Freudig-festliche Atmosphäre beim diesjährigen Adventskonzert

Fotos: Helge Koers, Werner Hölscher

Das traditionelle Adventskonzert des Franziskusgymnasiums Lingen in der Maria-Königin-Kirche gehört zu den Höhepunkten im Advent, und das nicht nur für die Mitwirkenden, sondern offensichtlich auch für die erwartet vielen Besucher. In kluger Voraussicht richteten die Verantwortlichen deshalb eine zweite Aufführung ein, um den Wunsch all jener zu erfüllen, die dabei sein wollten.

 

 

Unter dem Motto „Sende uns Engel“ gestalteten unter der umsichtigen und versierten Leitung von Emanuele Wellenbrock-Roters, Ralf Jost-Westendorf und Stefan Pohlmann der Unter-, Mittel- und Oberstufenchor, das Schulorchester, das Vororchester der Jüngsten und die African Drums mit Lothar Eifler einen Abend, dessen freudig-festliche Atmosphäre zu Herzen ging.

Um es vorweg zu sagen: All der gestalterischen Qualität des Abends muss großer Respekt gezollt werden. Sie verdankt sich der kontinuierlichen und engagierten Teamarbeit der drei Musiklehrer.

Immerhin 140 junge Akteure wollten unter einen Hut gebracht werden. Diese Kunst gelang vortrefflich. Unterhaltsam und kontrastierend waren die Folge der Stücke und deren musikalischer Charakter. Unterschiedlichste Chorsätze für wenige und viele Ausführende, kleine und große Ensembles in auch ganz unklassischer Zusammensetzung, Solisten, eine Trommlergruppe – geschickt ausgewählt und zusammengesetzt nach den instrumentalen und gesanglichen Möglichkeiten der jüngsten und der schon erfahreneren Schülerinnen und Schülern.

Den Kindern und Jugendlichen war das besondere Erlebnis des gemeinsamen Musizierens deutlich anzumerken. Alles hatte Substanz. Hier lässt sich das ambitionierte pädagogische Ziel des Franziskusgymnasiums ausmachen, als Schule der Talente die Begabungen seiner Schülerinnen und Schüler in sinnstiftender Weise zu fördern. Und das hinein in die Spitze genauso wie in die Breite. Eine ganze Reihe von ihnen zeigte souveränes Können im Solo- und Ensemblespiel. Das Auftreten des Oberstufenchores bewies darstellerische Sicherheit und eine gute Gesangsschulung. Eine Freude, ihm zuzuhören. Die Ausführungen der jüngeren Sängerinnen und des Vororchesters berührten ganz sicherlich das Gemüt der Besucher, und die Drummer machten mit wuchtiger Präsenz die vitale Kraft afrikanischer Rhythmen hörbar. Alle Mitwirkenden – etliche von ihnen gleich in mehrfacher Funktion – fügten sich verlässlich und harmonisch ein in ein Ganzes.

Das Finale „May the Lord Send Angels“ brachte nicht nur alle „Franziskaner“ zusammen in einem großen Schlussbild, sondern bezog ganz folgerichtig die Menschen im Kirchenschiff mit ein. Die Gemeinschaft von Freunden, Lehrern, Eltern und deren Kindern, den „Engeln des Abends“, sang geschlossen den Wunsch nach Liebe und Zuversicht. Ein schöner adventlicher Abschluss. Und so mancher Zuhörer mag sich den dankenden Worten des Schulleiters Johannes Pruisken angeschlossen haben: „Das Leben ist reich!“ Das Leben an seiner Schule ganz offensichtlich auch.