Hörst
du mich? Willst du mich hören? Oder kannst du mich nicht mehr hören?
Siehst du mich? Kann ich dir vertrauen? „Zwiegespräche“: Ein ungewöhnlicher Titel? Ungewöhnliche Fragen? Antworten? Das Franziskusgymnasium Lingen möchte Eltern, Schüler und alle, die sich angesprochen fühlen, einladen, sich auf diese Fragen einzulassen, und gemeinsam mit den musizierenden Schülern zu einer persönlichen Auseinandersetzung mit Fragen des Lebens und des Glaubens mit Hilfe der erklingenden Musik animieren. Am Sonntag, dem 15. Februar findet dieses vielleicht nachdenklich stimmende, aber sicherlich auch froh machende Konzert um 17.00 Uhr in der Kirche Maria Königin in Lingen statt. Unter der Leitung von Stefan Pohlmann und Emanuele Wellenbrock-Roters musizieren und singen das Orchester und das Vororchester sowie der Unterstufen- und der Mittelstufenchor. In allen Musikstücken, die aus verschiedenen Epochen und Genres zu hören sein werden, wird es um Dialoge - „Zwiegespräche“ - gehen. Das, was häufig im Lärm des Alltags untergeht, soll im Mittelpunkt stehen: das Gespräch mit Gott und den Mitmenschen und natürlich auch das Zuhören. |
Das
Wenden an Gott kann viele verschiedene Facetten haben: zum einen Lob und
Ehre des allmächtigen Gottes, was in zwei Liedern des Bereiches „Neues
Geistliches Lied“ - nämlich „Gott sei Ehre“ und
„Sonne, Mond und Sterne“ zum Ausdruck kommt. Im „Song
of Adoration“, der vom Orchester und den Chören gemeinsam aufgeführt
wird, geht es ebenfalls um diesen Aspekt: hier wird der Choral „Lobe
den Herren, den mächtigen König der Ehren“ verarbeitet.
Das bekannte „Prélude“ aus dem „Te Deum“
von Charpentier wird mit einem neuen Text erklingen: „Das Lob soll
laut erschallen“. Mit Gott zu sprechen, kann zum anderen aber auch heißen zu klagen und anzuklagen, zu zweifeln und zu hadern, trauern und weinen zu dürfen, keine Hoffnung zu haben, was im Stück „Tears in heaven“ zum Ausdruck kommt.„Finde du mich, Gott“ mit meinen Zweifeln! Kann ich dir trauen, wenn ich nichts sehe, höre, halte, spüre? Aber auch der „weltliche“ Aspekt kommt nicht zu kurz; Probleme und Ängste, die aus der Kommunikation, Liebe und Nähe zu Mitmenschen erwachsen, spielen in den Liedern „Without you“ und „The Rose“ eine Rolle. In Auszügen aus dem Kindermusical „Wir zeigen Gesicht“ wird dazu aufgerufen, Stellung zu beziehen, im Gespräch zu bleiben und tätig zu werden gegen Ausländerfeindlichkeit und Ausgrenzung, „Gesicht zu zeigen, und zu hoffen, dass bald man Fremde als Freunde betrachtet“. Letztlich wird in verschiedenen Segensliedern aber immer wieder die Botschaft deutlich: Trotz unserer Fragen, Zweifel und dem Gefühl nicht verstanden zu werden, können wir darauf vertrauen, dass Gott bei uns ist, („Weil du mit uns gehst“), dass wir ihm vertrauen können („Look I open my hands“), dass er unsere Bitten („Dona nobis pacem“) erhört und uns begleitet („The Lord bless you and keep you“). Wir – die beteiligten Lehrer und Schüler – wünschen, dass Sie – die Zuhörer – einfach da, offen und empfänglich für die Musik und ihre Botschaft sind. Herzliche Einladung dazu! |