wrog Lingen. „Ich fühle mich noch sehr lebendig“, erwiderte
Johannes Pruisken, Leiter des Lingener Franziskusgymnasiums, lächelnd
auf die Laudatio des Leitenden Regierungsdirektors Klaus Seifert von der
Landesschulbehörde. Dieser hatte seine Ansprache zu Pruiskens 40-jährigem
Dienstjubiläum mit dem Satz: „Wir sind heute hier, Johannes
Pruisken zu gedenken“, begonnen.
Der aus Osnabrück angereiste Dezernent stellte seine
Glückwünsche unter das Motto: „Wer eine lange Anreise
hat, darf eine kurze Rede halten.“ Die Dauer seiner Anreise könnte
auch der Grund gewesen sein, dass die Festveranstaltung im Lehrerzimmer
des Franziskusgymnasiums mit viertelstündiger Verspätung begann.
Pruisken selbst sei morgens immer der Erste, bescheinigte Schülervertreter
Michael Schwerhoff seinem Schulleiter Pünktlichkeit. „Dabei
haben Sie immer einen bestimmten Parkplatz“, so Schwerhoff. Damit
dies auch so bleibe, überreichte er dem Meppener als Geschenk ein
Schild für diesen Parkplatz mit der Aufschrift „Schulleiter“.
Als Vertreterin aller Mitarbeiter der Schule fand auch Angelika Vehr nur
lobende Worte für Pruisken. Sein Stellvertreter Karl-Heinz Ossing
meinte, die Qualität eines Schulleiters lasse sich nicht an Dienstjahren
messen. „Ich bin froh, dich als Chef zu haben“, brachte Ossing
seine Wertschätzung zum Ausdruck.
Der so gelobte Pädagoge bedankte sich bei allen Gratulanten. Er sei
dankbar, „Schule aus verschiedenen Perspektiven erlebt zu haben“.
Von 1975 bis 1979 habe er als Lehrer am Gymnasium Nordhorn Schule aus
der Sicht des Lehrers, von 1979 bis 1990 als Fachleiter für katholische
Religion am Studienseminar Meppen Schule mit den Augen eines für
das bestimmte Fach Verantwortlichen erleben dürfen. Den Blick auf
Schule habe seine Vaterrolle geschärft: „Seitdem weiß
ich, warum Elternbriefe nicht pünktlich ankommen und wie es in einem
Kinderzimmer aussieht“, zeigte Pruisken Verständnis für
die kleinen Schwächen seiner Schüler.
Die Schule sei sein Lebensraum, so der Meppener weiter. Seine Tätigkeit
als stellvertretender Schulleiter des Franziskusgymnasiums von 1990 bis
2002 und die anschließende Übernahme der Schulleitung stellte
der Pädagoge unter den Leitsatz: „Wer anderen eine Schule baut,
muss selbst hinein.“ Daran, dass Pruisken gerne in die Schule geht,
deren Entwicklung er in den letzten Jahren maßgeblich geprägt
hat, ließ er keinen Zweifel.
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