Füürdüvel, Mopsmalheur und De raptu e domo regia

Ein gelungener Theaterspaß des Franziskusgymnasiums

Als ein „trilinguales Theatererlebnis“ wurde „Mopsmalheur, Füürdüvel und De raptu e domo regia“ angekündigt. Die Idee, Hochdeutsch, Plattdüütsch und das altehrwürdige Latein in Kombination auf die Bühne des Schulforums zu bringen, ist originell und erwies sich als sehr kurzweilig. Gleich drei Theatergruppen der Schule, die Projektgruppe Theaterspellers unter der Leitung von Tobias Rohe, Angelika Roelfes´ Theater-AG  Latein und die Theater-AG Unterstufe in der Regie von Gesine Redenius-Hoppe machten den Abend zu einem dreifach erfreulichen Erlebnis.

Die Zuschauer amüsierten sich köstlich und – schließlich fand alles in einer Schule statt – sie konnten auch durch kleine Videoeinspielungen und Kurzvorträge aus dem Schatz der deutschen Literatur von Goethe bis Jandl so einiges lernen. So zum Beispiel, dass des „Pudels Kern“ aus Goethes „Faust“ doch wohl eigentlich ehr dem Mops innewohnt. Überhaupt kam das gesamte Bühnengeschehen mit einem deutlichen Augenzwinkern daher.

In einer dem Forum geschickt angepassten multifunktionalen Kulisse gaben die Darstellerinnen und Darsteller der jüngsten Jahrgänge bis hin zu frisch gebackenen Abiturienten ihr Stelldichein in bunter Szenenfolge. Wunderbar die Kostüme!

Mit herrlicher Situationskomik, fantasievollen Regieeinfällen und mitunter fein justiertem Dialogwitz spielten die Akteure in lateinischer Sprache eine Geschichte um den Raub zweier Königstöchter oder sie zelebrierten „auf Platt“ einen absurd-humorvollen Gerichtsprozess im Amtsgericht von Immendörp, in dem es einem „Füürdüvel“ an den Kragen gehen soll.

Völlig aus den Fugen gerät das Leben der Familie des Herrn Fröhlich, bei dem dessen Chef für seinen Mops Krümel um Asyl über die Osterfeiertage anfragt.  Wie Mops-Wellness, Hunde-Anti-Aging und das Mops-Workout des verwöhnten Kläffers zu einem ausgewachsenen „Mopsmalheur“ führen können, kam als klassische Verwechslungskomödie daher. Sehr schön zu beobachten, wie die jungen Akteure der Jahrgangsstufe 6 gleich in mehrere Rollen schlüpften und diese mit zum Teil großer Textfülle lebendig gestalteten.

Die leckeren Snacks in der Umbauphase nach „garantiert antik-römischen Rezepten“ verliehen dem Theatererlebnis auch eine kulinarische Note.

Schulleiter Heinz-Michael Klumparendt bedankte sich bei den verantwortlichen Kolleginnen und Kollegen und dem gesamten Team hocherfreut und anerkennend mit üppigen Blumensträußen.

Fazit: Dat was heel wat besünners!

 

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