ra Meppen. Unter den Siegern und Platzierten des 44. Bundeswettbewerbs
„Jugend forscht“, die in Osnabrück durch die Bundesbildungsministerin
Prof. Annette Schavan ausgezeichnet wurden, sind mit Sven Krummen
und Christian Wassermann vom Franziskusgymnasium Lingen auch zwei
Emsländer.
Die beiden 18-jährigen Schüler belegten, wie bereits berichtet,
im Fachgebiet Physik den fünften Platz und wurden zudem mit dem
Sonderpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ausgezeichnet. Der
Landkreis Emsland nahm den großartigen Erfolg der beiden Jungforscher
zum Anlass, sie zusammen mit ihrem Betreuungslehrer Christof Tondera
und der Wettbewerbsleiterin Dr. Michaela Veh zu einem Empfang in das
Kreishaus in Meppen einzuladen. Die Bionik, die sich mit der Analyse
von Naturprinzipien und deren Umsetzung in technische Anwendungen
beschäftigt, fasziniere sie seit Jahren, berichteten die beiden
Jugendlichen.
So hätten sie sich auch gefragt, wozu die auffälligen Kerben
in den Brustflossen der Buckelwale wohl gut seien. Im Rahmen ihres
etwas ungewöhnlichen Forschungsprojektes „Die Flosse eines
Wals“ sind sie über mehrere Jahre diesem Phänomen
auch mit der Frage, ob sich damit die Aerodynamik einer Flugzeug-Tragfläche
optimieren lasse, nachgegangen. Um die Funktion einer Walflosse „in
ihrem Element“ zu erforschen und um entsprechende Messwerte
zu erzielen, bauten sie einen Wasserkanal. Im Vergleich mit herkömmlichen
Tragflächen zeigte sich, dass die Kerben unter bestimmten Bedingungen
Vorteile für die Luftfahrt bringen können.
Erster Kreisrat Reinhard Winter unterstrich während des Empfanges
die Aussage der Bundesministerin, dass „Jugend forscht“
die jeweils nachwachsenden Generationen an Naturwissenschaften und
Technik heranführe und so „Zukunft macht“. Die seit
Jahren steigenden Anmeldezahlen bei „Jugend forscht“ bewiesen,
dass es trotz der Kritik am deutschen Bildungssystem möglich
sei, junge Menschen für Naturwissenschaften zu begeistern, fügte
er hinzu.
Durch experimentierendes forschendes Lernen lasse sich das Interesse
junger Menschen an Naturwissenschaften, Mathematik und Technik nachhaltig
steigern, betonte Winter. Und dass dabei großartige Resultate
erzielt würden, sei auch von den beiden Schülern des Franziskusgymnasiums
eindrucksvoll bewiesen worden.