Förderverein sammelt 400 000 Euro

Innerhalb von 40 Jahren zugunsten des Lingener Franziskusgymnasiums

Lingen. Die Verbesserung und Förderung der Bedingungen für die Arbeit, Erziehung und Entwicklung der Schülerinnen und Schüler des Franziskusgymnasiums ist seit 40 Jahren Ziel der Arbeit des „Vereins der Freunde und Förderer des Franziskusgymnasiums Lingen“.

Auf einer kleinen Jubiläumsfeier im Franziskusgymnasium haben jetzt Mitglieder des Fördervereins sowie Vertreter der Schule Bilanz gezogen und einen Blick in die Zukunft geworfen.

Als der Verein am 17. Mai 1973 mit der damaligen Schulleiterin Schwester Annuntiata gegründet wurde, war die Schule noch ein Mädchen-Gymnasium, und die wichtigste Aufgabe des Vereins war die Überwindung des Lehrermangels. Um Lehrer zu gewinnen, übernahm der Förderverein zum Beispiel die Umzugskosten.

Der neue Vorsitzende des Fördervereins, Klaus Bonnekessen, musste bei dieser Geschichte schmunzeln, denn heute steht die Schule vor ganz anderen Problemen. Für einen modernen Unterricht ist eine gute Ausstattung mit technischen Medien, Materialien etc. nötig. Laut Schulleiter Johannes Pruisken hat sich der Unterricht in den letzten 20 Jahren stark verändert: „Die Schüler sind vom Objekt zum Subjekt des Unterrichts geworden.“ Das bedeutet, dass sie selbstständiger arbeiten und dafür zum Beispiel Laptop und Beamer, Experimentierkästen und Kameras benötigen.

“Die Schule darf nicht zur Lernfabrik werden” (Johannes Pruisken, Schulleiter)

Sehr wichtig sei auch die Talentförderung, „damit Schule nicht zur Lernfabrik wird“, so Pruisken; beeindruckend demonstrierten dies Anna Lessing und Leoni Krone, die mit ihrem Gesang die Feier umrahmten. Dank des Fördervereins konnten unter anderem Musikinstrumente, Theaterausrüstung, Experimentiergeräte für Naturwissenschaften sowie „Jugend forscht“-Projekte und Ausstattung für die Sanitäts-AG angeschafft werden. Drei Schülerinnen des zehnten Jahrgangs – Marie Schorr, Stefanie Kerlin und Anna-Lena Kuper – haben die Schüleraktivitäten in einem von ihnen gedrehten Film zusammengefasst.

In den 40 Jahren seines Bestehens hat der Förderverein die Schule mit mehr als

400 000 Euro unterstützt. „Allein im Jahr 2012 wurden circa 16 400 Euro an Fördergeldern ausgezahlt“, betonte Bonnekessen und dankte allen ehemaligen und den 288 aktuellen Mitgliedern des Vereins sowie allen Förderern und Spendern. Ganz besonders dankte er seinem Vorgänger Mathias Stauske, der dem Verein zwölf Jahre lang „seine Kraft und seine Arbeit gespendet hat“.

“Die Schule wird ihrem Leitbild gerecht” (Klaus Bonnekessen, Förderverein)

Einen besonderen Förderer hat die Schule laut Bonnekessen im Schulleiter Johannes Pruisken, „durch dessen Arbeit in den letzten elf Jahren das Franziskusgymnasium einen großen Entwicklungsschritt dahin tun konnte, dass diese Schule ihrem Leitbild gerecht wird und für die Schülerinnen und Schüler eben kein hermetisch geschlossenes Gebilde ist, sondern das Tor zur Welt öffnet.“

Auch Stauske dankte dem Schulleiter und bescheinigte ihm, dafür gesorgt zu haben, „dass die finanziellen Mittel immer dorthin gelangten, wo sie am nötigsten waren“.

Pruisken, der zum Ende des Schuljahres in den Ruhestand tritt, sagte, seine persönliche Berufsgeschichte sei eng mit der Geschichte des Fördervereins verbunden, denn er sei seit 40 Jahren Lehrer, 23 davon am Franziskusgymnasium. „Ich habe die positive Auswirkung des Fördervereins dankbar erlebt, nicht nur finanziell“, sagte er. Er dankte dem Vorstand für die hervorragende Zusammenarbeit: dem alten und neuen Vorsitzenden, der Schriftführerin Marion Sommer und der Schatzmeisterin Ulrike Schulte. Dem Förderverein wünschte er das Erreichen des Ziels, im Jubiläumsjahr 40 neue Mitglieder zu gewinnen.

 
 Eng arbeiten die Schulleitung des Lingener Franziskusgymnasiums und der Förderverein des Franziskusgymnasiums zusammen. Das Foto zeigt Schulleiter Johannes Pruisken (links) mit dem Vorstand des Fördervereins: Adi Rensmann (Beisitzer), Ulrike Schulte (Schatzmeisterin), Marion Sommer (Schriftführerin), Klaus Bonnekessen (Vorsitzender) und Barbara Hater (Beisitzerin). Foto: Elisabeth Tondera

 

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