„Die Wirbelstrombremse“ – Experiment des Monats April

In Mai fand wie jeden Monat wieder einmal das Experiment des Monats statt. Dieses wird organisiert und durchgeführt vom Seminarfach „Fit für das naturwissenschaftliche Studium“. Das Experiment fand am 6. Mai in Ph1 statt. Sowohl Schüler als auch Lehrer kamen, um die Wirbelstrombremse näher zu betrachten.
Im Gegensatz zu anderen bereits durchgeführten Experimenten, ging es diesmal um ein physikalisches Experiment. Ein Magnet wird durch drei unterschiedliche Rohre fallen gelassen: Kupfer, Edelstahl und Kunststoff. Entgegen der vorher aufgestellten Vermutungen der Schüler geschah Folgendes: Der Magnet fällt durch Edelstahl- und Kunststoffrohr wie im freien Fall. Nur im Kupferrohr wurde der Magnet abgebremst und kam stark verzögert unten an. Diese faszinierende Beobachtung lässt sich wie folgt erklären: Durch das sich zeitlich ändernde Magnetfeld wird eine Spannung induziert. Da Kupfer als einziges Material leitfähig ist und dort nun eine Spannung herrscht, fließt Strom. Um einen stromdurchflossenen Leiter entsteht ein Magnetfeld, welches wiederum entgegengesetzt zu dem des Magneten ist – der Magnet wird abgebremst.
Die Wirbelstrombremse wird beim Dämpfen von Schwingungen z.B. in Messgeräten benötigt. Hierzu stand ein zweites Experiment, welches das Dämpfen von Schwingungen näher veranschaulichte, bereit. Ein weiteres wichtiges Anwendungsgebiet ist der Schienenverkehr. Hier können durch die Wirbelstrombremse Züge gebremst werden. Ein großer Vorteil ist, dass es keinen direkten Kontakt, also keine Abnutzung, gibt.
Das Experiment wurde geplant und durchgeführt von Lisa Schlichter, Ann-Cathrin Knese und Anna-Sophia Tenkleve. Ein besonderer Dank geht an Julia Küthe für die Fotos und Josefin, Judith und Lea für die Unterstützung bei der Durchführung.
Wir hoffen, dass es euch gefallen hat und freuen uns auf euch beim nächsten Experiment des Monats.

Experiment des Monats April - 01
Experiment des Monats April - 02 Experiment des Monats April - 03