Franziskusgymnasium räumt ab – drei Preise bei der Emsland-Filmklappe

Bei der Verleihung der dritten Emsland-Filmklappe im Lingener Centralkino konnte das Franziskusgymnasium zwei Kategorien und insgesamt drei Preise gewinnen.

Moritz Walther (7c) gewann in der Kategorie „Sek I – Unterstufe“ mit seinem Lego-Animationsfilm „Base Battle“ den 1. Platz. Der Film thematisiert eine Star-Wars-Geschichte und zeichnet sich durch eine überzeugende technische Umsetzung aus.

Den 2. Platz in der Kategorie „Sek II Gymnasium/BBS – Trickfilm“ ergatterten Till Elbracht, Patrick Gels und Marvin Kosmider für ihren Knetanimationsfilm „The sad life and death of an old blind man“, der auf eine etwas makrabere Art und Weise den Abgang einer Knetfigur zeigt, der sich schlussendlich aber als nicht wirklich herausstellt – oder doch? Sogar den 1. Platz konnten Maximilian Weihs, Marek Schnieders und Julius Vogel mit ihrem sehenswerten Animationsfilm „What’s the buzz“ für sich entscheiden, der auf heitere Art und Weise die Freiheitsversuche einer Stubenfliege thematisiert, der letztendlich nur durch die Fliegenklatsche gelingt und für viele Lacher im Publikum sorgte.

Moritz Walther und das Team Maximilian Weihs, Marek Schnieders und Julius nehmen durch ihren Sieg mit ihren Filmen bei der regionalen Emsland-Filmklappe bei der überregionalen Filmklappe in Aurich im Februar ab.

(weitere Infos im LT-Artikel unter den Fotos)

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Die Sieger (von links): Moritz Walther (7c), Patrick Gels, Till Elbracht, Maximilian Weihs (Abi 2015)

 Impressionen aus den Filmen

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Klappe und Film ab für den Nachwuchs

Preisträger des emsländischen Kurzfilmwettbewerbs präsentieren ihre Werke im Centralkino Lingen

(Peter Löning, Lingener Tagespost vom14.11.2015, Seite 9)

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Im Lingener Centralkino wurde jetzt die „Emsland Filmklappe“ vergeben. Foto: Löning

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lingen. Es besticht zu allererst die Vielfältigkeit der Themen in den Kurzfilmen, die jetzt beim dritten Kurzfilmwettbewerb „Die Emsland Filmklappe“ prämiert wurden. Aber auch die Umsetzung der Preisträgerfilme konnte bei deren Vorführung im Rahmen der Preisverleihung im Lingener Centralkino sehr überzeugen. Neben Kurzspielfilmen standen hier Stop motions, Trickfilme, Zeichentricks sowie „Knetanimationsfilme“.

Beeindruckt zeigte sich auch der Erste Kreisrat Martin Gerenkamp über das große Engagement, das die Jugendlichen neben ihren engen Stundenplänen zeigen „Mit unserer Jugend ist verdammt viel los“ betont er, wissend, wie viel Arbeit auch hinter solchen Filmprojekten steckt.

„Die Emsland Filmklappe“, ausgerufen vom Medienzentrum Emsland, richtet sich nun zum dritten Mal an junge kreative Filmemacher im Landkreis mit der Aufgabe, einen Film von maximal 15 Minuten Länge zu erstellen. 23 Beiträge erreichten die fünfköpfige Jury um den Organisator Gerd Höckner. In den verschiedenen Altersgruppen wurden hieraus insgesamt neun Siegerfilme herausgesucht.

Dank der Unterstützung der Sparkasse Emsland wie der Kinobetriebe Muckli konnten die Träger erster und zweiter Preise neben einer echten Filmklappe und einer Urkunde auch einen deftigen Scheck mitnehmen. Zudem nehmen sie an der „Niedersachsen Filmklappe“ im Februar 2016 teil.

Alle Siegerfilme liefen bei der Verleihung über die große Leinwand des gut gefüllten Centralkinos, dessen Ausmaße wohl auch die jungen Filmemacher beeindruckte. Inhaltlich sehr weit gefasst erzählten die Filme mal witzige, anrührende wie auch sehr nachdenkliche kleine Geschichten. Es war da die Stubenfliege, die den Versuch, das Zimmer zu verlassen, mit dem Leben bezahlt oder das depressive Männchen, das bei einem Selbstmordversuch tödlich verunglückt. Es gab hier Beziehungsprobleme, Sternenkrieger, Schulbusse und kleine Glücksmomente im Supermarkt, das leider noch immer aktuelle Thema des vermeidlichen Andersseins von homosexuellen Schülern und des Mobbings in der Schule. Eine märchenhafte Begegnung mit einem großen Frosch und aber auch ein brennendes Asylbewerberheim waren zu sehen.

Diese Filme verdienen neben solcher Auszeichnung vor allem, gesehen zu werden, was man ihnen nur wünschen kann. Denn gleich, ob die Produktion mit Dreh, Schnitt und allem Weiteren 10 Stunden oder gar zwei Monate dauerte. Es sind hervorragende Streifen.

Über Auszeichnungen konnten sich hier sehr unterschiedlich große Filmcrews freuen: von den Berufsbildenden Schulen Papenburg, der Kinder und Jugendpsychiatrie Aschendorf, dem Gymnasium Haren, der Anne-Frank-Schule sowie der Johannesschule in Meppen und nicht zuletzt vom Gymnasium Georgianum und Franziskusgymnasium in Lingen. Letzteres ist mit drei Siegerfilmen am prominentesten vertreten.

Am Ende beglückt die Kreativität, welche die Schüler entwickeln und die durch solche lobenswerten Wettbewerbe zutage gefördert wird.