-ArtikelKreative Zukuinftsgestaltung“ – LT-Artikel vom 25.02.2017, Seite 10 (als PDF-Download)

 

Mit acht Gruppen nehmen die Franziskaner in diesem Jahr am Regionalentscheid Weser-Ems teil. Damit zählen sie zu den am stärksten vertretenen Schulen, die aus dem gesamten Weser-Ems-Gebiet vertreten sind. Aber nicht nur die Quantität weiß zu überzeugen. Der Besucher kann sich in den Berufsbildenden Schulen in Lingen einen Eindruck verschaffen, wie vielfältig und intensiv die Nachwuchsforscher ihre einzelnen Forschungen betrieben haben.

Kreative Zukunftsgestaltung 10 - Das Team
Eine erfolgreiche Truppe, die ganz viel Spaß gemacht hat, mit ihrer Lehrerin Katharina Cordes

 

Die Schüler unserer Schule präsentieren sich von einer tollen und abwechslungsreichen Seite:

Kreative Zukunftsgestaltung 01 - Harriet und Ariana
Katzenfreunde der besonderen Art: Harriet und Ariana
Harriet Blockhaus und Ariana Jochim haben sich mit der Frage beschäftigt, auf welche Mäuse Katzen wohl am meisten stehen. Selbst gebastelte Wollmäuse unterschiedlicher Farbe wurden den Katzen vorgesetzt. Dann wurde die Reaktion abgewartet. Das Ergebnis: Katzen stehen nicht auf rot. Sie bevorzugen die dunkelgrünen und schwarzen Stofftiere.
Jannis Wiens und Max Pricker geht es um die Vergänglichkeit von Schnittblumen. Wird dem Wasser Zucker beigefügt, halten sich Blumen länger als in unbehandeltem Wasser. Jedoch noch besser ist es, dem Wasser die vom Floristen empfohlene Mischung beizugeben.

Kreative Zukunftsgestaltung 02 - Jannis und Max
Mit Max und Jannis halten sich Schnittblumen länger: Die Sache mit dem grünen Tee

Kreative Zukunftsgestaltung 03 - Pia und Linera
Pias und Lineras Textmarker der besonderen Art: Regenbogenfarben
Ganz neuartige Textmarker haben Pia Herbers und Linera Zeleznov entwickelt. Ihr im Wettbewerb vorgestelltes Vorgehen ermöglicht es, die Textmarker zu einem mehrfarbigen Textmarker zu machen.
Annika Bauch, Nele Egbers und Maja Herbers stehen auf Nagellack. Auf jeden Fall muss der Besucher den Eindruck haben. Mit viel Akribie wurden für den Wettbewerb Unterschiede zwischen chemischen und biologischen Nagellack herausgearbeitet. Und wer sie bei ihrem Stand auf seinen Fingernägeln auftragen möchte – kein Problem.

Kreative Zukunftsgestaltung 04 - Annika, Nele und Maja
Fingernagellack auf die Probe gestellt: Annika, Nele und Maja überzeugen die Jury

Kreative Zukunftsgestaltung 05 - Joseph, Sebastian und Henrik
Bei Hausaufgaben kein Smartphone: Die Erkenntnis von Joseph, Sebastian und Henrik
Die Lebenswelt von Jugendlichen wird von Joseph Budden, Sebastian Krämer und Henrik Pollmann in besonderer Weise aufgegriffen. Wie sehr ist ein Schüler durch die Nutzung eines Smartphones bei der Bearbeitung von z.B. Hausaufgaben abgelenkt? Ihre Untersuchungen geben eine klare Ansage: Bei den Hausaufgaben Hände weg vom Smartphone!
Tom Fangmeyer und Felix Poker geht es um das Wohlbefinden von Blumen – in ihrem Fall von Alpenveilchen. Und was tut ihnen gut? Ihre Ergebnisse zeigen: Es ist grüner Tee, mit dem man die Alpenveilchen am besten gießen sollte.

Kreative Zukunftsgestaltung 06 - Tom und Felix
Tom und Felix: Wann fühlen sich Alpenveilchen wohl?

Kreative Zukunftsgestaltung 08 - Christian
Schon erste Anfragen aus der Wirtschaft: Christian und sein Reinigungsgerät
Christian Merz ist ein Überzeugungstäter. Zum wiederholten Mal nimmt er am Wettbewerb teil. Da spielt es keine Rolle, dass er das Abitur am Franziskusgymnasium schon längst in der Tasche hat. Als Ehemaliger stellt er den Besuchern ein Reinigungsgerät für Baustellenwerkzeuge vor. Toll, dass schon erste Vertreter aus der Baubranche ihr Interesse bekundet haben.

Kreative Zukunftsgestaltung 07 - Rahel
Wenn Hunde und Katzen Durst haben: Rahel schaut genau hin.

Kreative Zukunftsgestaltung 07 - Rahels Maschine
Hierfür gibt einen Sonderpreis für Kreativität: Rahels Zungenschlagmaschine
Wie trinken Hunde und Katzen? Welch ein Druck üben die Tiere bei ihrem Zungenschlag aus und wie viel an Flüssigkeit nehmen sie dabei jeweils auf? Rahel Bocklage belegt ihre Ergebnisse mit exakten mathematischen Berechnungen, die sie an einem selbst konstruierten Gerät anstellt. Ihr Ergebnis: Hunde setzen beim Trinken auf Kraft, Katzen machen beim Trinken Schluckpausen.

 

Natürlich gilt: Dabeisein ist alles! Aber wenn dann noch so viele tolle Platzierungen dabei herauskommen, freut es sich noch ein wenig mehr. Und die Freude ist groß: Gleich drei Mal wird Schülern vom Franziskusgymnasium der 1. Preis zuerkannt. Dies ist insofern beachtlich, als nur insgesamt vier Mal ein 1. Preis ausgesprochen wird. Rahel Bocklage gelingt der 1. Preis für ihre Zungenschlaguntersuchungen. Rahel erhält darüber hinaus noch eine ganz besondere Anerkennung. Sie erhält für ihre selbst erstellten Modelle einen Sonderpreis für Kreativität. Maja, Annika und Neles Untersuchungen zum Nagellack wissen die Jury ebenso zu überzeugen, genauso wie Christians Reinigungsgerät. Platz 1 ist auch für sie der verdiente Lohn.

Sichtlich stolz sind auch die beiden betreuenden Lehrkräfte unserer Schule. Für Katharina Cordes ist es das erste Mal, dass von ihr betreute Schüler einen 1. Preis erhalten. „Es freut mich sehr. Mit dem 1. Preis habe ich nicht gerechnet. Alle Gruppen haben sich hier toll präsentiert.“ Ein alter Hase in Sachen Jugend forscht ist Christoph Tondera. „Schon klasse, was wir heute hier an Preisen eingeheimst haben. Schön, dass heute die engagierte Arbeit der Schüler belohnt wird.“

Kreative Zukunftsgestaltung 09 - Katharina Cordces und Christof Tondera
Happy und auch ein wenig stolz: Katharina Cordes und Christoph Tondera

Auch der 1. Kreisrat Martin Gerenkamp findet anerkennende Worte: „Das Franziskusgymnasium war in diesem Jahr ganz stark vertreten – in Sachen Quantität, aber auch in Sachen Qualität.“

Am Ende der Preisverleihung werden die Einladungen zur nächsten Runde ausgesprochen. Rahel Bocklage und Christian Merz freuen sich auf das Landesfinale in Clausthal Zellerfeld. Für Maja Herbers, Annika Bauch und Nele Egbers geht’s Mitte März nach Oldenburg. Hier geht es in die nächste Runde von „Schüler experimentieren“. Das Franziskus drückt allen die Daumen. Und für unsere nicht preisgekrönten Jungforscher gilt: Hoffentlich auf ein Neues im nächsten Jahr. Vielleicht klappt‘s dann mit einem Podestplatz.