Am Samstagmittag war eine Stadtrallye in Lingen geplant.
Jeweils zwei Klassen waren zusammen mit ihren Franzosen in einer Gruppe.
Es galt, viele Fragen zur Stadt Lingen in 1 1/2 Stunden zu beantworten.
Um 16.00 Uhr trafen wir uns wieder an der Bonifatiuskirche. Danach war
Freizeit, die wir je nach Lust und Laune gestalten konnten. Einige gingen
z.B. zum Extrablatt und machten sich dort einen schönen Nachmittag.
Für Sonntag war kein Programm vorgesehen, und so nutzten viele
die Chance, ihrem Austauschschüler ihren Heimatort zu zeigen oder
sich mit ihren Freunden zu treffen. Mehr aus Zufall trafen sich nachmittags
viele beim Bowlen.
Am Montag wurden die französischen Gäste zunächst einmal
von Herrn Pruisken im Forum herzlich begrüßt. In der zweiten
Stunde kamen dann die Deutschen dazu, so dass die gesamte Gruppe sich
besser kennenlernte. Danach nahmen die französischen Schüler
bis zur 5. Stunde am Unterricht in ihrer jeweiligen Klasse teil. Im
Anschluss fuhren sie nach Kalkriese, aber nicht ohne vorher noch einmal
im Christophoruswerk gegessen zu haben. Abends holten wir sie wieder
bei der Turnhalle ab. Die Zeit danach verbrachte man entweder in den
Familien oder auch mit Freunden.
Der Dienstag war der Tag, an dem sowohl die französischen, als
auch wir deutschen Schüler nach Bremen fuhren. Zunächst ging
es für drei Stunden ins Universum. Anschließend fuhren wir
in Bremens Zentrum. Dort gab es eine Stadtführung, sowohl für
die deutschen als auch für die französischen Schüler.
Nach einer Stunde trafen wir uns wieder und hatten genug Freizeit zum
Shoppen. Die Franzosen hatten es besonders auf den Chocolatier abgesehen
und kauften Geschenke für ihre Familienangehörigen daheim.
Der Mittwoch begann für die Franzosen mit der Fahrt nach Groß
Hesepe, wo sie ein Unternehmen der Region, die Bäckerei Coppenrath,
besichtigten und auch selber Spekulatius backen durften. Als sie dann
gegen 11.30 Uhr zurückkehrten, gingen sie wieder mit in den Unterricht.
Nachmittags galt es, die Freizeit zu gestalten. Einige trafen sich im
Eiscafé und abends mit anderen am Austausch Beteiligten zum Raclette,
zum Pizzaessen oder zu sonstigen Aktivitäten.
Der Donnerstag war unser letzter gemeinsamer Tag, denn am Freitag stand
wieder die Abfahrt unserer Gäste bevor. Sie fuhren an diesem Tag
nach Münster, wo sie die Altstadt besichtigten, das Stadtmuseum
und den Friedensaal besuchten. Währenddessen wurde auf deutscher
Seite die Fotogruppe aktiv, die den Auftrag hatte, eine Fotopräsentation
über die bisher gemeinsam verlebte Zeit zu organisieren. Gleichzeitig
kümmerte sich eine andere Gruppe um den bevorstehenden Wortgottesdienst.
Um 17.00 Uhr ging es dann auch schon los. Die französischen Schüler
waren von ihrer Tour zurück, und wir begannen mit dem Wortgottesdienst:
„Grenzen überwinden – Surmonter des frontières“,
so lautete das Thema. Die Texthefte waren zweisprachig gestaltet. Anschließend
wurde „typisch deutsch“ gegrillt. Zu guter Letzt schauten
wir die Fotopräsentation an, bevor wir musikalisch wurden und stimmungsvoll
den Abend ausklingen ließen: M. Dubois, ein Sänger, der gebürtig
aus Frankreich kam, aber seit vielen Jahren in Deutschland lebt, sang
mit uns deutsche und französische Chansons.
Abends wurden schon die Koffer gepackt, und als Freitag der Bus ankam,
der unsere Gäste zurück nach Frankreich bringen sollte, verabschiedeten
wir unsere neu gewonnenen Freunde. Aber alle wussten ja, dass es nicht
ein endgültiges Adieu sein würde, sondern dass wir uns nächstes
Jahr im Sommer schon wieder sehen werden. Dann werden nämlich wir
Deutschen Frankreich unsicher machen.
Noch einen lieben Dank an alle, die am Austausch mitgewirkt haben!