Melanie Bonnekessel leitet Labor bei BASF

Vor zwanzig Jahren, im Spätsommer 1994, haben Melanie Bonnekessel, Anne Fickers und Vanessa Metten (alle Abitur 1997) im Rahmen eines Jugend forscht-Projekts ihre zwei Jahre dauernde Forschungsarbeit an Hochtemperatursupraleitern am Franziskusgymnasium begonnen.

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Anne Fickers, Melanie Bonnekessel und Vanessa Metten an ihren Stand während des Bundesentscheids in Frankfurt im Mai 1996.

Anne, Melanie und Verena 02
Die Suche nach einer Lösung. Anne Fickers, Melanie Bonnekessel und Vanessa Metten beim Forschen 1995.
Fotos: Tondera

SupraSchwebe
Supra oder nicht Supra? Erfolgreicher Schwebetest mit einem Hochtemperatursupraleiter bei einer Temperatur von etwa minus 200°C.

 

Die Schülerinnen wurden von ihrem Physiklehrer Christof Tondera betreut. Ihre Forschungsarbeit war sehr erfolgreich: Beim Landesentscheid in Clausthal-Zellerfeld 1995 belegten die drei Jungforscherinnen mit ihrer Arbeit “Methoden zur Untersuchung SE- substituierter Hochtemperatur-Supraleiter” den 2. Platz im Fachgebiet Physik und erhielten zusätzlich den Sonderpreis des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall für eine hervorragende technikorientierte Arbeit. Mit einer inhaltlich und experimentell erweiterten Arbeit erzielten sie 1996 den Landessieg und belegten anschließend den 4. Platz beim Bundesentscheid in Frankfurt im Fachgebiet Physik.
Melanie Bonnekessel wurde aufgrund ihres herausragenden Abiturzeugnisses und der erfolgreichen Teilnahme an Jugend forscht-Wettbewerben im Jahr 1997 in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen.
Die nachfolgenden Beiträge schildern den wissenschaftlichen Werdegang von Melanie Bonnekessel. Dabei kommt zum Ausdruck, wie die „Jugend forscht“-Erfahrungen ihre wissenschaftliche Laufbahn beeinflusst haben. Der erste Beitrag ist in der „Lingener Tagespost“ und in der „Die Wirtschaft“ (NOZ) erschienen. An einigen Stellen ist er gekürzt. Der zweite Beitrag ist ein Interview, das Melanie Bonnekessel der Stiftung „Jugend forscht“ gegeben hat. (Christof Tondera)

 

Melanie Bonnekessel leitet Labor bei BASF

LIngenerin ist Spezialistin für “Weiße Biotechnologie” – Siegerin bei “Jugend forscht”

(Rainer Lahmann-Lammert in der Lingener Tagespost vom 07.11.2014, Seite 20)

Lingen. „Enzyme tunen“, das lässt sich kaum mit einer typischen Handbewegung darstellen. Aber für Melanie Bonnekessel ist es der Alltag. Die gebürtige Lingenerin leitet bei der BASF SE in Ludwigshafen ein dreiköpfiges Laborteam mit dem Schwerpunkt Forschung und Entwicklung „Weiße Biotechnologie“. Den Anfang ihrer Wissenschaftlerkarriere markieren zwei Wettbewerbe bei „Jugend forscht“.
„White Biotech“ gilt bei BASF als Zukunftstechnologie. Ziel ist es, mit einem geringeren Aufwand an Energie und Ressourcen neue Produkte herzustellen – etwa für die Medizin, den Pflanzenschutz, die Kosmetik und die Ernährung. Dabei entwickelt das Team von Melanie Bonnekessel sowohl biotechnologische als auch chemische Herstellungsverfahren.

Melanie Bonnekessel im Labor bei BASF
Melanie Bonnekessel im Labor bei BASF (Foto: BASF)

Derzeit ist es ihre Aufgabe, ein Pflanzenschutz-Zwischenprodukt in großen Mengen effizient und schnell in die Produktion zu bringen. Weil die Nachfrage hoch und der Zeitdruck groß ist, soll es in einer bestehenden Anlage produziert werden. Melanie Bonnekessel erzählt begeistert von ihrer interdisziplinären Zusammenarbeit mit Ingenieuren und Biologen, nicht selten in den USA oder Japan. Ihre Begeisterung an der Forschung, […] hat sie im Unterricht bei ihrem Physiklehrer Christof Tondera entdeckt. Er war es auch, der […] sie anspornte, bei „Jugend forscht“ mitzumachen. 1995 kam sie gemeinsam mit zwei Mitschülerinnen im Landeswettbewerb auf den 2. Platz für Physik, ein Jahr später sogar auf Platz 1. Dabei nahm sie sich nichts Geringeres vor, als Supraleiter zu untersuchen, Materialien, die den elektrischen Strom bei extrem tiefen Temperaturen verlustfrei leiten.
Studiert hat sie dann Physik und Chemie, sie schrieb ihre Doktorarbeit am Max-Planck-Institut Mülheim über „Eisen-katalysierte Kreuzkupplungen“, forschte eine Zeit lang in den USA – und kehrte doch nach Deutschland zurück. Die oftmals beschworene Gefahr vom „Brain Drain“, dem Abwandern talentierter Wissenschaftler ins Ausland, sieht sie nicht. […]
Die 36-Jährige […] reist gern und liest viel. Als Forscherin ist sie überzeugt, dass ein naturwissenschaftliches Studium für alle Lebenslagen nützlich ist: Lernen zu analysieren, ein Problem an der Wurzel anzupacken und lösungsorientiert zu arbeiten, bringe einen Menschen immer weiter.

 

Ein längeres Interview hat Melanie Bonnekessel der Stiftung Jugend forscht gegeben. Der Inhalt des Interviews ist nachfolgend wiedergegeben.

 

Melanie Bonnekessel – ein Forscherleben zwischen Deutschland und den USA

(Jugend forscht Alumni News | Juni 2009)

Die Jugend forscht Preisträgerin Dr. Melanie Bonnekessel (31) ist trotz einer noch jungen Karriere als Wissenschaftlerin in der Welt der Forschung schon weit herumgekommen: Ihr Studium absolvierte sie in Aachen, die Diplomarbeit folgte in Berkeley, für die Doktorarbeit ging es zurück nach Deutschland nach Mülheim/Ruhr, ihre Postdoc-Zeit verbrachte sie am MIT in Boston und aktuell forscht sie bei BASF SE in Ludwigshafen.
Im Interview mit Jugend forscht Alumni News berichtet die Forscherin von dem wichtigen Einfluss, den Jugend forscht auf ihre Karriere hatte, von ihren persönlichen Erfahrungen in Deutschland und den USA und vom Braindrain, der den deutschen Arbeitsmarkt bedroht.

Alumni News: Sie haben ja bereits eine abwechslungsreiche wissenschaftliche Karriere hinter sich. Wann wurde Ihr Interesse für Naturwissenschaften und das Forschen geweckt? Hat Jugend forscht hier eine Rolle gespielt?
Melanie Bonnekessel: Mein Interesse an Naturwissenschaften und am Forschen entwickelte sich im Laufe der Schulzeit. Ein spannender naturwissenschaftlicher Unterricht in Chemie und Physik hat erheblich dazu beigetragen. Jugend forscht könnte man quasi als Initialzündung für mein Studium der Chemie bezeichnen. In unserer Jugend forscht Zeit habe ich gelernt, was wissenschaftliches Forschen bedeutet. Man benötigt Ausdauer und Geduld sowie eine gute Portion Kreativität und Improvisationstalent. Belohnt wird man dafür mit spannenden wissenschaftlichen Ergebnissen. Insbesondere im Hinblick auf das Studium war auch die Präsentation des Projekts im Dialog mit den Juroren und den Besuchern eine überaus wertvolle Erfahrung.

Alumni News: Bei ihrer zweiten Teilnahme bei Jugend forscht 1996 wurden Sie gemeinsam mit zwei Forscherkolleginnen mit dem 4. Preis im Fachgebiet Physik ausgezeichnet. Sie beschäftigten sich damals mit „Methoden zur Untersuchung SE-substituierter Hochtemperatursupraleiter“. Wie kam es dazu, dass Sie sich am Wettbewerb beteiligten und was genau verbirgt sich hinter dem Thema?
Melanie Bonnekessel: Wir sind durch unseren Physiklehrer auf Jugend forscht aufmerksam geworden. Eines Tages fragte er in die Runde unseres Physikkurses, ob jemand Interesse hätte, sich an einem Jugend forscht Projekt zu beteiligen. Meine beiden Schulkameradinnen und ich waren spontan dabei. Wir vertieften uns mit Enthusiasmus in das Thema „Hochtemperatursupraleiter“, wobei wir auf die Arbeiten der Jufo-Vorgänger an unserer Schule aufbauen konnten. Supraleiter sind elektrische Leiter, die Strom ohne Energieverluste leiten. Beim Unterschreiten einer extrem tiefen Temperatur, der sogenannten Übergangstemperatur, verliert das Material sprunghaft seinen elektrischen Widerstand. Einsatz finden die Stoffe heute beispielsweise bereits in der Medizin in Kernspintomografen. Für unser Projekt synthetisierten wir zunächst die supraleitenden Verbindungen und entwickelten dann eine zuverlässige Methode zur Bestimmung der Übergangstemperatur beim Abkühlen und Aufwärmen der Probe. Zudem tüftelten wir an weiteren Aufbauten zur Bestimmung zusätzlicher kritischer Parameter für den supraleitenden Zustand unserer Verbindungen.

Alumni News: Haben Sie noch Kontakt zu Ihren beiden Forscherkolleginnen Anne Fickers und Vanessa Metten?
Melanie Bonnekessel: Zum 10-jährigen Jubiläum unserer Jugend forscht Teilnahme haben wir uns mit unserem ehemaligen Physiklehrer und Jugend forscht Mentor getroffen. Durch die Jugend forscht Perspektiv Foren haben sich zudem einige langjährige Freundschaften entwickelt. Und wie es der Zufall wollte, hat es uns aus beruflichen Gründen allesamt in den süddeutschen Raum verschlagen.

Alumni News: Nach dem Abitur sind Sie nach Aachen gegangen, um Chemie und Physik zu studieren. Für die Diplomarbeit ging es dann an die renommierte University of California in Berkeley. Wie kam es dazu?
Melanie Bonnekessel: Aufgrund meiner Platzierung beim Bundeswettbewerb wurde ich bei der Studienstiftung des deutschen Volkes für ein Stipendium vorgeschlagen und dann tatsächlich auch ausgewählt. Über die Studienstiftung habe ich mich anschließend für ein Stipendium der Dr. Jürgen-Ulderup-Stiftung beworben. Durch ihre finanzielle Unterstützung wurde mir meine Diplomarbeit in Berkeley möglich gemacht. Berkeley war für mich eine wertvolle Station während meines Studiums. Die Universität ist ein optimaler Ort für Forscher.

Alumni News: Sie haben ja nun den direkten Vergleich: Sind die Studienbedingungen in den USA eigentlich wirklich besser als in Deutschland?
Melanie Bonnekessel: Ich denke, dass beide Länder ihre Vor- und Nachteile haben. Die USA haben einige ausgewählte Universitäten, an denen Spitzenforscher in einer entsprechend geförderten positiven Umgebung kreative Ideen in die Tat umsetzen können. Der „Yes we can“-Spirit steht den Amerikanern gut zu Gesicht. Die Europäer brauchen sich jedoch keineswegs hinter den USA zu verstecken. Auch hier wird viel in das „Zukunftsprojekt Bildung“ investiert. Vor allem gibt es bei uns einen freien Zugang zu den Hochschulen, der nicht durch extrem hohe Studiengebühren beschränkt ist. Unsere universitäre Ausbildung, so wie ich sie kennengelernt habe, ist sehr breit angelegt und lässt ausreichend Raum für Freiheit und Kreativität. Deutschland war und ist ein attraktiver Standort für eine solide und effiziente Ausbildung.

Alumni News: Nach dem Studium ging es dann für Sie zunächst zurück nach Deutschland zum Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim/Ruhr, wo Sie Ihre Doktorarbeit zum Thema „Eisen-katalysierte Kreuzkupplungen und Totalsynthese von Myxovirescin A1“ geschrieben haben. Warum zog es Sie wieder zurück in die Heimat?
Melanie Bonnekessel: Für mich stand der Entschluss fest, meine Promotion in Deutschland zu machen. Zum einen aus praktischen Gründen: Ein Ph.D. in den USA dauert fünf Jahre im Vergleich zu weitaus attraktiveren drei Jahren Doktorarbeit in Deutschland. Zum anderen sind die Max-Planck-Institute international bekannt für ihre exzellenten Forschungsbedingungen, die ich gerne kennenlernen wollte. In der Tat hatte ich das Glück, am MPI in Mülheim/Ruhr sehr selbstständig und frei promovieren zu dürfen. Zudem stand mir dort eine hervorragende Infrastruktur zur Verfügung. In besonders guter Erinnerung ist mir die kameradschaftliche Atmosphäre unter uns Studenten und Postdocs aus allen Teilen der Welt geblieben.

Alumni News: Offenbar hat Sie die USA aber doch noch nicht ganz losgelassen: Nach der Doktorarbeit ging es für Sie wieder in die USA, nämlich nach Boston, an das Massachusetts Institute of Technology (MIT), eine der weltweit führenden Universitäten. Warum fiel die Entscheidung gegen eine Fortsetzung Ihrer Arbeit in Deutschland?
Melanie Bonnekessel: Ich würde nicht behaupten wollen, dass es eine Entscheidung „gegen“ Deutschland war. Ich war auf der Suche nach einer interdisziplinären Arbeitsgruppe und wollte mehr über das Thema Biochemie lernen. Wie es der Zufall wollte, war ich durch einen potenziellen Habilitanden meines Chefs am Max-Planck-Institut auf die Arbeitsgruppe am MIT aufmerksam geworden, die sich auf dem Gebiet der Entwicklung von „Chemical Tools“ zur Aufklärung von biologischen Zusammenhängen auszeichnete. So ergab sich meine Bewerbung am MIT.

Alumni News: Wie erlebten Sie die Arbeit am MIT und wie lebte es sich als Deutsche in den USA?
Melanie Bonnekessel: Meine Erwartungen an eine Spitzeninstitution in den USA wurden insbesondere in Bezug auf die instrumentelle Ausstattung und den wissenschaftlichen Service nur teilweise erfüllt. Das liegt sicherlich auch daran, dass ich am Max-Planck-Institut „verwöhnt“ wurde. Meine Einschätzung ist aber bestimmt kein Einzelfall. Allerdings erlernt man so das Improvisieren. Zudem war die wissenschaftliche Arbeit und der Austausch mit den Kollegen am MIT sehr lehrreich für mich. Boston selbst hat mir besonders aufgrund des europäischen Charakters gefallen. Auch in Kalifornien habe ich mich schnell eingewöhnt. Die Westküstler habe ich als sehr liberal und aufgeschlossen erlebt. Ich habe sehr gerne in den USA gelebt und erinnere mich mit Freude an die Zeit zurück, in der internationale Freudschaften entstanden.

Alumni News: Um ihren bisherigen Werdegang nun zu komplettieren: Seit Herbst 2008 sind Sie wieder in der Heimat, genauer gesagt bei BASF SE in Ludwigshafen. Hat sich Ihr Blick auf Deutschland durch die Zeit in den USA verändert?
Melanie Bonnekessel: Meine Aufenthalte in den USA haben mir sehr gefallen, ich habe viel über Land und Leute gelernt und mich mit internationalen Kollegen austauschen können. Man beginnt zu vergleichen und weiß vielleicht manche Dinge in Deutschland mehr zu würdigen, manch andere würde man lieber ändern wollen. Hier zeichnet man sich durch Effektivität und Bodenständigkeit aus – und auch das Häuserbauen ist im direkten Vergleich eine wahre Stärke. In den USA hingegen sind mir der amerikanische Grundoptimismus, die Freundlichkeit und der „can do spirit“ sehr positiv aufgefallen. Ich bin zurückgekehrt, wie übrigens viele meiner Kollegen aus Boston, in die Heimat zu Familie und Freunden.

Alumni News: Womit beschäftigen Sie sich bei BASF derzeit? Hat das Thema noch etwas mit Ihrer Jugend forscht Arbeit von 1996 zu tun?
Melanie Bonnekessel: Derzeit arbeite ich bei der BASF SE als Research Scientist auf dem Gebiet der Biokatalyse. Wir entwickeln optisch aktive Zwischenprodukte unter Zuhilfenahme von Enzymen als Katalysatoren. Diese finden vor allem in Pharmawirkstoffen Anwendung. Unser Motto lautet dabei „Biologie und Chemie Hand in Hand“. Die Parallele zu unserem Jugend forscht Projekt ergibt sich dabei in der Interdisziplinarität des Arbeitsgebietes.

Alumni News: Deutschland wird derzeit massiv vom sogenannten Braindrain bedroht: überproportional viele Hochqualifizierte verlassen Deutschland und arbeiten im Ausland, insbesondere in den USA. Was muss getan werden, um den deutschen Wissenschaftsstandort für hochqualifizierte Fachkräfte wie Sie attraktiver zu machen?
Melanie Bonnekessel: Wenn das Geld eine Rolle spielt, werden die hochqualifizierten Fachkräfte von den hohen Steuern hier in Deutschland sicherlich abgeschreckt. Die Verdienstmöglichkeiten sind in den USA weitaus höher. Minuspunkte dagegen sammeln die USA bei Urlaub und Gesundheitssystem. Man sollte in jedem Fall die Leistungsträger in Deutschland stärker zu würdigen wissen! Erste Tendenzen in diese Richtung sind an deutschen Universitäten aber mittlerweile erkennbar: Man bemüht sich verstärkt um den Nachwuchs und auch europäische Firmen zeigen Präsenz im Wettbewerb um die Forscher. So wird etwa am MIT eine alljährliche European Career Fair organisert, die mich auch zur BASF SE als attraktivem Arbeitgeber geführt hat.

Alumni News: Mit ihrer Rückkehr nach Deutschland haben Sie dem Braindrain ja erfolgreich entgegengewirkt. Könnten Sie sich vorstellen, dass sich der Braindrain infolge der Finanzkrise zu einem Braingain, also zu einem Zulauf von hochqualifizierten Fachkräften, umkehrt?
Melanie Bonnekessel: Ich denke, dass die Finanzkrise Deutschland nicht ausnimmt, und es sich zeigen wird, wie wir aufgestellt sind. Man sollte die Krise in jedem Fall als Chance begreifen und für weitere Investitionen in unser größtes Potenzial, Bildung und Forschung, nutzen.

Alumni News: Was würden Sie aktuellen Jugend forscht Teilnehmern im Rückblick auf Ihre bisherige Laufbahn raten: Sollten Sie ihre Karriere in Deutschland oder im Ausland planen?
Melanie Bonnekessel: Ich bin kein großer Freund des Begriffs „Karriereplanung“. Man sollte mit offenen Augen bei der Sache sein und Freude bei seiner Tätigkeit haben – unabhängig von Ort und Zeit. Dann wird ein jeder seinen Weg finden. Dabei ist es von Bedeutung, dass einem bei der heutigen Fülle von Angeboten gute, erfahrene Ratgeber zur Seite stehen. Ein Auslandsaufenthalt wird den persönlichen Horizont sicherlich erweitern.

Alumni News: Was wünschen Sie sich für Ihre berufliche Zukunft: USA oder Deutschland?
Melanie Bonnekessel: Meine Zukunft sehe ich dort, wo ich mich in entsprechendem Umfeld beruflich verwirklichen und entwickeln kann. Dies ist in meiner Heimat Deutschland bei der BASF möglich.

Alumni News: Liebe Frau Bonnekessel, wir danken Ihnen für das Gespräch.