Auf der Suche nach dem Wasser – Musical „Mama Afrika“ des Franziskusgymnasiums

Hitze und Trockenheit sind die Tiere in Afrika gewohnt. Aber diesmal ist die Dürre so extrem, dass König Löwe eine Konferenz der Tiere einberuft, denn wenn sie nichts unternehmen, werden alle verdursten.
Die Suche nach dem Wasser ist das Grundmotiv des Musicals „Mama Afrika“, das die Theater-AG der Unterstufe (Leitung Gesine Redenius-Hoppe) und der Unterstufenchor (Leitung Emanuele Wellenbrock-Roters) des Franziskusgymnasiums auf die Bühne gebracht haben.

Mama Afrika
Mit Witz und Fantasie führten die Schüler des Franziskusgymnasiums das Musical „Mama Afrika“ auf. Foto: Tondera

Die Handlung des Märchens ist schnell erzählt. Weil die Tiere keine Lösung finden, beschließen sie, das Orakel zu befragen. Dessen Rat : Sie sollen nach Wasser graben. Das gelingt auch, doch schon in der ersten Nacht ist das Wasser verschwunden. In der zweiten Nacht halten einige Tiere Wache, werden aber von den Gespenstern vertrieben, die das Wasser klauen. Die Tiere graben noch einmal und lassen den Flöte spielenden Hasen das Wasser bewachen. Dessen Spiel betört die Gespenster, die nur Langeweile haben und sich darauf einigen, dass sie kein Wasser mehr klauen, wenn der Hase für sie spielt.
Zwischendurch erklingen Lieder und Instrumentalstücke, die die Handlung vorantreiben und entsprechende Atmosphäre schaffen.

Lebendiges Spiel

Dieses Musical mit der eingängigen, rhythmischen Musik ist hervorragend geeignet für Aufführungen mit Kindern. Das ernste Thema ist eingebunden in eine Handlung mit vielen humorvollen Momenten. Das Orakel zum Beispiel ist ein sprechender Stiefel, ein Zebramännchen versucht mit dessen Hilfe seine Liebste zu erobern und haut ihr mit der Pfanne auf den Kopf, weil es den Rat des Orakels missversteht. Auch sprachlich bietet das Stück viel Witz. Während der Konferenz haben die Tiere große Mühe, Ordnung zu halten. „Achtung, Achtung! Die Krokodile werden gebeten, die Schwänze einzuziehen! Es besteht Stolpergefahr“, ruft der Lärmvogel.
Kindgerecht sind ebenfalls die Figuren mit ihren einfachen, aber aussagekräftigen Eigenschaften. Da ist der von sich eingenommene König, der die Anderen arbeiten lässt, der Künstler (Hase), der nicht körperlich arbeiten will, weil er seine Hände schonen muss oder das verliebte Zebrapärchen. Die jungen Spielerinnen gestalten ihre Rollen lebendig und mit sichtlichem Spaß. Das gilt auch für die Sängerinnen und Instrumentalistinnen vom Unterstufenchor, die Handlung begleiten.
Musik und Geräusche spielen in der Inszenierung eine wichtige Rolle, ebenso Licht und optische Effekte. Es war eine gelungene Produktion, die das Publikum mit viel Applaus bedacht hat.

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