Forschen macht Spaß: Mareike Tälkers und Eileen Caffier beim Messen im Großen Brögberner Teich. |
Forschen ist nicht nur Arbeit, sondern kann auch richtig Spaß machen, vor allem, wenn die monate- oder jahrelangen Bemühungen am Ende erfolgreich sind. Das haben die 13jährigen Schülerinnen des Franziskusgymnasiums Lingen Eileen Caffier und Mareike Tälkers erfahren. Mit ihrer Arbeit: „Die ökologische Bedeutung des Großen Brögberner Teiches“ haben sie nach dem Regionalsieg in Lingen beim Landesentscheid „Schüler experimentieren“ in Oldenburg den zweiten Platz im Fachgebiet „Geo- und Raumwissenschaften“ erreicht. Außerdem erhielten sie den Sonderpreis „Umwelttechnik und Naturschutz“. Vor etwa zehn Jahren wurden die am Rande von Lingen gelegenen Brögberner Teiche im Rahmen eines EXPO-Projekts zu Boden und Wasser unter der wissenschaftlichen Begleitung der Universität Oldenburg renaturiert. Heute bilden die Brögberner Teiche eine Oase, wo eine im Vergleich zur Umgebung, die durch intensive Landwirtschaft geprägt ist, hohe Artenvielfalt herrscht. Neben dem Hochwasserschutz für die Stadt Lingen werden die Nährstoffe, die durch die Landwirtschaft in den Mühlenbach eingetragen werden, teilweise im Großen Brögberner Teich abgebaut. Eileen und Mareike haben untersucht, ob und wie gut das Ökosystem im Großen Brögberner Teich noch funktioniert. Dazu haben sie zum einen die Wasserqualität untersucht, und zum anderen die Pflanzen- und Tierwelt beobachtet. Monatelang sind sie in Begleitung ihres Betreuungslehrers Christof Tondera regelmäßig zu den Messstationen gefahren und haben die Ergebnisse anschließend in der Schule ausgewertet. Vom April 2007 bis März 2008 haben die beiden Jungforscherinnen unter anderem die Belastung des Wassers mit Ammonium, Nitrit, Nitrat und Phosphat gemessen. Durch ihre Untersuchungen haben sie festgestellt, dass die Selbstreinigungskraft des Großen Brögberner Teiches sehr gut funktioniert, wenn keine extremen Wetterbedingungen herrschen. Außerdem hat sich die Artenvielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt vervielfacht, obwohl die Belastung des Teiches durch die Landwirtschaft zugenommen hat. |