Grundschüler klettern zum Mathe-Olymp – Landessieger wird ermittelt

Lingen. Freude und Verzweiflung haben am Freitagnachmittag im Lingener Franziskusgymnasium ganz nah beieinandergelegen.

Mathematik-Olympiade der Grundschulen 01
Bis die Köpfe rauchen: Vor der Siegerehrung stand die Lösung der gestellten Aufgaben für die Grundschüler bei der Mathe-Olympiade im Franziskusgymnasium. (Fotos: Partmann, privat)
Mathematik-Olympiade der Grundschulen 02
Siegerehrung: Die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Heinz Tellmann, Franciskus Van den Berghe und Schulleiter Heinz-Michael Klumparendt (hinten von links).

 

94 Grundschüler aus dem Emsland haben sich hier eingefunden, um mit einer 90-minütigen Klausur den Landessieger der diesjährigen Mathematik-Olympiade zu küren. Die einzelnen Aufgaben haben es in sich: Von den Kleinen wird einiges an Wissen gefordert.

Freitagnachmittag, 15 Uhr. Obwohl fast 20 Grundschüler im Raum 113 des Franziskusgymnasiums sitzen, herrscht gespenstige Stille. Die Köpfe arbeiten auf Hochtouren, die Konzentration kann man förmlich greifen. Es läuft die dritte und letzte Runde der diesjährigen Mathematik-Olympiade für Grundschüler.

Von ursprünglich 560 Schülern, die in der Region Emsland an den Start des Wettbewerbs gegangen waren, sind gerade einmal 94 Schüler übrig geblieben. Sie haben sowohl die erste Stufe – eine Hausarbeit – als auch die zweite Stufe – eine Klausur – erfolgreich absolviert. „Schon in den vorherigen Runden waren die Anforderungen nicht ganz einfach. Zum Finale werden die Aufgaben noch kniffliger“, verrät Franciskus van den Berghe, Wettbewerbsorganisator und Lehrer am Franziskusgymnasium, im Vorfeld.

Was der Lehrer mit seinen Worten meinte, erfahren die jungen Teilnehmer dann auch schon gleich zu Beginn der Klausur: „Paul kauft zwei Bücher. Ein Buch kostet 3 Euro mehr als das andere. Er bezahlt mit einem 50-Euro-Schein und erhält 5 Euro zurück. Wie viel kosten die beiden Bücher? Begründe die Antwort.“ – Nur wenige Schüler kommen auf Anhieb auf die Lösung, einige andere nehmen ihre Finger zur Hilfe und fertigen Zwischenrechnungen an. Fällt ihnen die Lösung nicht ein, so wird die nächste Aufgabe angegangen – die Zeit ist schließlich begrenzt.

„Positive Ergebnisse“

Am Ende können insgesamt 37 Punkte aus sieben Aufgabenbereichen erreicht werden. Nach abgelaufener Prüfungszeit sammeln die einzelnen Betreuer der 14 teilnehmenden Grundschulen die Klausuren ein. Anschließend nehmen die Schüler der Mathe-AG des Franziskusgymnasiums die Korrektur vor. Die Höchstpunktzahl hat in diesem Jahr keiner der Teilnehmer erreicht, die Ergebnisse sind dennoch positiv.

In der Zwischenzeit stärken sich die Teilnehmer mit Getränken und Kuchen in der schuleigenen Cafeteria. Das Seminarfach „Sport“ hat zudem in der Turnhalle einen Geschicklichkeitsparcours angeboten.

Für die Siegerehrung ist Heinz Tellmann, Erster Bürgermeister der Stadt Lingen, in die Schule gekommen. In der Klasse 3 sicherten sich Lea Hörtemöller und Lütz Gövert den Gesamtsieg mit jeweils 26 Punkten. Sieger der Klasse 4 wurde Johannes Thiel mit 33 Punkten vor Luisa Striet und Ben Lübbers mit je 31 von 37 Gesamtpunkten. Die beste Schule wurde die Schule Beesten, gefolgt von der Grundschule Holthausen und der Grundschule Baccum. Wie es sich für erfolgreiche Olympioniken gehört, gibt es je eine Medaille.

Den Schülern hat die Teilnahme an dem Wettbewerb viel Spaß gemacht: „Am Anfang war ich ein wenig aufgeregt“, gibt Leif Windoffer von der Grundschule Andervenne zu. „Das ging aber schnell vorbei.“ Im nächsten Jahr möchte er erneut teilnehmen.

Die Bücher kosten übrigens 21 und 24 Euro.