Lingen. Wenn „Ruby Tuesday“ mit dem „Son of a preacher“
zum „Hotel California“ geht, dann liegt etwas ganz Besonderes
in der Luft.
Im Lingener Theater hieß es: „Revoice klassisch Franziskus
rockt“. Und wenn die Jungs der „altehrwürdigen“
Rocktruppe ihre Finger im Spiel haben, bedeutet das auch: Es geht gewaltig
die Post ab, dafür bürgt schon ihre enorme Fangemeinde.
Es wurde aber auch dadurch ein besonderer Abend, weil verschiedene Musikgruppierungen
zusammengeführt wurden.
So agierte auf der Bühne nicht nur der „Wagner-Clan“
Jochen, Matthias und Michael sowie Jörg Böttcher, Werner Lange,
Ralf Müller und Heinz Schäfer. Es waren auch Chor, Bigband
und Streicher vom „Franziskus“ mit von der Partie. Das gab
Möglichkeiten zu ganz besonderen Interpretationen. „Revoice“
spielten das, was sie am besten können: die ewig lebenden Hits
von Beatles, Stones und Co.
Das Ganze kommt meist toll über die Rampe, auch wenn man sich „Hotel
California“ doch etwas peppiger gewünscht hätte. Dafür
wurde man mit einer ganz eigenen Version von „Another brick in
the wall“ belohnt, das bewies Klasse und ging regelrecht unter
die Haut. Bei allem merkt man eines: die da oben musizieren mit dem
Herzen, sie stehen zu dem was sie machen, und darum ist es so authentisch.
Das Franziskusgymnasium verfügt über eine üppige Zahl
engagierter Schüler, und das ist auch gut so. Musikpädagoge
Dieter Krone hatte wieder eine Menge Energie investiert, um das alles
zu koordinieren. Aber er weiß selbst am besten, dass das etwas
Lohnenswertes ist. Schön war, dass die Band der Schule ihre Plattform
bekam, sie dankte mit frisch-frechem Rockmusiksound. Und die wirklich
guten Gesangssolisten Mona Leinung, Eva und Julia Klumparendt sowie
Kristina Kolbe sollen hier stellvertretend für alle genannt werden,
die ihr Herzblut in dies Projekt gesteckt haben.
Zwei darf man auf gar keinen Fall vergessen: Jörg Oostergetelo
und Philipp Blender. Sie zeichneten für die Technik an diesem Abend
verantwortlich, es war der praktische Teil ihrer Prüfung zum Veranstaltungstechniker.
Und was die beiden da aus dem Hut gezaubert haben, verdient wirklich
das Prädikat „fantastisch“. Wird Ton und Licht wie
hier präsentiert, muss jede Show zum Erfolg werden.
Wenn der Nachwuchs so gut ausgebildet wird wie durch das Theater an
der Wilhelmshöhe und Professional Audio Equipment Nordhorn, kann
man mit aller- größter Zuversicht in die Zukunft schauen
und muss keine Tränen vergießen wie im Zugabestück „As
tears goes by“. Ein toller Abend!