Von Maike Humbert, Theresia Imming, Tim Koldehoff, Alina Krull, Katharina Wolbeck (10c), Maik Sperver (10e) und E. Weber
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(Die „Auserwählten“ aus 10c und
10e in Paris beim „Shoppen“ im Forum des Halles) |
Mitte März durfte eine kleine Gruppe Auserwählter zusammen mit Herrn Weber Paris unsicher machen. Dabei haben wir viel gelernt und – trotz des zumeist recht miserablen Wetters – viel Spaß gehabt. Hier haben wir einige Highlights zusammengestellt. |
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Montag: La tour Eiffel |
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Am ersten Tag ging es direkt richtig los mit dem Programm. Nach einem Begrüßungsfrühstück in der Schule und einem kurzen Grußwort des Schuldirektors sowie 5 Stunden Unterricht machten wir uns auf den Weg zum Eiffelturm. Mit Erstaunen betrachteten wir von unten das höchste Gebäude, das wir je gesehen hatten. Der Eiffelturm ist immerhin 320m hoch. Nach langen Überlegungen entschieden wir uns, die etwas längere Wartezeit in Kauf zu nehmen und mit dem Aufzug den Eiffelturm ganz bis zur dritten Etage hochzufahren. Oben angekommen, wagten wir uns nur langsam aus dem Aufzug. Was für eine Höhe! Auf der Plattform betrachteten wir Paris in allen Himmelsrichtungen und staunten über die enorme Weite dieser Metropole. Geradezu beängstigend wirkte eine herannahende Unwetterfront, die innerhalb kürzester Zeit Paris verdüsterte und Sturm, Graupel und Starkregen über den Eiffelturm hereinbrechen ließ. Wir warteten, bis der Regen nachließ, und nahmen dann wieder den Fahrstuhl nach unten. Erst dort fühlten wir uns wieder sicher. Da wir nicht alle zusammen mit einem Fahrstuhl fahren konnten, musste die erste Gruppe noch eine Weile warten und tat das zusammengepfercht in einer Telefonzelle, weil es draußen so nasskalt war. Eine leckere Crêpe half uns danach wieder beim Aufwärmen. |
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Dienstag: Le
château de Versailles |
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| Nachdem wir uns wie an jedem Tag in der Woche um 8:20 Uhr an der Schule getroffen hatten, nahmen wir vom Gare Saint-Lazare den Vorstadtzug RER nach Versailles. Dort mussten wir nur eine kurze Strecke laufen, um zum Schloss zu kommen. |
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Das gewaltige Barockschloss, das zuerst
als Jagdschloss von Philibert Le Roy für Kardinal Richelieu gebaut
und dann erweitert und von Ludwig XIII. gekauft wurde, ist später
von Ludwig XIV. zu seiner Residenz ernannt worden und von vielen bekannten
Künstlern erweitert und verschönert worden. Herr Weber besorgte
uns die Karten und die sogenannten Audioguides (Hörgeräte mit
deutscher Sprachausgabe, die einem zu jedem Raum etwas erzählen konnten).
Dann durchstreiften wir viele der Hunderte von Zimmern, immer mit dem
„kleinen Mann im Ohr“, der über alles Bescheid wusste.
Besonders fasziniert hat uns, dass viele der Zimmer einem Gott aus der
griechischen Mythologie gewidmet wurden und dass der Rang der Götter
zunahm je näher man dem Thronsaal kam. (Für Geschichtsinteressierte:
Originalton Herr Weber: „Ludwig XIV. hat sich oft mit Apollon verglichen
bzw. diesem gleichgesetzt. Die Tatsache, dass er der Göttervater
der Griechen war und außerdem der Sage nach den Sonnenwagen fuhr,
trug viel dazu bei, dass Ludwig XIV. auch der 'Sonnenkönig’
genannt wurde.“) Der Spiegelsaal, die Oper, die Kapelle und
die Schlafgemächer des Königs und der Königin waren die
Prachtstücke des Schlosses und haben uns sogleich in ihren Bann gezogen. |
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Doch wir konnten nicht ewig „verweilen“, da wir uns noch die gigantischen Parkanlagen ansehen wollten. Draußen angekommen, war leider das Wetter nicht gut genug für die vorgesehene „promenade“, aber zum Trost konnte Herr Weber uns einiges über den Park erzählen. So wurden etwa die Springbrunnen so konstruiert, dass sie zu der Musik des Hoforchesters passten; der König ließ extra für ein Fest den gewaltigen Kanal anlegen, auf dem er dann mit Gondeln aus Venedig fahren konnte; außerdem ließ er ein richtiges kleines Dorf anlegen, in dem die Adeligen das Leben der einfachen Leute nachspielten. Eigentlich hätten wir noch länger dort bleiben wollen, um alles zu sehen, aber gegen Nachmittag mussten wir uns dann doch auf dem Weg machen, um unsere Partner an der Schule wieder zu treffen. |
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Mittwoch: Montmartre
und Sacré-Cœur
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Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und wir konnten ihn
mit unseren Partnern verbringen. Wir haben die französischen Schüler
wirklich bedauert, da sie nur am Mittwochnachmittag frei und ansonsten
immer bis abends Schule haben. |
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(Basilika Sacré-Cœur) |
(Arc de Triomphe) |
(Place du Tertre) |
(Moulin Rouge) |
Donnerstag: La Géode
und La Cité des Sciences |
Am Donnerstag stand ein Ausflug zur Géode auf dem Programm. Die Leinwand dieses riesigen 3-D-Kinos ist gewölbt und umschließt den Zuschauerraum mit mehr als 180°. |
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Von außen sieht „La Géode“
wie eine riesige, silbern glänzende Diskokugel aus. An diesem Tag
hat uns ein Surveillant (Ein wenig Französisch für Anfänger:
Die armen Schüler müssen in Frankreich ständig mit „Aufsehern“
leben. Aber dieser war wirklich sehr nett.) der Schule in Paris begleitet,
der auch die Franzosen und Französinnen nach Deutschland begleiten
wird. Er kannte fast alle Mitarbeiter, was uns ungeheure Vorteile verschaffte,
weil wir einfach durch den abgesperrten Mittelgang die ganze Schlange
der wartenden Besucher überholen konnten… Quel pot! (Nein,
nicht: „Welcher Pott!“ Dies heißt auf Französisch
„Welch ein Glück!“) An der Spitze der Schlange wartete
auch schon eine Verehrerin von Tim. Sie schaute ihn minutenlang unentwegt
an, bis sie schließlich sagte: „Du bist wunderschön!“.
Ein dickes Gute-Laune-Plus für die ganze Gruppe! Aber das war ja noch nicht alles! Wir wurden dann auch, wie selbstverständlich, als Erste in das riesige Kino gelassen und haben uns gleich ganz nach oben gesetzt, was uns ein Déjà-vu Erlebnis verschaffte, da es auf dem Eiffelturm auch schon so hoch gewesen war. Angesehen haben wir uns einen Film über den Mars, der leider ein bisschen schwer zu verstehen war. Wir sind ja (noch) keine Französisch-Profis! Die Effekte waren aber super! Außer dass es Herrn Weber ein bisschen schlecht war… Nach dem Film in La Géode wurde dann die „Cité des Sciences“ erstürmt. Dies ist eine Ausstellung vergleichbar mit dem „Universum“ in Bremen, nur in viel größer. Hier konnten wir uns jede Menge interessanter Dinge anschauen. Natürlich haben wir nicht alles verstanden, da die Audiobeiträge nur auf Französisch waren. Dies hielt uns jedoch nicht davon ab, alles ausgiebig auszuprobieren, denn Probieren geht ja bekanntlich über Studieren. |
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Freitag: Le Louvre und L’Ile
de la Cité |
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Wie jeden Tag trafen wir uns wieder morgens an der Schule und fuhren dann zum Louvre. Der neue Eingang dieses ehemaligen Königsschlosses ist nun unter der großen Glaspyramide in der Mitte des Hofes. Dort angekommen, organisierte Herr Weber uns erst einmal die Eintrittskarten, und dann konnte es auch schon losgehen. Als erstes waren wir in der berühmten Grande Galerie, wo die berühmtesten Bilder ausgestellt sind, unter anderem die Mona Lisa von Leonardo da Vinci (auf Französisch übrigens „La Joconde“, die Lächelnde). „Madame“ wurde strengstens bewacht und war hinter einer dicken Panzerglasschicht verwahrt, was uns leider tiefere Einblicke verbot. Wir durften nicht einmal Fotos von dieser Schönheit machen, was uns ziemlich enttäuschte. Fasziniert waren wir dann aber von den Künstlern, die die Originalbilder abmalten und meist relativ nahe an die großen Kunstwerke herankamen. Anschließend besuchten wir die Ausstellung über alte ägyptische, griechische und römische Kunstwerke. Dort konnte man von Statuen über Vasen bis zu Hieroglyphensteintafeln alles bestaunen. Der Venus von Milo, einer großen Statue aus der griechischen Antike, war gar ein ganzer Raum gewidmet. |
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Trotz all dieser Schätze, auch im
Louvre konnten wir nicht ewig verweilen. Etwas länger duften wir
dennoch bleiben, da wegen des schlechten Wetters das geplante Picknick
in den Tuileries (dem Park beim Louvre) ausfiel und wir unsere Lunchpakete
in der riesigen unterirdischen Einkaufspassage des Louvre verzehren konnten. |
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Im Anschluss daran ging es dann zur Ile de la Cité,
der Keimzelle von Paris. Dort besichtigten wir die imposante Kathedrale
Notre-Dame, an deren Beispiel uns Herr Weber typische Kennzeichen
des gotischen Baustils erläuterte. Wir umrundeten die ganze Insel
(na ja, so groß ist sie dann auch wieder nicht) und warfen noch
einen Blick auf den Boulevard Saint-Michel und das Quartier Latin, bevor
wir dann wieder den Heimweg antraten. |
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| VIELEN DANK |