Der Übergang von der Schule in den Beruf oder ein Studium wird oft unterschätzt. In Deutschland bricht nahezu jeder vierte Auszubildende oder sogar jeder dritte Student den eingeschlagenen Ausbildungs- oder Studiengang ab. Die Ursachen hierfür liegen oft in einer beruflichen Fehleinschätzung. Um den Schüler/innen bei der Berufswahl zu helfen, gibt es am Franziskusgymnasium ein umfassendes Konzept zur Berufsorientierung. Als neuer Einstieg in diese Berufsorientierung dient seit diesem Schuljahr der Berufsnavigator, der im September an einem Schultag von 8.00- 17.00 Uhr mit allen Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen von der Hamburger Firma Berufsnavigator GmbH durchgeführt wurde. Diese Veranstaltung wurde vom Landkreis Emsland, der Volksbank und der Agentur für Arbeit finanziert. Das Verfahren basiert auf einer Fremdeinschätzung
durch drei Klassenkameraden im Hinblick auf mehr als 50 Eigenschaften
(Wissbegierigkeit, Schnelligkeit, Wortschatz, Lese- und Rechenfertigkeit,
etc.). Diese wird in 1 Stunde anonym mit Hilfe eines elektronischen
Abstimmungsgerätes (vergleichbar mit dem TED im Fernsehen) vorgenommen
(siehe Foto). Auf der Basis dieser Einschätzung erstellt der Computer
für jeden Schüler ein individuelles Stärkenprofil. Dieses
Stärkenprofil dient als Grundlage für die anschließende
einstündige Kleingruppenberatung durch erfahrene Praktiker aus
dem Personalwesen. In dieser Beratung werden dem Schüler Berufe
und Studiengänge, die zu seinem Stärkenprofil passen, vorgestellt,
sodass der Schüler eine Perspektive für den weitern Berufswahlprozess
und unter Umständen auch für die Auswahl eines Praktikumsplatzes
für das im 10. Jahrgang stattfindende Schülerbetriebspraktikum
hat. Das Feed-back der Schüler/innen und Schüler war sehr
positiv. |