Kleine Rechen-Asse suchen Lösungen

Landesrunde der Mathe-Olympiade für Grundschüler im Lingener Franziskusgymnasium

Landesrunde der Mathe-Olympiade für Grundschüler
Knifflige Aufgaben mussten die Grundschüler bei der Landesrunde der Mathe-Olympiade lösen. Foto: André Partmann

 

Lorbeerkränze gab es zwar keine, dafür aber zahlreiche Medaillen und viele lobende Worte: 180 Grundschüler aus dem Emsland haben ihre mathematischen Fähigkeiten bei der Landesrunde der Deutschen Mathematik-Olympiade (DMO) unter Beweis gestellt.

Lingen. Das Franziskusgymnasium diente den Rechen-Assen der dritten und vierten Klasse als Austragungsstätte der Mathematikspiele.

In 22 Grundschulen hatten sich die kleinen Mathematiker für die Endrunde im südlichen Emsland qualifiziert. Bereits in den zwei Vorrunden warteten einige knifflige Aufgaben auf die Schüler: Sie mussten zunächst Aufgaben in einer Hausarbeit und dann in einer schulinternen Runde lösen, um sich für die Landesrunde zu qualifizieren.

Beim großen Finale der Mathematik-Olympiade am Freitagnachmittag wurde das Niveau der Aufgaben nochmals deutlich angehoben. „Die Aufgaben sind für Schüler solchen Alters sehr knifflig“, kündigte Franciskus van den Berghe, Organisator der DMO-Landesrunde und Lehrer für Mathematik am Franziskusgymnasium, bereits bei der Begrüßung im Schulforum an. Auf den Prüfungsbögen stehen nicht die typischen Grundschulaufgaben, führte der Pädagoge aus und fügte für die mitgereisten Eltern hinzu: „Sogar Erwachsene würden an ihre Grenzen stoßen.“

Anderthalb Stunden hatten die 180 Grundschüler Zeit, um die einzelnen Aufgaben zu lösen. Die Schüler der dritten und vierten Klasse bekamen dabei unterschiedliche Aufgaben zugeteilt. Maximal konnten dabei 37 Punkte erreicht werden. Um zu gewährleisten, dass sich die Schüler in ihrer ungewohnten Umgebung zurechtfanden und nicht voneinander abschrieben, kümmerten sich einige Betreuer um sie. Um die spätere Korrektur der Prüfungsbögen kümmerten sich angehende Abiturienten aus der Mathe-AG des Franziskusgymnasiums. Nur wenn Begründung, Lösungsweg und Ergebnis gestimmt haben, konnten die Korrektoren Punkte vergeben.

Im Klassenraum herrschte während der Prüfungen gespenstische Stille: Immer wieder grübelten die Grundschüler über die gestellten Aufgaben, nahmen ihre Finger zum Rechnen zur Hilfe, überprüften und korrigierten Ergebnisse. Bei Verständnisfragen sprangen die anwesenden Betreuer unterstützend zur Seite. Eine der Aufgaben für Schüler der vierten Klasse: „Wie groß sind die Kinder? Johannes ist sieben Zentimeter größer als Simon. Zusammen sind Johannes und Simon zwei Meter und 99 Zentimeter groß. Lisa ist zwei Zentimeter kleiner als Merle und ein Zentimeter größer als Johannes.“

Während sich die Grundschüler in den Klassenräumen über die Aufgaben den Kopf zerbrachen, fieberten die Eltern in der Cafeteria mit. Bei der anschließenden Siegerehrung gab es für die erfolgreichen Mathematik-Olympioniken Medaillen in Gold, Silber und Bronze sowie Urkunden.

 

Ergebnisse

Die besten Ergebnisse in der Schulwertung erzielten Schüler der Grundschule Schepsdorf. Die Grundschule Andervenne und die Overbergschule belegten die Plätze zwei und drei.

Die meisten Punkte in der Einzelwertung unter den Schülern der dritten Klasse erzielten Levin Schneider (Grundschule Altenlingen), Jonas Hörtemüller (Grundschule Holthausen) und Sebastian Bonhoff (Grundschule Darme).

Unter den Viertklässlern schnitten Anna Arens (Joseph-Tiesmeyer-Schule Emsbüren), Liam Großmann (Overbergschule), Jooris Bojer (Grundschule Schepsdorf), Julian Schulte (Grundschule Clusorth-Bramhar) und Lasse Kamlage (Grundschule Schepsdorf) am besten ab.