Von Wilfried Roggendorf
Lingen. „Wir sind guter Dinge, das Ergebnis von
vor zwei Jahren nicht nur bei der Besucherzahl zu übertreffen“,
freute sich HolgerCosse, Vizepräsident des „Round Table 142“,
über den Erfolg des Benefizkonzertes in Lingen.
Mit 2800 Besuchern hätten 600 Leute mehr den Weg in die Emslandhallen
gefunden als vor zwei Jahren. „Das ist grandios, wir hoffen dass
ein fetter Betrag rumkommt“, stimmte ihm Jochen Wagner, Schlagzeuger
von Revoice, zu.
Da der Erlös des Konzertes an den Kinderschutzbund (KSB) in Meppen
und Lingen geht, hatten alle Bands ihre Teilnahme gerne zugesagt.
Den Auftakt des Konzertes bestritten „NOBC“. Während
des Prince-Klassikers „Purple Rain“ entzündete das
Publikum die ersten Wunderkerzen. Durch den Einsatz von zwei Bühnen
wurden lange Umbaupausen zwischen den Auftritten verhindert, und die
„Dirty Fingers“ konnten ihre „Rock-Classics“
direkt nach „NOBC“ präsentieren. Mit Songs wie „American
Pie“ und „Davy’s on the Road again“ brachten
Sängerin Mirjam von Eigen und ihre Bandkollegen das Publikum in
Wallung.
Die Bremer Band Piccadilly trieb das Stimmungsbarometer weiter nach
oben. „Wir spielen heute von allem etwas, Aktuelles und auch Klassiker“,
hatte die Band angekündigt. Die Konzertatmosphäre ließ
sich auch Lingens OB Heiner Pott nicht entgehen. „Die Musik ist
gut, die Stimmung ist gut, der Zweck ist gut – mit einem Wort:
wunderbar!“ lautete sein Kommentar zum Benefizkonzert.
Auf den Höhepunkt des Abends
mussten nicht nur die Besucher lange warten. Der gemeinsame Auftritt
von „Revoice“ und Chor und Bigband des Franziskusgymnasiums
begann erst gegen ein Uhr morgens. Da tat es gut, dass „Revoice“
das Publikum mit einer gehörigen Portion „Rock ’n’Roll
Music“ erst noch einmal richtig in Fahrt brachten.
Glänzend aufgelegt präsentierten sich dann die jungen Musiker
des Franziskusgymnasiums. Der Chor eröffnete mit „Hymn“
den gemeinsamen, unter dem Motto „Revoice meets Friends“
stehenden Auftritt.
Die Bigband des Franziskusgymnasiums griff dann mit „Let Me entertain
You“ und „viva la vida“ ins Konzertgeschehen ein.
Danach wechselten sich gemeinsam gespielte Stücke mit Soloacts
der Coverband ab. Das bei Letzteren Revoice um halb drei morgens den
ruhigen Pink Floyd Klassiker „We don’t need no Education“
spielten, gefiel nicht jedem. „Um die Zeit muss man rocken“,
meinte ein Konzertbesucher.
Es war 3.15 Uhr, als sich alle Bands und Musiker gemeinsam mit dem Song
„We are the World“ von den Zuhörern verabschiedeten,
die so lange ausgehalten hatten. Auch Schülern des Franziskusgymnasiums
merkte man die für einige ungewohnte Uhrzeit an.
Trotzdem zeigte sich Mitorganisator Cosse mit dem Verlauf des Konzertes
zufrieden. „Es war ein großartiges Fest mit einem tollen
Publikum zwischen 16 und 60 Jahren.“ Welcher Betrag für den
KSB herauskomme, stehe frühestens in zehn Tagen fest, sagte Cosse.