Fantasievolle Aufführung
Gemeinsames Projekt vom Franziskusgymnasium und Christophoruswerk
(Bericht und Foto: Elisabeth Tondera; Lingener Tagespost vom 04.07.2009)

Ein farbenfrohes Bild boten die Spielerinnen und Spieler des Franziskusgymnasiums und des Christophorus-Werkes bei der Aufführung ihres Stückes „Operation Solangfort“.

Im Königsschloss herrscht Trauer. Eine der vier Töchter ist entführt worden. Wer war es? Wo ist sie jetzt? Wer kann helfen? Sie ist schon so lange fort, und immer noch gibt es kein Lebenszeichen!
Die Theater-AG des Franziskusgymnasiums und die Tagesbildungsstätte des Christophorus-Werkes haben wieder ein gemeinsames Theaterprojekt durchgeführt. Unter der Leitung von Gesine Redenius-Hoppe (Franziskusgymnasium), Bärbel Brokjans und Ulla Strieth (Christophorus-Werk) haben sie ein spritziges, fröhliches und buntes Stück mit viel Komik entwickelt auf die Bühne gebracht. In vier Vorstellungen in der Aula des Franziskusgymnasiums haben die 30 Spielerinnen und Spieler gezeigt, welches Potenzial in ihnen steckt.
Es ist eine verrückte Geschichte mit dem Titel „Operation Solangfort“, in die viele Fantasien und witzige Ideen der Schülerinnen und Schüler eingeflossen sind. Auf der Bühne tummeln sich merkwürdige Gestalten, die verschiedenen Kultursparten entsprungen sind: Figuren aus der Welt der Märchen- und Fantasy, aus Film und Fernsehen. Die Inszenierung spielt mit den Seh- und Hörgewohnheiten des Publikums: Die drei Schwestern der entführten Prinzessin schlagen vor, James Bond, Batman oder den Kommissar um Hilfe zu bitten. Bei der Nennung des jeweiligen Namens erklingt die Erkennungsmelodie. Doch dann erscheint die Ufo-Polizei mit dem neuen UKF, dem Verlorene-Kinds-Finder. Aber weder das moderne Gerät noch der unermüdliche Einsatz des Obersten Ufo-Polizisten bringen Erfolg. Ohne die Hilfe des Hofnarren und der Schulkinder, die sich auf die abenteuerliche Reise mit dem Ufo begeben, wäre es den Polizisten nicht gelungen, die Prinzessin zu finden.
Bestechend an der Produktion sind ihre Dynamik und der rasante Wechsel der szenischen Bilder. Durch den Einsatz verschiedener szenischer Mittel ist die Aufführung lebendig und abwechslungsreich. Darstellendes Spiel, Tanz, Musik, Schattenspiel Geräusche und Licht, aber auch die farbenfrohen Kostüme und die Requisiten werden wirkungsvoll eingebracht und treiben die turbulente Handlung voran.
Auffallend ist die große Spielfreude der Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderungen, die engagiert und temperamentvoll auf der Bühne agieren. Sie bringen sich je nach ihren Möglichkeiten ein und tragen alle zu einem Theatervergnügen erster Klasse bei.

Foto-Eindrücke von der Aufführung (mehr)