Lingener Jungforscher bei Kanzlerin
Sven Krummen und Christian Wassermann schnupperten Berliner Luft
(Bericht und Foto aus der Lingener Tagespost vom 18.06.09)

Empfang in Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßte Jugend-forscht-Sieger Sven Krummen (rechts) und Christian Wassermann (links) aus Lingen sowie DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde. Foto: David Ausserhofer


Berlin/Lingen. Einen Glückwunsch von der Kanzlerin – viel mehr geht eigentlich nicht. Allen Grund zum Strahlen hatten deshalb die beiden Jungforscher Sven Krummen und Christian Wassermann vom Lingener Franziskusgymnasium, die in Berlin von Angela Merkel empfangen wurden.


Wie berichtet, hatten die beiden 18-Jährigen beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ im Fachgebiet Physik den fünften Platz belegt. Sie wurden zudem mit dem Sonderpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ausgezeichnet.
Bundeskanzlerin Angela Merkel lud die Gewinner des Nachwuchswettbewerbes in das Kanzleramt nach Berlin ein. Sie würdigte in diesem Zusammenhang die Projekte und Erfindungen der 65 Nachwuchswissenschaftler, die beim Bundesfinale in Osnabrück erfolgreich waren.
Der diesjährige Bundeswettbewerb Jugend forscht wurde gemeinsam von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und der Stiftung Jugend forscht ausgerichtet. „Bei diesen Leistungen der jungen Forscher müssen wir keine Angst um den wissenschaftlich-technischen Nachwuchs im Lande haben“, sagte der DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde, der ebenfalls von der Bundeskanzlerin eingeladen wurde und an der Veranstaltung teilnahm. „Ich möchte mich bedanken bei Herrn Brickwedde und der DBU, die ‚Jugend forscht‘ schon lange Jahre verbunden sind“, betonte Merkel.
Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Stiftungen ist nicht neu: Die DBU lobt seit mehr als zehn Jahren auf der Regional-, Landes- und Bundeswettbewerbsebene zwei Sonderpreise für herausragende Arbeiten in der Umwelttechnik aus. Wie gut die gemeinsame Arbeit funktioniert habe, untermauerte Dr. Uta Krautkrämer-Wagner, Geschäftsführerin von Jugend forscht, im Bundeskanzleramt: „Die DBU war ein hervorragender Gastgeber.“ Je früher sich Jugendliche mit naturwissenschaftlichen und technischen Fragestellungen befassen würden, umso besser seien die Voraussetzungen dafür, dass sie sich später auch für einen Beruf in diesen Fächern entscheiden. „Die DBU sieht eine ihrer zentralen Aufgaben in der Unterstützung junger Menschen, sich mit den Themen etwa im Rahmen unseres Stipendiatenprogramms auseinanderzusetzen“, sagte Brickwedde.
In den anderthalb Tagen in Berlin erlebten die Jugendlichen aus ganz Deutschland eine Führung durch das Bundeskanzleramt und einen Besuch im Bundestag. Außerdem besichtigten die jungen Forscher das Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches Geoforschungszentrum.