Lingen. Erna de Vries
ist heute 86 Jahre alt und Ehrenbürgerin der Gemeinde Lathen. 1943
verabschiedete sich ihre Mutter auf der Lagerstraße des Konzentrationslagers
Auschwitz von ihr mit den Worten: „Du wirst überleben und erzählen,
was man mit uns gemacht hat.“ Erna de Vries sah ihre Mutter nie
wieder. Aber von ihrem Schicksal berichten, das macht sie immer wieder
– wie jetzt beim Besuch des Forums Juden-Christen in Lingen. U.
a. zum Thema Erinnerungsarbeit und zum Palästinakonflikt sprach sie
dabei mit drei Schülern des Franziskusgymnasiums, die zurzeit das
Seminarfach „Israel und Palästina“ belegen: |
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Seit 1997 erfüllt die heute 86-jährige
Erna de Vries den Wunsch ihrer in Auschwitz ermordeten Mutter und berichtet
in Schulen vom Holocaust – in der Jüdischen Schule in Lingen
beantwortete sie u. a. die Fragen von Julian Reiter sowie Tim und Jörn
Wübbels. |
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An Erna de Vries ebenfalls anwesende Tochter Ruth de Vries
gerichtet: Haben Sie gemerkt, dass Ihre Mutter Erwartungen hatte oder
wollte, dass Sie die Erinnerungsarbeit weiterführen? Wieder an Erna de Vries gerichtet: Was erwarten Sie von unserer
Generation in Bezug auf Erinnerungsarbeit, und was würden Sie uns
für unser Leben raten? Und wie sehen Sie den Konflikt zwischen Israel und Palästina
in heutiger Zeit? Nähere Informationen zu Erna de Vries gibt es unter www.projektzeitlupe.de », wo ein von Münsteraner Studenten gedrehter Film herunterladbar ist. Und der aktuelle Film „Was bleibt?“ thematisiert u. a. am Beispiel von Erna und Ruth de Vries die Auswirkungen der NS-Vergangenheit auf nachfolgende Generationen – nähere Infos unter www.wasbleibt-film.de ». |
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