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Die „Aktion junge Fahrer“ stellten
(von links) Maria Dühnen (BBS), Helmut Hodde (Verkehrswacht), Hermann
Jänen (BBS), Reinhard Pohl (Verkehrswacht), Petra Niewiera (BBS),
Klaus Haberland (Straßenbauamt), Petra Menger (AOK) und Johannes
Pruisken (Franziskusgymnasium) der Öffentlichkeit vor. |
| wrog Lingen. „In diesem Jahr
gab es im Emsland bereits neun Tote bei Verkehrsunfällen“,
stellte Reinhard Pohl, Jugendreferent der Verkehrswacht, fest. Der Anteil
von vier jungen Autofahrern daran sei überproportional hoch. Damit
begründete Pohl, dass die Verkehrswacht auch dieses Jahr eine „Aktion
junge Fahrer“ mit dem Ziel, die Anzahl der Verkehrstoten gerade
in dieser Altersgruppe zu senken, durchführe. „Schnell kann alles vorbei sein“, spielt das diesjährige Motto auf überhöhte Geschwindigkeit als eine der Ursachen für schwere Unfälle an. „In Zusammenarbeit mit den Schulen kommen wir an die jungen Fahrer heran“, zeigte sich Pohl erfreut über die Zusammenarbeit mit den Berufsbildenden Schulen (BBS) und den Gymnasien in Lingen. Maria Dühnen, Leiterin kaufmännische Fachrichtung der BBS, hat in ihrer langjährigen Laufbahn ganz eigene Erfahrungen mit dem Thema gemacht. „Wer so wie ich mehr als 20-mal hinter einem Schülersarg hergegangen ist, dem reicht’s“, wusste sie die Präventionsarbeit der Verkehrswacht zu schätzen. Während der vom 19. bis 23. April dauernden Verkehrssicherheitswoche finden an den Schulen und auf dem Übungsplatz der Verkehrswacht Lingen zahlreiche Veranstaltungen statt. Staatsanwälte werden die jungen Fahrer über Verkehrsstraftaten informieren; eine Unfallärztin und ein bis heute unter den Langzeitfolgen leidendes Unfallfallopfer werden von ihren Erfahrungen berichten, und die Polizei wird die gefährliche Kombination von Alkohol, Drogen und Teilnahme am Straßenverkehr deutlich machen. Auf dem Verkehrsübungsplatz können die Schüler auf dem Gurtschlitten und im Überschlagsimulator die Folgen eines Unfalls „hautnah“ erleben. Beim Seh- und Reaktionstest werden ihnen die eigenen Grenzen aufgezeigt. Beginnen wird die Verkehrssicherheitswoche mit einem gemeinsamen Aktionstag aller teilnehmenden Schüler am Montag, 19. April. Dort wird der Abwurf eines Pkw aus zehn Meter Höhe einen Aufprall mit 50 Stundenkilometern auf ein stehendes Hindernis simulieren. Im Anschluss werden DRK und die Feuerwehr Lingen den Aufbau der Rettungskette vorstellen. Dabei soll auch der in Rheine stationierte Rettungshubschrauber des ADAC zum Einsatz kommen. Das gesamte Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Städteentwicklung, dem Landkreis Emsland und der AOK Emsland/Grafschaft Bentheim finanziell unterstützt. „Wenn man bedenkt, was ein Tag im Krankenhaus kostet und wie viele Unfälle es gibt, ist das, was wir dazugeben, eigentlich wenig“, sagte Petra Menger, Pressesprecherin der AOK. Die Schirmherrschaft über die „Aktion junge Fahrer“ hat in diesem Jahr Klaus Haberland, Leiter der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Geschäftsbereich Lingen, übernommen. „Ich danke den Sponsoren und den Mitarbeitern der Verkehrswacht, die durch ihren Einsatz das Projekt erst ermöglichen“, sagte Haberland. |