Beeindruckende Zeitzeugenberichte ehemaliger KZ-Häftlinge

Auf Vermittlung des Maximilian-Kolbe-Werks und mit Unterstützung des Ludwig-Windthorst-Hauses besuchten am 9. Juni sechs ehemalige KZ-Häftlinge aus Polen das Franziskusgymnasium. Die drei Frauen und drei Männer trafen sich mit Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10 zu einem Gedankenaustausch und berichteten dabei über ihre schrecklichen Erlebnisse während der Zeit der nationalsozialistischen Terrorherrschaft in Polen.
Fünf der sechs Gäste wurden im Rahmen des Warschauer Aufstands, der von August bis Oktober 1944 stattfand, verhaftet und anschließend als Kinder und Jugendliche in die Konzentrationslager nach Auschwitz-Birkenau, Dachau, Mauthausen oder Ravensbrück verbracht. Dort erfolgte sehr häufig eine Trennung von den Familien. Viele sahen ihre Eltern und Angehörigen bei der üblichen Selektion direkt nach der Ankunft im Lager zum letzten Mal.
Im Gegensatz zu vielen ihrer Familienangehörigen und Freunde überlebten die sechs Gäste den Terror und die menschenunwürdigen Lebensumstände in den Konzentrationslagern sowie die anschließenden Todesmärsche, auf die sie beim Näherrücken der Roten Armee der Sowjetunion und der US-Truppen geschickt wurden. Der jüngste Überlebende der polnischen Gäste ist heute 70 Jahre alt und wurde am 7. Januar 1945, nur wenige Tage vor der Befreiung, im KZ Auschwitz-Birkenau geboren.

 

Fotos: Michael Brendel (LWH)

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