Franziskus-SchülerInnen in der Hausaufgabenhilfe aktiv

Rotary Club Lingen setzt Projekt demnächst an der Friedensschule um

Seit einem Jahr sind Jana Sunder, Anna Witsken, Jonas Jaske und Nina Schulte-Weß aus unserem 11. Jahrgang in einem Hausaufgabenhilfe-Projekt aktiv. Jeden Montagnachmittag haben sie sich um eine Gruppe von SchülerInnen der Gebrüder-Grimm-Schule gekümmert. Der Rotary Club Lingen, der dieses Projekt unterstützt, dankte den SchülerInnen für ihr Engagement und kündigte die Fortsetzung dieses Kooperations-Projektes an. Nach der Schließung der Gebrüder-Grimm-Schule schließt nahtlos eine Kooperation mit der Friedensschule an (vgl. hierzu den folgenden LT-Artikel).

 

Weiterhin Hilfe bei Hausaufgaben

Rotary Club Lingen setzt Projekt demnächst an der Friedensschule um

(Caroline Theiling, Lingener Tagespost vom 18.06.2016, Seite 18)

Hausaufgabenhilfe-Projekt
Rückblick und Ausblick auf die Hausaufgabenbetreuung hielten hinten von links Nina Corbach, Guido Ernst sowie vom Rotary Club Uwe Vollmer, Bruno Bode, Hans Willenbrock und Radulf Oberthür. Umgesetzt haben das Projekt ein Jahr lang (vorne von links) Anna Witsken, Jana Sunder und Jonas Jaske (es fehlt Nina Schulte-Weß).Foto: Caroline Theiling

Kindern aus benachteiligten Verhältnissen zu verbesserten Lernbedingungen verhelfen und ihnen somit bessere Lebenschancen ermöglichen ist schon seit Jahren ein erklärtes Ziel des Rotary Clubs Lingen.

Lingen. Mit der Schließung der Gebrüder-Grimm-Schule endet nun eine zehnjährige, überaus erfolgreiche Kooperation zwischen der Schule und dem Club. Nahtlos soll sich eine neue mit der Friedensschule anschließen.

Diese gute Nachricht hat Incoming-Präsident Uwe Vollmer, sprich der nächste Präsident der Rotarier, bei einem Abschiedsbesuch in der Gebrüder-Grimm-Schule verkündet. Gleichzeitig galt dieser Besuch auch als Dankeschön an die Kooperationspartner. An dem Projekt waren Schulsozialarbeiter und Gymnasiasten des Johanneums und später des Franziskusgymnasiums in Lingen beteiligt.

Seit Beginn des nun fast schon abgelaufenen Schuljahres hatten sich Jana Sunder, Anna Witsken, Jonas Jaske und Nina Schulte-Weß aus dem Jahrgang 11 des Franziskusgymnasiums jeden Montagnachmittag um eine Gruppe von Schülern gekümmert. Dabei ging es weniger um das Aufarbeiten von schulischen Defiziten als um Integration, das Vermitteln von Strukturen und Werten. Waren es zunächst überwiegend Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen, änderte sich die Zusammensetzung mit dem Zuzug von zahlreichen Flüchtlingen, was die jungen Leute immer wieder vor neue Herausforderungen stellte. „Die habt ihr aber bravourös gemeistert“, bestätigte Schulsozialarbeiterin Nina Corbach, die stets als Ansprechpartnerin zur Verfügung stand, aber nie eingreifen musste. Als Dank überreichte sie den Gymnasiasten eine Bescheinigung über deren Einsatz sowie Gutscheine für eine Eisdiele.

Dank kam auch vom kommissarischen Schulleiter Guido Ernst und vom Rotary Club. „Das Publikum an der Gebrüder-Grimm-Schule war schon immer etwas bunter“, nannte Ernst einen weiteren Grund, warum die Kooperation hier gut funktionierte. Doch nicht nur die betreuten Kinder profitierten von dem Nachmittagsangebot. „Wir haben viel über die Unterschiede in den Ländern erfahren“, erzählt die 17-jährige Jana. „Wir haben auch gelernt, dass es mal wichtig ist, sich gegenüber den Jüngeren durchzusetzen“, ergänzt die 16-jährige Anna.

Jonas ist deutlich geworden, dass in anderen Nationen die Disziplin „vielleicht nicht immer so ist, wie man das hier so kennt“. Als „vorbildlich“ bezeichnete Tom Kraus von den Rotariern den Einsatz der Jugendlichen. Ein solches Engagement sei ein gutes Toleranztraining und helfe, Vorurteile abzubauen.

„Rotary unterstützt gerne solche Initiativen von jungen Menschen“, betonte Hans Willenbrock vom Vorstand abschließend.