Berufsnavigator als Einstieg in die Berufsorientierung
(Bericht und Fotos: Jürgen Königschulte)


Der Übergang von der Schule in den Beruf oder ein Studium wird oft unterschätzt. In Deutschland bricht nahezu jeder vierte Auszubildende oder sogar jeder dritte Student den eingeschlagenen Ausbildungs- oder Studiengang ab. Die Ursachen hierfür liegen oft in einer beruflichen Fehleinschätzung. Um den Schüler/innen bei der Berufswahl zu helfen, gibt es am Franziskusgymnasium ein umfassendes Konzept zur Berufsorientierung. Als neuer Einstieg in diese Berufsorientierung dient seit diesem Schuljahr der Berufsnavigator, der im September an einem Schultag von 8.00- 17.00 Uhr mit allen Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen von der Hamburger Firma Berufsnavigator GmbH durchgeführt wurde. Diese Veranstaltung wurde vom Landkreis Emsland, der Volksbank und der Agentur für Arbeit finanziert.

Das Verfahren basiert auf einer Fremdeinschätzung durch drei Klassenkameraden im Hinblick auf mehr als 50 Eigenschaften (Wissbegierigkeit, Schnelligkeit, Wortschatz, Lese- und Rechenfertigkeit, etc.). Diese wird in 1 Stunde anonym mit Hilfe eines elektronischen Abstimmungsgerätes (vergleichbar mit dem TED im Fernsehen) vorgenommen (siehe Foto). Auf der Basis dieser Einschätzung erstellt der Computer für jeden Schüler ein individuelles Stärkenprofil. Dieses Stärkenprofil dient als Grundlage für die anschließende einstündige Kleingruppenberatung durch erfahrene Praktiker aus dem Personalwesen. In dieser Beratung werden dem Schüler Berufe und Studiengänge, die zu seinem Stärkenprofil passen, vorgestellt, sodass der Schüler eine Perspektive für den weitern Berufswahlprozess und unter Umständen auch für die Auswahl eines Praktikumsplatzes für das im 10. Jahrgang stattfindende Schülerbetriebspraktikum hat. Das Feed-back der Schüler/innen und Schüler war sehr positiv.