Erfolgreiche Jungforscher

Antonius Brühöfner und Tim Lohmann haben in einem Schüler experimentieren-Projekt die Eigenschaften von Schiffschrauben untersucht. Für die Experimente haben die Beiden eine Messvorrichtung gebaut, mit der man kleine Schiffschrauben in einem schmalen, drei Meter langen Wasserkanal testen kann. Die Herstellung der Blätter einer Schiffschraube ist nicht einfach. Deshalb haben Antonius und Tim eine Presse entworfen, die ihnen erlaubt, mehrere Schichten Fournier zu einem Blatt zu pressen. Mit einer Zwei-Blatt-Schiffschraube haben sie ihre Messanlage getestet. Antonius und Tim konnten erfreulicherweise feststellen, dass ihre Vorrichtung gut funktioniert.

Antonius Brühöfner und Tim Lohmann beim Experimentieren
im Wasserkanal
Untersuchungen am Modell der Veranstaltungshalle
im Windkanal

 

Kai Janning, Alexander Schlie und Eric Paus befassen sich in ihrem Jugend forscht-Projekt mit der Optimierung der Rotoren einer Windkraftanlage am Beispiel des Darrieus-Rotors. Die Form dieser Profile ist an der Vorderkante der Flosse eines Buckelwals nachempfunden. In Wasser- und Windkanalversuchen haben Schüler unserer Schule in einem Vorgängerprojekt festgestellt, dass die an der Vorderkante gekerbten Profile einen kleineren Widerstand besitzen. Dazu sind allerdings noch keine Freilandversuche durchgeführt worden. Deshalb haben Kai, Alexander und Eric einen Darrieus-Rotor konstruiert und auf dem Schuldach installiert. Der Darrieus-Rotor ist so konstruiert, dass man die Profile leicht austauschen und so die Eigenschaften einer Vielzahl von verschiedenen Profilen untersuchen kann. Um Informationen über Windgeschwindigkeit, Temperatur usw. zu erhalten, haben sie eine Wetterstation auf dem Dach eingerichtet. Die Experimente sind zeitaufwendig und stark wetterabhängig. Die Anlage befindet sich noch in der Erprobungsphase.

Eric Paus, Kai Janning und Alexander Schlie beim
Aufbau des Darrieus-Rotor
Darrieus-Rotor bei Experimenten im Forum

 

Vor der Altstadt Lingens wird eine große Veranstaltungshalle gebaut. Marina Evers und Oliver Konert gehen in ihrer Jugend forscht – Arbeit der Frage nach, welche Belastung dieser Bau für die Einwohner mit sich bringt, zumal er in einer Frischluftschneise errichtet wird. Um möglichst aussagekräftige Daten zu erhalten, haben Marina und Oliver drei Untersuchungsmethoden angewandt. So haben die beiden sowohl Messungen am Realobjekt als auch Messungen am Modell im Windkanal vorgenommen und schließlich eine Simulation durchgeführt, um die Versuchsergebnisse theoretisch zu unterstützen. Die Messungen sind noch nicht abgeschlossen, da der Bau erst Ende 2013 fertig gestellt wird. Bei der Betrachtung der ersten Ergebnisse stellten Marina und Oliver bereits fest, dass die Veranstaltungshalle eine zusätzliche Belastung für die Altstadt darstellen wird. Insbesondere die Wohngebiete, die nördlich der Halle liegen, müssen mit einer höheren Windbelastung bei südlicher Strömung rechnen. Bei leichtem südlichen Wind in Kombination mit einer stark frequentierten Veranstaltung kommt es an der südlichen und nördlichen Seite der Halle zu einer erhöhten Konzentration an Feinstaub, der langsam in die dahinter liegenden Wohngebiete und die Altstadt gedrückt wird. Die Arbeit von Marina und Oliver wurde mit dem 2. Platz auf dem Regionalwettbewerb in Lingen ausgezeichnet.

Marina Evers und Oliver Konert an ihren Stand beim Regionalwettbewerb in Lingen (ausführlicher Bericht in der Lingener Tagespost)

 

Außerdem wurde das Franziskusgymnasium mit dem Sonderpreis der niedersächsischen Kultusministerin ausgezeichnet, der als Anerkennung für die Unterstützung des Wettbewerbes „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ verliehen wird.

LT-Bericht von der Präsentation der Forschungsergebnisse als PDF-Datei