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Viele neue Erkenntnisse
erwarben 25 Oberstufenschüler des Lingener Franziskusgymnasiums bei
der Teilnahme am einwöchigen Wirtschaftsplanspiel MIG – Marketing,
Bilanzierung, Preiskalkulationen und Fertigungskonzepte standen dabei
auf dem „Stundenplan“. |
mb Lingen. „Ich bin stolz auf so viele junge Leute. Ihr habt das so toll gemacht!“ Ein dickes Lob von Johannes Pruisken, Direktor des Franziskusgymnasiums Lingen, belohnte den souveränen Auftritt seiner 25 Oberstufenschüler bei der Präsentation während des Wirtschaftsplanspieles „Management Information Game“ (MIG) im Informationszentrum der RWE Power AG. Eine Woche lang war der Kraftwerkstandort Lingen Gastgeber des computergestützten Schülerplanspiels MIG. Dabei hatten 25 Ober-stufenschüler die Möglichkeit, Einblick in das Wirtschaftsleben zu nehmen. Sie sollten vertraut werden mit den komplexen Wechselwirkungen zwischen einzelnen Unternehmen und der Gesamtwirtschaft. Die Jugendlichen leiteten während des Spiels konkurrierende Aktiengesellschaften und trafen in ihrem bis zu zehnstündigen Unternehmeralltag Entscheidungen über Fertigung, Einkauf und Personal, auch die Preiskalkulation und die Bilanzierung waren zu berücksichtigen. Ein Marketingkonzept musste entworfen und während einer Präsentation Einkäufer von ihrem Produkt überzeugt werden. Zuletzt war eine Hauptversammlung zu bestehen und Aktionäre von der Richtigkeit der Entscheidungen zu überzeugen. Träger und Veranstalter des MIG war der Industrielle Arbeitgeberverband Osnabrück-Emsland (IAV). Er führt das Wirtschaftsplanspiel bereits seit 20 Jahren an wechselnden Standorten durch. Fundierten Einblick in das Wirtschaftsleben erhielten die Schüler in Informationsblöcken durch Führungskräfte der RWE Power und anderer Firmen. Die Kosten des Planspiels wurden von Unternehmen der Region gesponsert. Schwerpunkt des Wirtschaftsplanspiels bildete die „Präsentation“: Hier stellten die drei aus den 25 Schülern gebildeten Unternehmen ihr „Produkt“ und ihr Marketingkonzept vor. Offizielle Gäste und Vertreter hiesiger Betriebe versetzten sich in die Rolle von Einkäufern und entschieden durch Stimmabgabe die Produktwahl. Dr. Hubertus Flügge, Leiter des Kraftwerk-Standortes Lingen, begrüßte dazu die Schüler und Gäste im Vortragsraum. „Um die Jugendlichen auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten, ist es wichtig, sie in die komplexe Situation von Unternehmen einzuweisen“, betonte er. Deshalb unterstütze man das Projekt gerne. Nachdem auch Birgit Tovar vom IAV ein Grußwort gesprochen und Christof Döhren vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft in das Planspiel eingeführt hatte, schlug die Stunde der Schüler. Schmuck im „Business Dress“ (dunkler Anzug und dezent gestreifte Krawatte sowie Kostüm) präsentierten sie gut vorbereitet, und schlagfertig ihre Version des Produktes „Allesfinder“. „Es war eine faszinierende und aufregende Woche“, meinte Schülerin Henrike Treutler, die das Marketingkonzept von „Memolife“ souverän präsentiert hatte. |