Lingen. Angesichts der demografischen Entwicklung ist zunehmend
von Fachkräftemangel die Rede, insbesondere im Ingenieurbereich.
Damit naturwissenschaftlich-technisch interessierte Jugendliche einen
Einblick in die unterschiedlichen Arbeitsfelder von Ingenieuren bekommen,
hat die Stiftung jetzt gemeinsam mit dem Franziskusgymnasium Lingen
ein besonderes Bewerbungsseminar organisiert. Dazu gehörte auch
eine Erkundung bei der Kampmann GmbH.
Kein normaler Schultag für 30 Schülerinnen und Schüler
aus dem naturwissenschaftlichen Profil des 13. Jahrgangs am Franziskusgymnasium
Lingen: Statt im Deutsch- oder Mathematikunterricht zu sitzen, nahmen
die Schüler an einem Bewerbungsseminar der VME teil.
Welche Stärken habe ich eigentlich, und welche Berufe passen dazu?
Welche Anforderungen stellt ein Arbeitgeber im Bewerbungsgespräch?
Gemeinsam mit Bildungsreferent Steffen Vogt begaben sie sich auf die
Suche nach Antworten. Dabei ging es nicht nur darum, die Schüler
auf eine Interviewsituation vorzubereiten. Vogt wollte auch zeigen,
dass es viele interessante naturwissenschaftlich-technische Berufswege
gibt, und organisierte deshalb für den Nachmittag ein Gespräch
mit Ingenieuren der Kampmann GmbH.
Direkt im Unternehmen gaben die Experten aus den Bereichen Export, Produkt-Management
und Kundendienst Informationen zu ihrem Arbeitsalltag, dem jeweiligen
Aufgabenbereich und den unterschiedlichen Werdegängen – schon
bald entstand ein abwechslungsreicher Dialog.
Für die Jugendlichen wurde deutlich, dass die Ingenieure an abwechslungsreichen
Schnittstellen zwischen kaufmännischen Bereichen, der Produktion
und der Forschung und Entwicklung arbeiten.
Egal ob Diplom-Wirtschaftsingenieur oder Ingenieur für technische
Gebäudeausrüstung – wirtschaftliche Fragestellungen
gehören für alle zum Arbeitsalltag. Helmut Brinkmann stellte
beispielhaft verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten vor und machte
den Jugendlichen Mut, ihren Interessen zu folgen: „Chancen gibt
es genug, man muss nur die richtige ergreifen“, betonte er mit
dem Hinweis, dass schon Firmenkontakte im Studium ein gutes Sprungbrett
in den Job sein könnten.
Als begleitende Lehrkräfte freuten sich Sylvia Bonhoff und Jürgen
Königschulte über die Praxiseinblicke, die ihre Schülerinnen
und Schüler gewinnen konnten. Ein solches Angebot sei für
das Franziskusgymnasium ein wertvoller Baustein der beruflichen Orientierung.