Berufsorientierung „live“
Schüler des Franziskus-Gymnasiums bei Kampmann

(Lingener Tagespost vom 06.10.2007)



30 Schülerinnen und Schüler des 13. Jahrgangs am Franziskusgymnasium Lingen nahmen an einem Bewerbungsseminar bei Kampmann teil.

Lingen. Angesichts der demografischen Entwicklung ist zunehmend von Fachkräftemangel die Rede, insbesondere im Ingenieurbereich. Damit naturwissenschaftlich-technisch interessierte Jugendliche einen Einblick in die unterschiedlichen Arbeitsfelder von Ingenieuren bekommen, hat die Stiftung jetzt gemeinsam mit dem Franziskusgymnasium Lingen ein besonderes Bewerbungsseminar organisiert. Dazu gehörte auch eine Erkundung bei der Kampmann GmbH.

Kein normaler Schultag für 30 Schülerinnen und Schüler aus dem naturwissenschaftlichen Profil des 13. Jahrgangs am Franziskusgymnasium Lingen: Statt im Deutsch- oder Mathematikunterricht zu sitzen, nahmen die Schüler an einem Bewerbungsseminar der VME teil.
Welche Stärken habe ich eigentlich, und welche Berufe passen dazu? Welche Anforderungen stellt ein Arbeitgeber im Bewerbungsgespräch? Gemeinsam mit Bildungsreferent Steffen Vogt begaben sie sich auf die Suche nach Antworten. Dabei ging es nicht nur darum, die Schüler auf eine Interviewsituation vorzubereiten. Vogt wollte auch zeigen, dass es viele interessante naturwissenschaftlich-technische Berufswege gibt, und organisierte deshalb für den Nachmittag ein Gespräch mit Ingenieuren der Kampmann GmbH.
Direkt im Unternehmen gaben die Experten aus den Bereichen Export, Produkt-Management und Kundendienst Informationen zu ihrem Arbeitsalltag, dem jeweiligen Aufgabenbereich und den unterschiedlichen Werdegängen – schon bald entstand ein abwechslungsreicher Dialog.

Für die Jugendlichen wurde deutlich, dass die Ingenieure an abwechslungsreichen Schnittstellen zwischen kaufmännischen Bereichen, der Produktion und der Forschung und Entwicklung arbeiten.
Egal ob Diplom-Wirtschaftsingenieur oder Ingenieur für technische Gebäudeausrüstung – wirtschaftliche Fragestellungen gehören für alle zum Arbeitsalltag. Helmut Brinkmann stellte beispielhaft verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten vor und machte den Jugendlichen Mut, ihren Interessen zu folgen: „Chancen gibt es genug, man muss nur die richtige ergreifen“, betonte er mit dem Hinweis, dass schon Firmenkontakte im Studium ein gutes Sprungbrett in den Job sein könnten.

Als begleitende Lehrkräfte freuten sich Sylvia Bonhoff und Jürgen Königschulte über die Praxiseinblicke, die ihre Schülerinnen und Schüler gewinnen konnten. Ein solches Angebot sei für das Franziskusgymnasium ein wertvoller Baustein der beruflichen Orientierung.