Unternehmen „meaqua“ hängte die Konkurrenz ab

„Startup 2004“: Schüler des Franziskusgymnasiums belegten in der Region Emsland/Grafschaft Bentheim Platz eins

 

Die fiktive Firma "meaqua" mit ihrem Lehrer Martin Kolbe vom Franziskusgymnasium (h. r.), Ludger Hörtemöller und Sibylle Neugebauer von der Sparkasse Emsland (v. r.) und ihrem Paten Alwin Otten (2. h. r.). Der "Vorstand" von meaqua setzte sich zu-sammen aus Jonathan Nadjiri, Matthias Sperver, Markus Niemann, Janine Brümmer, Stefan Scholz und Gerd Heilemann (von l. o. nach r. u.).

 

(Text und Foto von Sabine Diepenbrock)

Beim diesjährigen bundesweiten „startup 2004“-Projekt der Sparkassen belegte die Lingener Schülergruppe um Lehrer Martin Kolbe mit ihrem fiktiven Unternehmen "meaqua" im Emsland und der Grafschaft Bentheim den ersten Rang. In Niedersachsen bedeutete dies den neunten Platz, bundesweit den 51.

Damit konnte das selbstgesetzte Ziel bundesweit unter die Top Ten zu kommen nicht erreicht werden, was bei den Teilnehmern zunächst selbstverständlich Enttäuschung hervorrief. Unter dem Strich ist man sich aber mittlerweile einig, dass man mit der erbrachten Leistung hoch zufrieden sein kann, immerhin musste man sich gegen ein Feld von 1050 teilnehmenden Gruppen durchsetzen. Auch Ludger Hörtemöller von der Sparkasse Emsland beglückwünschte die Schüler zu ihrer Leistung: „ Ich denke, das war wirklich eine erfolgreiche Geschichte und da musste sicherlich auch einiges an Zeit und Arbeit investiert werden!“
Allgemein war es für die teilnehmenden Schüler offensichtlich eine tolle Erfahrung. „Die Aufgaben waren ziemlich gut, wenn auch nicht immer sehr präzise. Manchmal wussten wir nicht, wie man genau an die Aufgaben rangehen sollte. Außerdem hatte ich erwartet, dass mehr auf den Erfindergeist eingegangen werden würde“, erklärte Gerd Heilemann rückblickend. „Wir haben das einfach mal aus Spaß mitgemacht und dann wurde es plötzlich ernst. Nach dem ersten Drittel wurde klar, dass vor allem Teamarbeit gefragt ist. Das war eine sehr wichtige Erfahrung für uns“, erläuterten Stephan Scholz und Mathias Sperver. „Man hat auch gemerkt, dass die Gruppe immer besser zusammenwuchs und die anstehenden Aufgaben immer ernster nahm.“

Stolz ist auch Coach Martin Kolbe auf seine Gruppe. „Die Aufgaben wurden kreativ und mit intellektuellem Input gelöst. Ich habe beobachtet, dass sich da auch einiges beim Lernverhalten der einzelnen geändert hat.“
Einig waren sich alle Teilnehmer in Bezug auf die Beurteilung der Zusammenarbeit mit Alwin Otten, Inhaber der gleichnahmigen Meppener Firma für Kälte, Klima und Elektro, ihrem Paten aus der Wirtschaft. „Die Zusammenarbeit mit Alwin Otten war einfach super. Wir hatten an der Schule noch eine andere Gruppe, doch die musste aufgeben, weil sie erst gar keinen Paten gefunden hat“, erinnert sich Janine Brümmer. Doch auch Alwin Otten zeigte sich angetan von der geleisteten Arbeit der jungen Leute. „Ich würde wieder eine solche Patenschaft übernehmen, wenn nicht gerade zwingende Gründe dagegen sprechen“, ist Otten sich sicher. Coach Martin Kolbe will sich ebenfalls wieder auf eine solche Projektarbeit einlassen. „Ich halte so was für einen wichtigen Aspekt von Schule. Unsere Schule macht solche Sachen schon seit Jahren. Am besten wäre, es wenn man solche Projekte in den Politikunterricht integrieren könnte, aber das ist leider nicht machbar.“

„Wir haben zwar unser Ziel nicht so richtig erreicht, aber ich würde auf jeden Fall weiterempfehlen, bei so einem Projekt mitzumachen“, lautete das Fazit von Janine Brümmer, der einzigen Frau in der "Firma".
Auch die Sparkasse Emsland hat aus diesem Projekt gelernt und will sich bei nachfolgenden Projekten stärker unterstützend beteiligen. Sibylle Neugebauer zeigte sich sehr interessiert an den Kritikpunkten: „Wir werden das auf jeden Fall als Anregung weitergeben.“
Abschließend bekamen alle Teilnehmer von Ludger Hörtemöller und Sibylle Neugebauer ein Geschenk der Sparkasse überreicht, als Anerkennung der neben der Schule geleisteten Arbeit.