Berlin/Lingen. Einen Glückwunsch von der Kanzlerin – viel
mehr geht eigentlich nicht. Allen Grund zum Strahlen hatten deshalb
die beiden Jungforscher Sven Krummen und Christian Wassermann vom Lingener
Franziskusgymnasium, die in Berlin von Angela Merkel empfangen wurden.
Wie berichtet, hatten die beiden 18-Jährigen beim Bundeswettbewerb
„Jugend forscht“ im Fachgebiet Physik den fünften Platz
belegt. Sie wurden zudem mit dem Sonderpreis der Deutschen Bundesstiftung
Umwelt ausgezeichnet.
Bundeskanzlerin Angela Merkel lud die Gewinner des Nachwuchswettbewerbes
in das Kanzleramt nach Berlin ein. Sie würdigte in diesem Zusammenhang
die Projekte und Erfindungen der 65 Nachwuchswissenschaftler, die beim
Bundesfinale in Osnabrück erfolgreich waren.
Der diesjährige Bundeswettbewerb Jugend forscht wurde gemeinsam
von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und der Stiftung Jugend
forscht ausgerichtet. „Bei diesen Leistungen der jungen Forscher
müssen wir keine Angst um den wissenschaftlich-technischen Nachwuchs
im Lande haben“, sagte der DBU-Generalsekretär Dr. Fritz
Brickwedde, der ebenfalls von der Bundeskanzlerin eingeladen wurde und
an der Veranstaltung teilnahm. „Ich möchte mich bedanken
bei Herrn Brickwedde und der DBU, die ‚Jugend forscht‘ schon
lange Jahre verbunden sind“, betonte Merkel.
Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Stiftungen ist nicht neu: Die
DBU lobt seit mehr als zehn Jahren auf der Regional-, Landes- und Bundeswettbewerbsebene
zwei Sonderpreise für herausragende Arbeiten in der Umwelttechnik
aus. Wie gut die gemeinsame Arbeit funktioniert habe, untermauerte Dr.
Uta Krautkrämer-Wagner, Geschäftsführerin von Jugend
forscht, im Bundeskanzleramt: „Die DBU war ein hervorragender
Gastgeber.“ Je früher sich Jugendliche mit naturwissenschaftlichen
und technischen Fragestellungen befassen würden, umso besser seien
die Voraussetzungen dafür, dass sie sich später auch für
einen Beruf in diesen Fächern entscheiden. „Die DBU sieht
eine ihrer zentralen Aufgaben in der Unterstützung junger Menschen,
sich mit den Themen etwa im Rahmen unseres Stipendiatenprogramms auseinanderzusetzen“,
sagte Brickwedde.
In den anderthalb Tagen in Berlin erlebten die Jugendlichen aus ganz
Deutschland eine Führung durch das Bundeskanzleramt und einen Besuch
im Bundestag. Außerdem besichtigten die jungen Forscher das Helmholtz-Zentrum
Potsdam – Deutsches Geoforschungszentrum.