Dritter Preis im Landesentscheid „Jugend forscht“

Christian Merz für jahrelange Tüftelarbeit belohnt

Christian Merz ,ehemaliger Schüler des Franziskusgymnasiums, hat in jahrelanger Tüftelarbeit ein praxistaugliches Reinigungsgerät für Baustellenwerkzeuge entwickelt. Bereits zum zweiten Mal durfte er seine Entwicklung beim Landesentscheid „Jugend forscht“ in Clausthal-Zellerfeld präsentieren und belegte auch diesmal den dritten Preis im Fachgebiet Arbeitswelt. Zusätzlich wurde er mit dem Sonderpreis „Unternehmertum“ ausgezeichnet.

Nach dem bereits im letzten Jahr für ihn erfolgreich verlaufenen Wettbewerb, hat Christian die Hände nicht in den Schoß gelegt, sondern hat neben seiner Ausbildung zum Mechatroniker bei der Firma „Miele“ in Lehrte weiter an seinem Projekt gearbeitet. Dabei hat er seine Entwicklung, das, um wesentliche Komponenten ergänzt und immer auf Praxistauglichkeit geprüft.

Das Gerät ist vollständig aus V2a Stahl hergestellt und damit bei jedem Wetter einsatzfähig. Es verfügt über mehrere Bürstwalzen und Rundbürsten aus Nylon und Draht, die auf vier parallel angeordneten Achsen in einem quaderförmigen Gestell befestigt sind und durch einen Stirnradgetriebemotor angetrieben werden. Während der Reinigung der Werkzeuge müssen sich alle Bürsten so drehen, dass das Werkzeug vom Nutzer weggezogen wird. Dadurch wird verhindert, dass das Werkzeug bei der Reinigung eventuell gegen den Nutzer zurückschlagen kann. Als fahrbare Maschine wird das Reinigungsgerät von einer Energieversorgung auf eine andere umgestellt. Damit das gefahrlos geschehen kann, hat Christian ein Gerät für Drehfeldumschaltung installiert, das dafür sorgt, dass die Maschine immer in korrekter Drehrichtung anläuft.

Nach dem Sieg auf dem Regionalwettbewerb in Lingen konnte Christian Merz beim Landesentscheid die Juroren überzeugen. „Beeindruckend ist der Reifegrad des Gerätes. Es ist weit jenseits des Versuchsstadiums und hält auch dem harten Baustellenbetrieb stand“, hieß es in der Laudatio. Gelobt wurde auch die Ausdauer, mit der Christian konsequent an der Verbesserung des Gerätes gearbeitet hat. Es ist bereits so weit entwickelt, dass dem Jungforscher empfohlen wurde, eine industriell fertigbare Konstruktion zu entwickeln.

Christian Merz
Über den 3. Preis beim Landesentscheid „Jugend forscht“ freut sich der Lingener Christian Merz. (Foto: E. Tondera)