Der Zelluloid-Zauberer
Tischtennis-Ass Marius Varel (15) spielt schon im Herrenbereich
(Bericht: Lingener Tagespost vom 13.02.2010)

   

In seiner noch kurzen Karriere hat Marius Varel bereits viele Trophäen gesammelt. In der Saison 2008/09 war der 15-jährige Tischtennisspieler von Olympia Laxten der stärkste Einzelspieler in der Jugend-Niedersachsenliga. Foto: Holger Szyska

Votum für Marius Varel: So geht’s
Bei der Wahl zum Sportler des Jahres ist Marius Varel einer von drei Kandidaten in der Kategorie „Nachwuchssportler“. Abstimmen können Sie für ihn bis zum 24. Februar (24 Uhr) per Telefon 01 37 580 401 420 - 11 (Kosten: 14 Cent pro Anruf aus dem Festnetz der Deutschen Telekom) oder per SMS mit der Kennung „mobil wahl 11“ an die Kurzwahlnummer 4 20 20 (SMS-Kosten abhängig vom Mobilfunkbetreiber/Mobilfunkvertrag).

   
hsz Lingen. Für heiße Familienduelle im heimischen Garten ist es derzeit zu kalt. Sobald es die Witterung zulässt, werden sich die Lingener Brüder Marius und Fabian Varel aber wieder an der Tischtennisplatte gegenüberstehen. Es ist allerdings nicht gesagt, dass mit Fabian (18) der Ältere die Oberhand behält. Denn der 15-jährige Marius versteht es vorzüglich, mit dem Schläger und der kleinen Zelluloid-Kugel zu zaubern: Inzwischen geht er für Landesligist Olympia Laxten im Herrenbereich auf Punktejagd.

Längst nehmen seine Eltern weite Reisen quer durch die Republik auf sich, um das Talent des Sohnes zu fördern. Bereits ein Jahr nachdem sich Marius Varel im Alter von neun Jahren dem SV Olympia anschloss, qualifizierte er sich für Kreis- und Bezirksmeisterschaften. In der folgenden Saison startete er durch: 2006 stand er in seiner Altersklasse (Schüler B) von der Kreis- bis zur Landesrangliste durchgehend ganz oben auf dem Treppchen, in der norddeutschen Rangliste auf Platz sechs. 2007/08 folgte bei den Schülern A Platz zehn in der Landesrangliste und der Einzug ins Achtelfinale der Landesmeisterschaft, 2008/09 ebenfalls bei den Schülern A jeweils Rang drei bei den Landesmeisterschaften und bei den Norddeutschen Meisterschaften. Damit qualifizierte er sich für die Deutschen Meisterschaften im oberfränkischen Altenkunstadt, wo er in der Gruppenphase unglücklich ausschied.

Davon ließ er sich nicht unterkriegen: Im vergangenen Jahr kam der Olympianer bei der männlichen Jugend auf den zwölften Platz der Landesrangliste und ins Achtelfinale der Landesmeisterschaft. Mit der Laxtener Mannschaft sorgte er für Furore: Als klassenstärkster Einzelspieler mit einer Bilanz von 49:2 hatte Varel großen Anteil am zweiten Platz in der Jugend-Niedersachsenliga. Gemeinsam mit Jan-Niklas Hasken, An Ly und seinem Bruder Fabian folgten Rang zwei bei den Norddeutschen Meisterschaften in Quedlinburg und Rang sechs bei den Deutschen Meisterschaften in Neuenstein.

Seinem Vorbild Timo Boll eifert Varel auch 2010 nach – und zwar weiter beim Heimatverein: Ein Angebot des Verbandsligisten SpVgg Niedermark schlug er aus. Bei Olympia und am Landesstützpunkt in Osnabrück trainiert er dreimal wöchentlich, damit er nicht nur die Bruderduelle im heimischen Garten gewinnt.