Menschheit zwischen Habgier und Verantwortung
(Bericht und Fotos: Ida Frank)

Lobbyarbeit in einem der Komitees
 
Die „General Assembly Hall“ vor der Sitzung
Eröffnungsrede von Algerien
Daniel während der Pause am „Österreich- Tisch“


Unter diesem Motto stand die diesjährige UN-Simulation "OLMUN" (Oldenburg Model United Nations), welche im Zeitraum vom 9. bis zum 12. Juni 2009 in Oldenburg statt fand. Wir fuhren mit vier Schülern der Jahrgangsstufe 12 des Franziskusgymnasiums nach Oldenburg, um das Land Österreich zu repräsentieren. Alljährlich treffen sich über 500 Jugendliche aus Europa sowie – in diesem Jahr erstmalig – aus den USA und Indien in der Weser-Ems-Halle. Hier werden wie bei den Vereinten Nationen verschiedene Weltpolitische Probleme erörtert und diskutiert, und zwar nach den diplomatischen Spielregeln, wie sie auch bei der UN gelten. Zum Beispiel mussten wir einen strengen Dresscode und die sprachlichen Förmlichkeiten einhalten. Unter dem großen Thema "Mankink between Greed and Responsibility" setzten wir uns in verschiedene Komitees u. a. mit den Themen Piraterie vor der Somalischen Küste, Sterbehilfe, Wasserproblematik und die Gefahren von Spekulationen auf dem Nahrungs- und Energiemarkt auseinander. Das Planspiel fand in Englisch statt, um die Sitzungen möglichst realitätsnah zu gestalten und das Verständnis der ausländischen Schüler zu gewährleisten.

In den jeweiligen Konferenzen wurden Lösungsvorschläge der einzelnen UN-Mitglieder vorgestellt und diskutiert. Ziel war es, möglichst gute Lösungen zu den verschiedenen Problemen zu finden, mit denen alle Länder einverstanden waren. Natürlich gab es in der Diskussion der Staaten auch kontroverse Sichtweisen, jedoch galt das Prinzip der Mehrheit.

Für uns war es interessant, die Abläufe der UN kennen zu lernen und auch mit ausländischen Schülern weltpolitische Probleme zu diskutieren. Besonders erstaunt hat uns die formale Genauigkeit des Planspiels. Zum Beispiel wurden die Delegierten oft zur Ordnung gerufen für Dinge wie Applaudieren. So gab es auch für jedes Anliegen genaue Wortvorgaben, an die sich gehalten werden musste, wenn man sich zu einem Thema äußern wollte. Insgesamt kann man sagen, dass sich die Fahrt nach Oldenburg gelohnt hat und wir OLMUN auf jeden Fall weiter empfehlen würden.