Johannes Pruisken morgens der Erste
Schulleiter des Franziskusgymnasiums feierte
40-jähriges Dienstjubiläum

(Lingener Tagespost vom 02.02.09)

Zum 40-jährigen Dienstjubiläum von Johannes Pruisken gratulierten Schüler- und Mitarbeitervertreter sowie die Landesschulbehörde. Von links: Michael Schwerhoff, Angelika Vehr, Johannes Pruisken und Klaus Seifert.


wrog Lingen. „Ich fühle mich noch sehr lebendig“, erwiderte Johannes Pruisken, Leiter des Lingener Franziskusgymnasiums, lächelnd auf die Laudatio des Leitenden Regierungsdirektors Klaus Seifert von der Landesschulbehörde. Dieser hatte seine Ansprache zu Pruiskens 40-jährigem Dienstjubiläum mit dem Satz: „Wir sind heute hier, Johannes Pruisken zu gedenken“, begonnen.

Der aus Osnabrück angereiste Dezernent stellte seine Glückwünsche unter das Motto: „Wer eine lange Anreise hat, darf eine kurze Rede halten.“ Die Dauer seiner Anreise könnte auch der Grund gewesen sein, dass die Festveranstaltung im Lehrerzimmer des Franziskusgymnasiums mit viertelstündiger Verspätung begann.
Pruisken selbst sei morgens immer der Erste, bescheinigte Schülervertreter Michael Schwerhoff seinem Schulleiter Pünktlichkeit. „Dabei haben Sie immer einen bestimmten Parkplatz“, so Schwerhoff. Damit dies auch so bleibe, überreichte er dem Meppener als Geschenk ein Schild für diesen Parkplatz mit der Aufschrift „Schulleiter“. Als Vertreterin aller Mitarbeiter der Schule fand auch Angelika Vehr nur lobende Worte für Pruisken. Sein Stellvertreter Karl-Heinz Ossing meinte, die Qualität eines Schulleiters lasse sich nicht an Dienstjahren messen. „Ich bin froh, dich als Chef zu haben“, brachte Ossing seine Wertschätzung zum Ausdruck.
Der so gelobte Pädagoge bedankte sich bei allen Gratulanten. Er sei dankbar, „Schule aus verschiedenen Perspektiven erlebt zu haben“. Von 1975 bis 1979 habe er als Lehrer am Gymnasium Nordhorn Schule aus der Sicht des Lehrers, von 1979 bis 1990 als Fachleiter für katholische Religion am Studienseminar Meppen Schule mit den Augen eines für das bestimmte Fach Verantwortlichen erleben dürfen. Den Blick auf Schule habe seine Vaterrolle geschärft: „Seitdem weiß ich, warum Elternbriefe nicht pünktlich ankommen und wie es in einem Kinderzimmer aussieht“, zeigte Pruisken Verständnis für die kleinen Schwächen seiner Schüler.
Die Schule sei sein Lebensraum, so der Meppener weiter. Seine Tätigkeit als stellvertretender Schulleiter des Franziskusgymnasiums von 1990 bis 2002 und die anschließende Übernahme der Schulleitung stellte der Pädagoge unter den Leitsatz: „Wer anderen eine Schule baut, muss selbst hinein.“ Daran, dass Pruisken gerne in die Schule geht, deren Entwicklung er in den letzten Jahren maßgeblich geprägt hat, ließ er keinen Zweifel.