Geschichtsunterricht der besonderen Art

Starke Betroffenheit bei den Schülerinnen und Schülern

Am 18. Oktober 2017 erlebten die Schüler der Prüfungskurse Geschichte (Jg. 11 und Jg. 12) von 09.45 – 11.15 Uhr einen Geschichtsunterricht besonderer Art. Karl-Heinz Keldungs, ehemaliger Richter am Oberlandesgericht Düsseldorf, hat sich privat stark mit der Frage auseinandergesetzt, auf welche Art und Weise die Bundesrepublik Deutschland die NS-Vergangenheit bewältigt, besser gesagt zu bewältigen versucht hat.  Dabei hat er sich als ehemaliger Richter besonders mit der Frage der Rechtsprechung in den NS-Prozessen der Nachkriegszeit beschäftigt und seine Ergebnisse in einem in Fachkreisen viel beachteten Werk „NS-Prozesse in der Nachkriegszeit“ veröffentlicht.

Im Rahmen seiner Beschäftigung mit dieser Thematik hat er zudem die Motivation entwickelt, seine Erkenntnisse auch der heutigen Schülergeneration mitzuteilen. Dies unterstützt auch sein Verleger Georg Aehling, der sich u.a. an das Franziskusgymnasium wandte und der Fachgruppe Geschichte einen entsprechenden Vortrag mit anschließender Diskussion anbot. Gerne haben wir dieses Angebot aufgegriffen, denn gerade in der heutigen Zeit mit nationalen und rechten Tendenzen ist diese ungewöhnliche, aber hochinteressante Wissensvermittlung über die Bewältigung der NS-Vergangenheit von hohem Wert für unseren Geschichtsunterricht, der ja darauf abzielt, die Jugend zu aufgeklärten, mündigen Bürgern auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Rechtsordnung zu erziehen. Die angeregte halbstündige Diskussion nach dem Vortrag demonstrierte, wie sehr die Schüler von der Thematik betroffen waren.

Einen weiteren, ausführlicheren Überblick über die Veranstaltung liefert der folgende Zeitungsbericht von Johannes Franke aus der LT vom 20. Oktober 2017 (Seite 14) – hier als PDF-Download.

 

Fotos: Johannes Franke

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