Frisch-frecher Rocksound
Ein toller Abend mit Revoice und den Schülern des Franziskusgymnasiums

(Bericht und Fotos von Raphael Bonitz; Lingener Tagespost vom 12.02.2008)

Lingen. Wenn „Ruby Tuesday“ mit dem „Son of a preacher“ zum „Hotel California“ geht, dann liegt etwas ganz Besonderes in der Luft.
Im Lingener Theater hieß es: „Revoice klassisch Franziskus rockt“. Und wenn die Jungs der „altehrwürdigen“ Rocktruppe ihre Finger im Spiel haben, bedeutet das auch: Es geht gewaltig die Post ab, dafür bürgt schon ihre enorme Fangemeinde.
Es wurde aber auch dadurch ein besonderer Abend, weil verschiedene Musikgruppierungen zusammengeführt wurden.
So agierte auf der Bühne nicht nur der „Wagner-Clan“ Jochen, Matthias und Michael sowie Jörg Böttcher, Werner Lange, Ralf Müller und Heinz Schäfer. Es waren auch Chor, Bigband und Streicher vom „Franziskus“ mit von der Partie. Das gab Möglichkeiten zu ganz besonderen Interpretationen. „Revoice“ spielten das, was sie am besten können: die ewig lebenden Hits von Beatles, Stones und Co.
Das Ganze kommt meist toll über die Rampe, auch wenn man sich „Hotel California“ doch etwas peppiger gewünscht hätte. Dafür wurde man mit einer ganz eigenen Version von „Another brick in the wall“ belohnt, das bewies Klasse und ging regelrecht unter die Haut. Bei allem merkt man eines: die da oben musizieren mit dem Herzen, sie stehen zu dem was sie machen, und darum ist es so authentisch.
Das Franziskusgymnasium verfügt über eine üppige Zahl engagierter Schüler, und das ist auch gut so. Musikpädagoge Dieter Krone hatte wieder eine Menge Energie investiert, um das alles zu koordinieren. Aber er weiß selbst am besten, dass das etwas Lohnenswertes ist. Schön war, dass die Band der Schule ihre Plattform bekam, sie dankte mit frisch-frechem Rockmusiksound. Und die wirklich guten Gesangssolisten Mona Leinung, Eva und Julia Klumparendt sowie Kristina Kolbe sollen hier stellvertretend für alle genannt werden, die ihr Herzblut in dies Projekt gesteckt haben.
Zwei darf man auf gar keinen Fall vergessen: Jörg Oostergetelo und Philipp Blender. Sie zeichneten für die Technik an diesem Abend verantwortlich, es war der praktische Teil ihrer Prüfung zum Veranstaltungstechniker. Und was die beiden da aus dem Hut gezaubert haben, verdient wirklich das Prädikat „fantastisch“. Wird Ton und Licht wie hier präsentiert, muss jede Show zum Erfolg werden.
Wenn der Nachwuchs so gut ausgebildet wird wie durch das Theater an der Wilhelmshöhe und Professional Audio Equipment Nordhorn, kann man mit aller- größter Zuversicht in die Zukunft schauen und muss keine Tränen vergießen wie im Zugabestück „As tears goes by“. Ein toller Abend!