Mehr als 100 Schüler lernen in den Ferien weiter

14. Schülerakademie im Ludwig-Windthorst-Haus mit Workshops und Exkursionen

Lingen. Unterricht einmal anders und dabei eventuell schon Bausteine für die Zukunft legen: Die 14. Schülerakademie der Gymnasien des Emslandes und der Grafschaft Bentheim im Ludwig-Windthorst-Haus (LWH) in Lingen findet heute ihren Abschluss. Insgesamt beteiligten sich mehr als 100 Schüler an der Projektwoche.

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Beim Unternehmen Rosen führte Jörn Wunderlich Teilnehmer der Schülerakademie durch den Betrieb. Foto: Lehbrink

Ferienzeit bedeutet für viele ausschlafen und faulenzen. Mehr als 100 Gymnasiasten füllten ihre Freizeit jedoch mit Wissen bei der Schülerakademie. Auf dem Programm standen dabei Workshops, die nicht etwa nur Theorie, sondern den 14 bis 19-Jährigen Schülern auch die Praxis vermittelten. Sei es „Interkulturelle Kompetenz“ oder das Thema „Japan Now!“, wobei die Teilnehmer in die Kultur Japans hineinschnuppern und ihr eigenes Sushi rollen konnten. Erstmalig dabei: der Workshop zum Thema Theaterwissenschaft. Hier wurde die Geschichte und Funktion des Theaters in Deutschland genauer beleuchtet sowie Aufführungen analysiert.

Um den Gymnasiasten einen Eindruck von der Arbeitswelt geben zu können, gehörten zu der Schülerakademie Exkursionen in große Betriebe. Begleitet von Ilse Beneke, Lehrkraft am Gymnasium Georgianum, ging es für einige der Teilnehmer in das Lingener Unternehmen Rosen, wo sie Jessica Cordes und der Leiter der Unternehmenskommunikation, Jörn Wunderlich, erwarteten. „Uns ist es wichtig, dass wir früh und intensiv mit jungen Leuten zu tun haben“, betonte Wunderlich. Nicht zum ersten Mal fand eine Exkursion der Projektwoche bei Rosen statt, weshalb Wunderlich aus Erfahrung versicherte: „Auch wenn es anstrengend ist, werdet ihr diese Woche nicht vergessen.“

Bei einer Führung konnten die Jugendlichen einen Blick hinter die Kulissen werfen. Was genau ist ein Molch, und wie sieht er in der Realität aus? Welche Aufgaben hat dieses mechanische Gerät, welches Wunderlich immer wieder gerne mit ausgeklügelter Raketenwissenschaft verglich? Fakten, welche die jungen Teilnehmer sehr interessierten, denn während des Rundgangs kamen immer wieder Fragen auf.

Einer der Schüler war Justus Kösters vom Lingener Franziskusgymnasium. Ihm sei von einem Lehrer nahegelegt worden, sich für die Akademie anzumelden. „Entschieden wurde aber nach Notendurchschnitt“, sagte der 17-Jährige. Für das Exkursionsziel konnte man sich frei entscheiden. „Ich habe mich für Rosen entschieden, weil ich schon vorher einmal mit dem Unternehmen in der Schule zu tun hatte und auch Mitglieder aus meinem Sportverein dort arbeiten“, erklärte Kösters.