Interesse für Technik wecken

Haselünner Firma spendet für Informatikunterricht

Kooperation mit der Firma Esders
Den Aufbau eines Raspberry Pi’s und die Verbindung mit einem Computerlaufwerk erklärt Jana Wolters, Elftklässlerin am Lingener Franziskusgymnasium. Foto: Firma Esders

pm Haselünne. Um der wachsenden Bedeutung von Informatik für Wissenschaft und Wirtschaft Rechnung zu tragen, unterstützt die Firma Esders aus Haselünne das Franziskusgymnasium in Lingen: Sie stellt 16 Einplatinencomputer, sogenannte „Raspberry Pi’s“, für den Informatikunterricht zur Verfügung.
Das Unternehmen Esders entwickelt Messgeräte, Software und Systemlösungen für den Gas-, Wasser- und Abwasserbereich und arbeitet dabei selbst mit den Platinen, da es laut einer Pressemitteilung „viel Wert auf moderne technische Ausrüstung legt“. „In unserem Unternehmen lässt sich feststellen, dass der Einsatz innovativer Technik auch einen positiven Einfluss auf die Mitarbeitermotivation hat“, beschreibt der stellvertretende Geschäftsführer Hubert Penniggers seine Beobachtungen.
Dieser Effekt sei auch bei den Schülern des Franziskusgymnasiums vorhanden, die seit einigen Wochen im Informatikunterricht mit den neuen Platinen arbeiten dürfen. Neben der engagierten Mitarbeit in der Schule dürfen die Schüler die Geräte auch mit nach Hause nehmen, wo sie die Arbeit an ihren Programmierungen fortsetzen.
„Den Schülern wird durch die Mini-Computer der Erwerb von Programmier- und Hardwarekenntnissen erleichtert“, freut sich Informatiklehrer Franciskus van den Berghe. Die Arbeitsgruppe von Jana Wolters hat sich für dieses Schuljahr das Ziel gesetzt, ein „Smart-Home“ zu programmieren. „Mithilfe der Raspberry Pi’s wollen wir eine elektronische, temperaturabhängige Steuerung der Jalousien erreichen“, erklärt die 16-Jährige. Durch die eigenständige Arbeit in Kleingruppen soll nicht nur die fachliche Kompetenz der Schüler, sondern auch ihre Kreativität und Teamfähigkeit gefördert werden. „Diese positiven Lerneffekte wären in dieser Form ohne die Unterstützung der Firma Esders unmöglich gewesen“, sagt der stellvertretende Schulleiter Karl-Heinz Ossing.
Dem schließt sich Mechtild Weßling an: „Wir unterstützen gerne jede Form der Kooperation und stellen die notwendigen Kontakte her“, so die Projektleiterin beim Wirtschaftsverband Emsland für die Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen. „Mit unserem Projekt Lernpartnerschaften führen wir Schulen und Unternehmen im Emsland zusammen, um bei jungen Menschen gerade auch Begeisterung für technische Berufe zu wecken, ihnen eine sinnvolle Orientierung bei der Berufswahl zu ermöglichen und Unternehmen die Chance zu geben, sich als Arbeitgeber der Zukunft bei den Fachkräften von morgen vorzustellen.“