vb Lingen. 24 Zwölftklässler des Franziskusgymnasiums in Lingen
werden sich in den kommenden zwei Jahren im Rahmen ihres Seminarfaches
mit dem Thema „Die Energie von morgen: Erdöl und Erdgas?“
beschäftigen. Großzügig unterstützt wird dieses
Projekt vom in Lingen ansässigen Unternehmen Gaz de France (GdF).
„Technik öffnet viele Türen. Gleichzeitig klagen die
Hochschulen aber über zurückgehende Bewerberzahlen in den
für Deutschland so wichtigen Ingenieurs-Studiengängen. Dem
wollen wir entgegen wirken. Fordern Sie Gaz de France in den kommenden
zwei Jahren heraus. Unsere Türen stehen Ihnen jederzeit offen“,
forderte Dr. Jan Weinreich, GdF-Bereichsleiter Personal und Recht, die
Schüler und Lehrer auf, von den getroffenen Kooperationsvereinbarungen
rege Gebrauch zu machen. Das Projekt ist am Franziskusgymnasium dabei
fächerübergreifend in den Bereichen Physik, Biologie und Chemie
angesiedelt.
So bietet Gaz de France in den kommenden zwei Jahren mehreren Schülern
und Lehrern des Franziskusgymnasiums die Möglichkeit eines Praktikums
im Unternehmen an. Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte,
Expertenvorträge für Schüler, die Bereitstellung von
Laborarbeitsplätzen sowie die Durchführung von Exkursionen
z.B. zur Gasbohrung „Leer Z 5“ bereits in der kommenden
Woche runden das Angebot von GdF ab. Zudem fließen in dem zunächst
auf zwei Jahre angesetzten Pilotprojekt jährlich 10.000 Euro in
die naturwissenschaftliche Ausstattung der Schule.
Diese Kooperation ist dabei Teil des Projektes Nachwuchsförderung
des Wirtschaftsverbandes Erdöl- und Erdgasgewinnung unter der Schirmherrschaft
von Niedersachsens Ministerpräsidenten Christian Wulff. „Ich
hoffe, dass Sie Spaß und Lust entwickeln, mit dieser Technik später
arbeiten zu wollen. Bei uns sind hochspezialisierte Arbeitskräfte
beschäftigt – lokal in Lingen und global auf der ganzen Welt“,
dankte der Vorsitzende der GdF-Geschäftsführung Patrick Vannetzel
für das Engagement aller am Projekt Beteiligten.
Auf die Bedeutung derartiger Kooperationen ging Schulleiter Johannes
Pruisken ein: „Wir wollen hier keine Käseglocke über
die Schüler stülpen, sondern die Schule für das gesellschaftliche
Umfeld öffnen. Unsere Schüler sollen nicht nur in der Schule,
sondern auch im späteren Leben gut zurechtkommen. Dabei helfen
uns solche Projekte.“