Schüler waren begeistert bei der Sache
Konzert des Franziskusgymnasiums
(Bericht: Lingener Tagespost vom 26.02.2010)


 

Von Raphael Bonitz
Lingen. „Zwischen Himmel und Erde“, lautete jetzt das Motto des Unterstufen- und Mittelstufenchors sowie des Vororchesters und des Orchesters des Franziskusgymnasiums in der Maria-Königin-Kirche.

Ein rundes Programm wurde aufgeboten, das sich mit der österlichen Zeit ebenso beschäftigte wie mit der Frage: „Was ist unsere Aufgabe als Einzelner und als Gemeinschaft?“ Die Programme der Unter- und Mittelstufe sind immer geschickt um ein oder zwei Kindermusicals herumgebaut, das war diesmal nicht anders. „Es ist vollbracht“ von Thomas Riegler beschäftigt sich mit der Passionsgeschichte, die mit heutigen Mitteln wie die Frage „Jesus oder Barrabas“ in Rappform gekleidet wird. „Le Choristes“ von Christophe Barratier und Bruno Coukas setzen da mehr auf eine melancholisch-melodiöse Tonsprache. Sinnvolle Ergänzung waren „Last Supper“ (das letzte Abendmahl) und „I don’t know how to love him“ aus dem Rock-Oratorium „Jesus Christ Superstar“ von Tim Rice und Andrew Lloyd-Webber.

Mit Emanuele Wellenbrock-Roters und Stefan Pohlmann verfügt diese Schule über zwei Musikpädagogen, die bei ihren Schülern Begeisterung für ein solches Projekt wecken können.

„Djolè“ – auf einmal gänzlich andere Töne! Funkige und fetzige Trommelklänge, die sofort in die Beine gingen: Die noch junge „African-Drums-AG“ der Schule brachte Drive in das Konzert, das zuvor schon mit einem Gitarren-Trio überraschen konnte. Die Orchester ergänzten sinnvoll die Darbietungen der Chöre.

Es ist an dieser Stelle schon gesagt worden, kann aber nicht oft genug wiederholt werden: Schule kann, nein, muss solch kreative Arbeit leisten, und das Franziskusgymnasium macht das vorbildlich. Es kommt vor allem auf die Begeisterung, Konzentration und die Freude am Tun an – das war deutlich zu spüren, da fallen ein paar falsche Töne nicht ins Gewicht. Verbessern lässt sich immer etwas, an der Abstimmung der Tontechnik könnte noch gefeilt werden, um die Ausgewogenheit des Klangs zwischen Chor und Orchester zu verbessern.