Windkraft: Neue Rotoren arbeiten wirkungsvoller
Schüler des Franziskusgymnasiums mit fünftem Platz bei "Jugend forscht" im Bundesentscheid
(Bericht und Fotos: Elisabeth Tondera; Lingener Tagespost vom 19.05.2010)


(Michael Marx, Johannes Albers und Marius Rakers (von links) vom Franziskusgymnasium Lingen freuen sich mit ihrem Betreuungslehrer Christof Tondera über den fünften Platz im Fachgebiet Physik beim Bundesentscheid des Wettbewerbs „Jugend forscht“ in Essen.)



(Im Gespräch mit Juroren)
to Lingen/Essen. Auch in diesem Jahr gehören Schüler aus dem Emsland zu den Preisträgern des Bundeswettbewerbs „Jugend forscht“: Michael Marx, Marius Rakers und Johannes Albers vom Franziskusgymnasium Lingen freuen sich über den fünften Platz im Fachgebiet Physik.
Die drei Lingener trauten ihren Ohren nicht, als bei der feierlichen Preisverleihung in der Essener Philharmonie ihre Standnummer aufgerufen wurde: Sie gehörten zu den Preisträgern. Es war ja schon ein riesiger Erfolg, bis zum Bundesentscheid zu gelangen. Mit noch einem Preis hatten sie nicht mehr gerechnet. Umso größer ist jetzt die Freude.

Mit ihrer Arbeit „Untersuchung des Wirkungsgrades bei Modellwindkraftanlagen“ begannen Michael, Marius und Johannes erst zu Beginn des Schuljahres. Sie überlegten, ob sich die Windenergie noch wirkungsvoller nutzen lässt als bei den herkömmlichen Windanlagen und stellten fest, dass Forschungsarbeit viel Zeit und Mühe kostet. Um etwas zu verbessern, muss man wissen, wie es funktioniert. Also bauten die Schüler zunächst ein Modell einer Windanlage und testeten ihren Wirkungsgrad im schuleigenen Windkanal, den sie für ihre Untersuchungen umbauten. Im nächsten Schritt fragten sie sich, ob die Windanlagen effizienter arbeiten, wenn man die Form der Rotoren umgestaltet. Dabei konnten sich die drei auf die Arbeitsergebnisse des „Jugend forscht“-Projektes am Franziskusgymnasium im vergangenen Jahr stützen, mit dem Sven Krummen und Christian Wassermann ebenfalls beim Bundeswettbewerb erfolgreich antraten.
Michael, Marius und Johannes entwickelten neue Rotoren-Formen und bewiesen durch unzählige Messungen, dass diese wirkungsvoller sind als die herkömmlichen. Dafür verbrachten sie viel Freizeit in der Schule und brüteten auch zu Hause oft über schwierigen Problemen ihrer Arbeit.
Doch die Ergebnisse ihrer Untersuchungen und der Erfolg bei den Wettbewerben beflügelten sie. Keiner der drei zögert, als sie gefragt werden, ob sie sich vorstellen könnten, an dem Projekt weiterzuarbeiten. „In dieser Arbeit steckt noch viel Potenzial“, sagt Michael.
 
Ein langer, arbeitsreicher Weg zum Erfolg!