Lingen . Wenn „Mary Poppins“ sich mit „Baby
Elephant“ zu einem „Walk“ nach „Pacifica“
aufmacht, dann klingt das ganz verdächtig nach dem Sommerkonzert
des Franziskus-Gymnasiums Lingen; dieses hatte in das Kulturforum Sankt
Michael geladen.
Wer schon einmal diesem Event beiwohnen durfte, der weiß vor allem
eines: die Konzerte der „Franziskaner“ machen richtig Spaß!
Woran das liegt? Ganz einfach: Ein ausgewogenes Programm mit „Für
jeden was dabei“, Musikpädagogen, welche ihre Schüler
motivieren können, daraus resultierend die Tatsache, dass die jungen
Künstler vor allem mit Begeisterung und Engagement dabei sind.
So etwas lässt den Funken auf das Auditorium überspringen.
Außerdem werden die Konzerte so konzipiert, dass wirklich jeder
nach seinem Könnensstand mitmachen kann. Und so zeigten sich Vor-
und Hauptorchester sowie die Nachwuchsstreicher genauso gut präpariert,
wie es Unter- und Mittelstufenchor waren.
Ob nun rappend mit „Million Voices“ oder dem wundervollen
„Singing all together“, einem temperamentvollen „Hokey
Pokey“ oder funkig-swingendem „Rock around the clock“,
der Spaß kam spürbar über die Rampe, Emanuele Wellenbrock-Roters
und Stefan Pohlmann wussten ihre „Truppen“ souverän
durch die Klippen des Notentextes zu geleiten.
„Klasse! Wir singen“ war das Motto einer Großveranstaltung
vor einigen Wochen in Lingen, an der auch das Franziskus-Gymnasium beteiligt
war und in diesem Konzert noch einmal den Motto-Song erklingen ließ.
Wir musizieren
Man ist hier versucht zu ergänzen: „Klasse! Wir musizieren“
und hinzuzufügen, dass diese Schule eigentlich einer solchen Aufforderung
gar nicht bedarf, hat sie diesen so ungemein wichtigen pädagogischen
Aspekt doch schon seit Jahren auf vorbildliche Weise verinnerlicht.
Dies kann man gar nicht stark genug hervorheben, geben doch das gemeinsame
Singen und Musizieren ganz wichtiges Rüstzeug für die Zukunft
unserer Schüler.
Dass dabei auch noch ganz viel Freude und Spaß für den Zuhörer
abfällt, das wissen die „Franziskaner-Fans“ schon lange
und das zeigt auch der lang anhaltende Applaus am Ende. „Music
is my number one“, so lautete der Titel des Konzertes treffend.
Und auf den Punkt gebracht hat es, übrigens voller berechtigtem
Stolz, auch Schulleiter Prusiken: „Thank you for the music!“