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Einen starken Eindruck hinterließen Eileen
Caffier und Mareike Tälkers (Zweite und Dritte von links) im Umweltausschuss.
Links im Bild Vorsitzende Brigitte Brüggmann, rechts Fachlehrer Christof
Tondera. |
pe Lingen. „Aber auch das erklären wir Ihnen gleich noch mal.“ Den Satz hörten die Mitglieder des Lingener Umweltausschusses in der letzten Sitzung des Öfteren – nicht etwa von „gestandenen“ Fachleuten im schon etwas fortgeschritteneren Alter. Eileen Caffier aus Lingen ist erst 14 Jahre alt und ihre Freundin Mareike Tälkers aus Wietmarschen wird es erst an diesem Sonntag. Mit ihrer Arbeit „Die ökologische Bedeutung des Großen Brögberner Teiches“ haben die beiden Schülerinnen des Lingener Franziskusgymnasiums nach dem Regionalsieg in Lingen beim Landesentscheid „Schüler experimentieren“ in Oldenburg den zweiten Platz im Fachgebiet „Geo- und Raumwissenschaften“ erreicht. Außerdem erhielten sie den Sonderpreis „Umwelttechnik und Naturschutz“. Vor den Vertretern des Umweltausschusses hatten die beiden Mädchen nun Gelegenheit, ihre Arbeit vorzustellen. Das machten sie mit freiem Vortrag inklusive Power-Point-Präsentation dermaßen souverän, dass die Mitglieder des Ausschusses und der Verwaltung anschließend voll des Lobes waren. In dieses Lob bezogen sie auch Fachlehrer Christof Tondera mit ein, der die beiden „Wissenschaftlerinnen in spe“ über mehrere Monate hinweg betreut hatte. Im Mittelpunkt ihrer Forschungen stand die Frage, ob die Selbstreinigungskraft des „Großen Brögberner Teichs“ noch funktioniere. Die beiden Achtklässlerinnen brachten den Zuhörern im Sitzungssaal Begriffe wie Nitrifikation“ und „Denitrifikation“ beim Abbau des Stickstoffs näher, erläuterten ihre Messergebnisse und beschrieben den Artenreichtum des Gebietes, in dem der Eisvogel ebenso noch zu Hause ist wie verschiedene Schwan- und Entenarten. Doch wie lange noch? Mareike und Eileen betonten abschließend, dass die Selbstreinigungskraft des Großen Brögberner Teiches zwar noch intakt sei. Eine weitere Zunahme der Belastung seitens der Landwirtschaft könne aber eine Bedrohung darstellen. Der Stickstoff, der bis zu 90 Prozent abgebaut wird, belief sich im Untersuchungszeitraum von Mai 2007 bis März 2008 auf acht bis zehn Tonnen. Hinzu kommen 300 Kilo Phosphate. Im Anschluss an den Vortrag der beiden Schülerinnen sprach sich Bernd Teschke (CDU) dafür aus, dass die Messüberwachung von amtlicher Seite fortgeführt werden müsse. Es gelte, Maßnahmen zu überlegen, um die Stickstoffbelastung zu reduzieren. Ausschussvorsitzende Brigitte Brüggmann dankte den beiden im Namen des Gremiums mit einem kleinen Geschenk. Martin Koopmann (CDU) regte an, Mareike und Eileen seitens der Stadt mit einigen Freikarten für das Linus-Bad zu versorgen. „Als Ausgleich für die nassen Füße, die sie sich bei ihren Forschungen geholt haben.“ |