| Antje Zander: Die Lingener Stadt-und-Hochschulbibliothek war beim JULIUS-Club dabei und das ließen sich viele Schülerinnen und Schüler unserer Schule nicht zweimal sagen. Wir stellten den stärksten Anteil der beteiligten Schulen und hatten mit Vivien Kuchta aus der 6e auch eine Gewinnerin bei den Prämierungen. Seit dem 18. September 2007 haben wir in der Unterstufenbücherei fast die Hälfte der Bücher zum Ausleihen, da wir nach der Aktion eine großzügige Spende erhielten. |
„Ich lese gerade mein sechstes
Buch“ Julius-Leseclub ist gut gestartet (Bericht und Fotos von Carsten van Bevern; Lingener Tagespost vom 08.08.2007 |
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Lingen. Seit fast drei Wochen ist schulfrei:
Sommerferien. Und seit knapp drei Wochen gibt es in der Lingener Stadt-
und Hochschulbibliothek (SHB) auch den Julius-Leseclub. „Ungefähr
170 Mitglieder im Alter von 11 bis 14 Jahren haben wir“, freute
sich SHB-Leiter Günther Nagelschmidt über die bisherige Resonanz. Die Kinder und Jugendlichen können in dieser Zeit aus 40 von einer Fachjury ausgesuchten Jugendbüchern auswählen, sie jeweils 14 Tage lang ausleihen und diese auf einem Bewertungsbogen beurteilen und besprechen (wir berichteten). Und von dieser Möglichkeit wird eifrig Gebrauch gemacht. „Ich lese jetzt mein sechstes Buch“, berichtet Johanna Lübbers – die Zwölfjährige aus Bawinkel liest in ihrer Freizeit auch außerhalb der Ferien viel und leiht sich immer zwei „Julius“-Bücher aus. „Über eines davon schreibe ich auch immer eine ausführliche Besprechung“ (siehe Rezension zu „Mira schwer verliebt“ auf dieser Seite). Deutsch als Lieblingsfach in der Schule hat auch Julia Murra (vgl. Beitrag unten), die im kommenden Schuljahr in die Klasse 9d am Franziskusgymnasium gehen wird. „Ich habe 'Beast‘ in zwei Tagen gelesen. Der Titel des Jugendbuches hörte sich einfach spannend an.“ Jetzt ist sie bereits bei ihrem dritten „Julius-Buch“. Bei seiner zweiten Urlaubslektüre ist inzwischen der elfjährige Michael Kruse (vgl. Beitrag unten): Er hat für die Lingener Tagespost den Schmöker „Verbotene Welt“ besprochen. Und selbst wenn die Stadt- und Hochschulbibliothek aufgrund von Renovierungsarbeiten in der Kinderbuchabteilung noch geschlossen sein wird, können weitere Interessierte am Julius-Leseclub teilnehmen: In dieser Zeit werden die Bücher im Lingener Verkehrsbüro beim Neuen Rathaus entliehen. Auch weitere Anmeldungen sind hier noch möglich. Am Montag, 20. August, wird die Bibliothek wieder ihre Pforten öffnen – dann erleben die Kinder „ihren Keller“ in einem ganz neuen Gewand. Eine große Julius-Abschlussparty wird am Ende der Ferien dieses ganz spezielle und landesweite Leseprogramm in Zusammenarbeit mit der VGH-Stiftung und der Büchereizentrale in Lüneburg abrunden. Die Leselust von Kindern und Jugendlichen sollte vom ersten Schultag an geweckt werden. |
Das „Beast“ isst
jetzt schon ganze Schweinehälften Im Leben des 17-jährigen Stephen gibt es ein großes Geheimnis (Von Julia Murra, 14 Jahre, 9. Klasse, Franziskusgymnasium) |
„Das Beast wächst und wächst...
und der 17-jährige Stephen ist ein richtig armes Schwein, seine derzeitige
Pflegefamilie ein wahrer Alptraum. Die Schule hat er abgebrochen und wie
er demnächst Geld verdienen soll, das weiß er noch nicht. Dabei muss er dringend zu Geld kommen, denn sein „Kleiner“ hat immer größeren Hunger. Mittlerweile verdrückt sein Geheimnis namens „Beast“ bereits ganze Schweinehälften. Aber es kommt noch schlimmer... Dem Autor Ally Kennen gelingt es gut, die inneren Kämpfe des Protagonisten, in diesem Fall der Hauptperson dieser Geschichte namens Stephen, glaubhaft einzufangen und jugendgerecht zu verarbeiten, und zwar so, dass sich auch ältere LeserInnen gerne davon einfangen lassen. Unsentimental und bitter, genauso wie seine Vergangenheit, bahnt sich seine Zukunft an, sie scheint bereits festzustehen und der arme Stephen kann machen, was er will, es ändert sich nicht das Geringste. So hat er zum Beispiel vom ersten Tag an schlechte Karten in seiner Pflegefamilie. Und als wäre das noch nicht genug, ist da ja auch noch sein großes Geheimnis, das er mit sich herumschleppen muss. Aber allein wird er es dieses Mal nicht schaffen... |
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Der Roman „Beast“ spielt
in der Neuzeit, in der Nähe von Aberdeen, Großbritannien. Die
Beschreibungen des Ungeheuers haben mir am besten gefallen, da man es
sich gut vorstellten konnte. Das Buch ist wie ein langer Brief und am
Ende wird klar, an wen er adressiert ist. Diese Form macht „Beast“
zu etwas Besonderem. Die Sprache ist nicht sonderlich gefühlsbetont,
doch sachlich ist sie auch nicht. Das Buch ist mehr in der heutigen Redensart
geschrieben. Ally Kennen findet viele schöne Begriffe und schafft
es, den Leser ans Buch zu fesseln. Ich sah gerade einen Film, als ich
zum Buch griff. Danach konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen und
vergaß den Film. Die Handlung wird aus Stephens Sicht geschildert. Dadurch wird nicht verraten, was andere Charaktere denken und fühlen, was das Buch bis zum Ende spannend hält. Das Cover fällt durch die grüne Schuppenmusterung auf, mich sprach auch der Titel sofort an. ... wie die „Times“ es so treffend ausdrückte: „Beast ist ein Monster-Hit.“ „Beast“ von Ally Kennen, erschienen im Gerstenberg-Verlag, ist unter ISBN: 978-3-8067-5141-3 bei allen Lingener Buchhandlungen zu erwerben. |
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Plötzlich geht ein Licht
an ... Michael Kruse empfiehlt das spannende Buch „Verbotene Welt“ gerne weiter (Von Michael Kruse, 11 Jahre, 6. Klasse Franziskusgymnasium) |
Dieser interessante Fantasyroman von Isabel Abedi
ist im Oktober 2006 im Loewe-Verlag erschienen, er umfasst 464 Seiten.
Die tolle Coverillustration stammt von Michael Bayer. In diesem Fantasyroman geht es um die Kinder Otis und Olivia. Otis wurde in der Freiheitsstatue samt seiner Jacke an einem Kleiderhaken aufgehängt, und Olivia musste vor der Polizei ins KaDeWe (Kaufhaus des Westens in Berlin) flüchten. Auf einmal gibt es ein großes Rütteln, das so abrupt aufhört, wie es angefangen hat. Als Olivia nach draußen gehen will, bemerkt sie, dass sie und Otis, sich nicht mehr in New York bzw. Berlin befinden. Die Beiden sehen nur die Dunkelheit, und es riecht nach Staub, irgendwie nach Keller. Plötzlich geht ein Licht an, es sieht aus wie ein Mond an einer Schnur... |
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Dieser Roman spielt die ganze Zeit in der Vergangenheit. Es gibt einen Erzähler, der das Geschehen genau kommentiert. Am Anfang geht es um die zwei Kinder, deren Geschichten sich zuerst abwechseln, dann aber zusammengeführt werden. Die Autorin hat mit sehr viel wörtlicher Rede gearbeitet, es gibt viele Dialoge. Die Sätze sind meist kurz und klar verständlich. Nur manchmal sind einige Wörter dabei, über die man nachdenken muss. Dieses Buch ist für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren geschrieben, es ist aber auch gut für Erwachsene geeignet. Der Inhalt ist angemessen, nicht brutal, aber trotzdem spannend und ohne „dreckige“ Wörter. Ich hatte mir das Buch eigentlich anders vorgestellt. Der Anfang hat mich durch den Aufbau positiv überrascht. Das Cover ist passend zur Geschichte illustriert, da es Otis und Olivia im Keller zeigt. Besonders gut gefallen hat mir, dass zwei Geschichten zu einer zusammengeführt wurden. Ich finde es toll, dass es der Autorin gelungen ist, alle wichtigen Personen an einen Ort zu bringen. Nicht gefallen hat mir Reginald, da er missgünstig und hinterlistig ist. An manchen Stellen musste ich über das Buch lachen, an anderen wurde ich allerdings auch mal nachdenklich. Ich empfehle dieses Buch weiter, da es sehr spannend, abenteuerlich, informativ und witzig ist. „Verbotene Welt“, der Fantasyroman von Isabel Abedi, erschienen im Loewe-Verlag, ISBN 978-3-7855-5699-3, ist in den Lingener Buchhandlungen zu erwerben. |
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